Liebe Antimilitarist_Innen und Friedensfreund_Innen,

 

die Auswirkungen der weltweiten Kriege, an denen auch Deutschland unverkennbar beteiligt ist, werden auch für uns als Jugendliche immer spürbarer. Unter dem Deckmantel sogenannter Hilfe und Stabilisierung versucht auch Deutschland, seinen Machtinteressen international nachzugehen. Das Leid der Menschen, das unter anderem durch den Export deutscher Waffen verursacht wird, wird genutzt um Kriegseinsätze zu rechtfertigen. Diese Waffen werden auch vor unserer Haustür produziert. Ein prominentes Beispiel liefert die Dr. Oetker GmbH mit Hauptsitz hier in Bielefeld, die seit 2015 in Rüstungsunternehmen investiert.

Um die Bevölkerung in unserem Land auf Kriegseinsätze einzustimmenund die Bundeswehr als normalen und notwendigen Arbeitgeber zu präsentieren, greift die Regierung tief in die Tasche. Mit einem Etat von 5.6 Millionen Euro startete die Bundeswehr letztes Jahr die zweite Runde ihrer Webserie, um das Image des Militarismus zu verbessern. Nachdem die erste Serie die Grundausbildung bereits in Dokusoap-Form darstellte, geht es diesmal um den Einsatz in Mali.

Dort ist die Bundeswehr bereits seit 2013 stationiert und er Einsatz wurde erst kürzlich wieder verlängert. Eine Verbesserung der Lage der Bevölkerung zeichnet sich jedoch weiterhin nicht ab; im Gegenteil: Das Land wird immer ärmer. Und das obwohl sich dort sehr viele wertvolle Rohstoffe befinden, die jedoch mehrheitlich von westlichen Firmen abgebaut werden. Somit wird das tatsächliche Ziel des Einsatzes deutlich: Nicht humanitäre Hilfe und Frieden sondern wirtschaftliche Interessen. Ähnlich verhält es sich auch mit den übrigen Einsätzen der Truppe, z.B. im Irak und in Afghanistan.

Zusätzlich zur Webserie versucht die Bundeswehr auch an Schulen und Universitäten, sich als attraktiver und sicherer Arbeitgeber zu präsentieren.  Die Ängste und Sorgen von uns Jugendlichen werden so ausgenutzt, denn heutzutage ist es schwierig, eine Ausbildung zu finden, mit der man unabhängig von seiner Familie leben kann, wo die eigenen Rechte geschützt werden und die man auch gerne macht. Während uns wegen des Mangels an guten Ausbildungsplätzen kaum noch berufliche Perspektiven bleiben, ködert die Bundeswehr mit guten Karrierechancen und relativ guter Bezahlung Jugendliche, die später am Hindukusch als Kanonenfutter für die deutschen Konzerne dienen.

Zeitgleich zu diesen Werbeoffensiven wurde auch die Aufstockung des Verteidigungsetats angekündigt. In den nächsten 15 Jahren sollen nach dem Willen von Kriegsministerin von der Leyen 150 Milliarden Euro in die Modernisierung der Truppe gesteckt werden.

Das Geld, das zum Beispiel für eine Fregatte ausgegeben wird, würde für die Finanzierung von 40000 Arbeitsplätzen reichen. Stellt euch 40000 Arbeitsplätze mehr für Lehrer, Erzieher oder Pflegepersonal vor. Oder:  Die 37 Milliarden Euro, die letztes Jahr in die Bundeswehr flossen, würden ausreichen, um alle deutschen Schulen auf ein angemessenes Niveau zu sanieren. Es wird deutlich, für wen dieser Staat seine Prioritäten setzt –und zwar nicht zu unseren Gunsten. Während 20% der Kinder und Jugendlichen in Deutschland armutsgefährdet sind, investiert der Staat in die Sicherung der Kapitalinteressen.

Deswegen fordern wir Ausbildungsplätze statt Kriegseinsätze, Bücher statt Bomben und dass das Geld dort investiert wird, wo es gebraucht wird.

Denn Geld ist genug da. Zeit, es sich zu holen!

 

Links:

http://bielefelder-friedensini.de/

 

Diesen Monat wollen wir uns „Kuhle Wampe oder: Wem gehört die Welt?“ anschauen, ein Brecht-Film aus dem Jahre 1932 mit Musik von Hanns Eisler. Er handelt von der Arbeiterfamilie Bönicke, die während der Weltwirtschaftskrise aus ihrer Wohnung vertrieben wird und daher in die Gartenkolonie „Kuhle Wampe“ im Osten Berlins ziehen muss. Der Film setzt sich dabei mit Arbeits- und Wohnungsnot, sowie auch mit den grundlegenden kapitalistischen Gegensätzen, auseinander.

(Diesen Monat wurde der Rote Kinoabend vorgezogen, im Mai findet er jedoch wieder ganz normal am letzten Montag statt!)

Diesmal wollen wir uns einen satirischen Film aus dem Jahre 1964. „Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte die Bombe zu lieben“ (Originaltitel: Dr. Strange Love) ist ein Film über einen verrückten US-Air-Force-General, der einen Atomkrieg gegen die Sowjetunion auslösen will. Diese Parodie gegen den Wahnsinn der Politik und des Krieges bewegt, stößt an und fordert so einigen Humor.

Die nächsten Termine sind vorraussichtlich:

30. April – Kuhle Wampe

28. Mai – Sturm auf Festung Brest

25. Juni – eine Reportage von Tobias Kriele

30. Juli – Die Reise des jungen Che

Liebe Friedensfreundinnen und Freunde,

am 22. Juni 1941 überfiel Deutschland die Sowjetunion. Noch bevor dies geschah wurde in Stuckenbrock ein Kriegsgefangenenlager eingerichtet unter dem Namen Stalag 326. Dieses Lager brachte im Laufe des Krieges ungefähr 65.000 Toten durch Hungersnot, und durch Deutsche Soldaten Ermordete mit sich.

Am 02.April 1945 haben es die Sowjetischen Soldaten geschafft die Lagerwache zu entwaffnen, und begannen gleich nach der Befreiung mit ihren letzten Kräften die Errichtung eines Sowjetsoldaten Friedhofs. Im Mittelpunkt dieses Friedhofs steht ein 10 Meter hoher Obelisk als Mahnmal an diese Menschenunwürdigen Taten.

Heutzutage ist dieser Friedhof in Stuckenbrock eine Gedenkstätte, wo regelmäßig öffentliche Führungen und Veranstaltungen stattfinden.

Traditionell fuhren regelmäßig am ersten September Wochenende dem Anti Kriegs Tag Jugendliche zu der Gedenkstätte um sie vor Vandalismus zu schützen und gleichzeitig über aktuelles antifaschistisches und antimilitaristisches Engagement zu diskutieren.

Auch dieses Jahr wird es ein solches Camp geben, den am 01.-03.September findet das Antifa Workcamp unter dem Thema ,,Kriese, Krieg, Faschismus – Gemeinsam aus der Geschichte lernen“ statt.

Kommt vorbei und lasst uns zusammen darüber reden und diskutieren, denn gerade heutzutage ist es besonders wichtig das die Geschichte nicht in Vergessenheit gerät und wir gemeinsam diskutieren wie man Faschismus, Rassismus und Krieg verhindern kann.

 

weitere Infos und Programm folgen:

->facebook.com/antifaworkcamp2017

Liebe Antimilitaristinnen und Antimilitaristen,

Liebe Friedens Freundinnen und Freunde,

die Auswirkungen der weltweiten Kriege, an denen auch Deutschland unverkennbar beteiligt ist, werden auch für uns als Jugendliche immer spürbarer. Unter dem Deckmantel sogenannter Hilfe und Stabilisierung ..versucht  auch Deutschland seine Machtinteressen international durchzusetzen. Sie nutzen das Leid der Menschen, das durch den Export deutscher  Waffen  verursacht wird, um ihre Kriegseinsätze zu rechtfertigen. Dieses Vorgehen wird durch die neuen Maxime im Weißbuch der Bundeswehr von 2016 unterstrichen, worin es heißt, Deutschland sei bereit international “ Verantwortung “ und “ Führung “ zu übernehmen. Dies ist mit immer mehr Auslandseinsätzen und dem  Ausbau der Bundeswehr zur Interventionsarmee verbunden.

Um die Bevölkerung in unserem Land auf solche Kriegseinsätze vorzubereiten und die Bundeswehr als normalen und notwendigen Arbeitgeber zu präsentieren, greift die Regierung tief in die Tasche. ..Mit einem Etat im zweistelligen Millionen Bereich startete die BRD  Ende 2015  eine Werbekampagne, unter dem Motto “Mach was wirklich Zählt”, um das Image des Militarismus  zu verbessern. Seit kurzem verbreitet die Bundeswehr in einer eigenen Youtube Serie, die etwa 1 Million Personen online verfolgen, ihr Bild von einem geschönten Bundeswehr-Alltag mit AbenteuerCharakter und Kameradschaftlichkeit. Außerdem wurden riesige Plakatwände mit Bundeswehrwerbung genauso zum Alltag, wie die ständigen Anwerbeversuche an unseren Schulen, Universitäten und auf Jobmessen.

Eine Ausbildung zu finden, mit der wir Jugendlichen unabhängig von unseren Familien leben können, wo unsere Rechte geschützt werden und die wir auch gerne machen, ist heutzutage schwierig. Während uns, wegen dem Mangel an Ausbildungsplätzen, kaum noch berufliche Perspektiven bleiben, kann sich so die Bundeswehr als scheinbar attraktiver und sicherer Arbeitgeber präsentieren. Mit guten Karrierechancen und guter Bezahlung werden Jugendliche geködert, um später in Auslandseinsätzen als Kanonenfutter zu dienen.

..Als Gründe für deutsche Einsätze hören wir immer wieder dieselben Schlagwörter: Verantwortung, Freiheit und Demokratie.

Tatsächlich sind es jedoch nicht Freiheit und Demokratie, die in den Auslandseinsätzen verteidigt werden, sondern die Profit-Interessen der deutschen Banken und Konzerne.
-Deswegen fordern wir die Beendigung aller Einsätze der Bundeswehr!

Zeitgleich zu dieser Werbeoffensive wurde auch die Aufstockung des generellen Verteidigungsetats angekündigt. In den nächsten 15 Jahren soll nach dem Willen von Kriegsministerin von der Leyen 130 Milliarden mehr in die Modernisierung der Truppen gesteckt werden. Geld, das dann an anderen Stellen, wie dem Sozial- und Gesundheitswesen oder in der Bildung dringend fehlt.
Zum Beispiel könnten von dem Geld für eine Fregatte jährlich 40.000 Arbeitsplätze in diesen Bereichen finanziert oder anstelle eines Kampfjets 10 Millionen Schulbücher angeschafft werden.

Hieran wird deutlich wessen Interessen der bürgerliche Staat vertritt -und zwar nicht die der arbeitenden und lernenden Jugend!
-Während 20% der Kinder und Jugendlichen in Deutschland armutsgefährdet sind, investiert der Staat riesige Summen in die Sicherung der Interessen deutscher Banken und Konzerne.

Deswegen fordern wir:

–              Ausbildungsplätze statt Kriegseinsätze

–              Bücher statt Bomben

–              Keinen Menschen, keinen Cent, keinen Fußbreit der Bundeswehr!

 

Die Konsequenzen von Kriegseinsätzen, die man uns als selbstverständlich und notwendig verkauft, sind für alle spürbar. Kriegswaffen, auch aus deutscher Produktion, zerstören weltweit die Lebensgrundlage von Millionen Jugendlichen sowie deren Familien und zwingen diese zur lebensgefährlichen Flucht. Seit dem vermehrten Eintreffen dieser Geflüchteten versucht die Regierung sie nach ihrer wirtschaftlichen Verwertbarkeit zu sortieren. Dazu wurden die neuen Asylpakete 2016 beschlossen.

Mit den Geflüchteten steht der deutschen Wirtschaft nämlich eine Masse von verzweifelten Arbeitssuchenden zur Verfügung, die  genutzt werden kann, um den Mindestlohn zu unterwandern und die Werktätigen zu spalten, was auch uns als arbeitende und lernende Jugend betrifft.  Genau hier müssen wir begreifbar machen, dass wir MIT ihnen für unser gemeinsames  Interesse an Rechten und Löhnen kämpfen müssen! -Denn nicht die Geflücheten sind das Problem, sondern der bürgerliche Staat, der die Interessen der Banken und Konzerne schützt und unsere Rechte mit Füßen tritt!

Deshalb sagen wir: Refugees welcome !  gemeinsam für unsere Interessen ! Gegen Rassistische Abgrenzung! Wir lassen uns nicht spalten!

 

Ein aktuelles Beispiel für die imperialistische Kriegstreiberei ist die Stimmungsmache gegen und die Angriffe auf Syrien. Dabei verfolgen die Bundesregierung und Ihre NATO Partner das Ziel den unliebsamen Präsidenten Assad zu stürzen, um ihre wirtschaftlichen und geostrategischen Interessen in der Region durchzusetzen. Gleichzeit spitzen Sie die Auseinandersetzung mit Russland weiter zu, das Assad im Kampf gegen den IS unterstützt. Hierzu ist Ihnen jedes Mittel recht.

…..So Lobt die Bundesregierung selbst den vorher so verhassten US-Präsidenten Trump für seinen kürzlichen Angriff auf einen syrischen Luftwaffen Stützpunkt. Dieser wird mit dem vermeintlichen Giftgas Angriff der syrischen Armee in der Provinz Idlib gerechtfertigt. Beweise hierfür bleibt die US-Regierung jedoch, wie schon bei den Anschuldigungen, die als Rechtfertigung für den 2. Golfkrieg dienten,  weiter schuldig. Stattdessen scheint es deutlich wahrscheinlicher, dass die vom Westen unterstützte und fast ausschließlich aus radikalen Islamisten bestehende Opposition hierfür verantwortlich ist. In deren Händen finden sich auch deutsche Waffen, die munter am Morden beteiligt sind.

Deshalb sagen wir entschieden:

–              Schluss mit den Rüstungsexporten

–              Weg mit den Kriegstreibern
                
                 und vor allem: Hände weg von Syrien!

Hoch die internationale Solidarität!!!

Stop Wars Kampagnen logo-02Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe KriegsgegnerInnen

wir möchten euch Einladen zu einem offenen Antikriegstreffen, bei dem wir gemeinsam über aktuelle Entwicklungen in der Politik und möglichen Gegenaktionen ins Gespräch kommen wollen.

Wir beobachten eine zunehmend aggressive und militaristische Außenpolitik in der nicht länger davor zurück geschreckt wird, deutsche Macht- und Wirtschaftsinteressen mit militärischen Mitteln zu verfolgen und sich an Kriegseinsätzen zu beteiligen. Die strategischen Ziele und das Profil der Bundeswehr drehen sich längst nicht mehr um den Verteidigungsfall, sondern um ihre Einsatzfähigkeit, mit uns Jugendlichen als Kanonenfutter.

Aber der Einsatz deutscher Waffen auf der ganzen Welt zerstört nicht nur die Lebensgrundlage von Millionen von Menschen und zwingt sie zur Flucht, sondern wirkt sich auf uns alle negativ aus. Während sich die Bedingungen für die lernende und arbeitende Jugend vor Ort stetig verschlechtert und weder Geld für Bildung noch kommunale Jugendarbeit übrig bleibt, fließen Milliarden von Euros in den Rüstungsetat. Bürgerrechte werden im Namen der Terrorbekämpfung mit Füßen getreten und mit rassistischen Populismus unser gemeinsames Interesse an einem friedlichen Zusammenleben untergraben.

Es wird Zeit dagegen aktiv zu werden!

Deswegen möchten wir euch einladen über das und vieles mehr am Donnerstag den 03.11 um 18:00 Uhr im Didf Haus (August-Bebel-Str. 74 – 33602 Bielefeld) zu sprechen und in gemütlicher Runde einen Austausch zu beginnen.

Wir freuen uns auf Euch,
SDAJ

Megaphone 01-16_CoverBertelsmann nur 1 Medienkonzern?

Die Gütersloher Bertelsmann Stiftung und AG pflegen seit Jahren einen direkten Draht zur deutschen  und europäischen Spitzenpolitik. Ob Gesetzesvorlagen z.B. für den Vertrag von Lissabon oder Hartz 4, Privatisierung vom öffentlichen Raum und im Bildungssektor, sowie mediale Einflussnahme auf die Bevölkerung durch RTL und Co. – die Bertelsmann Stiftung hat in vielen Bereichen ihre Finger mit im Spiel.

 

Venusberg Gruppe – Lobbyarbeit für Militarismus und Krieg

Die Bertelsmann Stiftung  arbeitet z.B. an der Militarisierung der Wissenschaft und wirbt für eine eigenständige EU Armee. Eine Tochtergruppe der Bertelsmann AG, die „Venusberg Gruppe“ veröffentlicht seit 2004, unter Beteiligung der Stiftung, Berichte zur europäischen Verteidigungsstrategie („A European Defence Strategy“). (*1) .

Im Auftrag dieser Stiftung legte die Venusberg-Gruppe schon im Jahre 2007 „Leitlinien für die europäische Sicherheitspolitik im Zeitalter der Globalisierung“ vor:

Eine Reihe von Interventions- und Kriegsgründen wurde erarbeitet. Sie reichen von Energie-Engpässen, der organisierten Kriminalität über scheiternde Staaten bis zur Umweltzerstörung. Nichts bleibt als Grund für militärische Einsätze ausgespart. Das Militär wurde zur zentralen Ordnungsmacht auch nach innen erklärt. Die Mediensparte des Konzerns machte diese Gedanken dann publik und versucht weiterhin, das Denken in diese militaristische Richtung zu lenken.

Ab 2012 etablierte sich das Projekt „Elemente einer außenpolitischen Strategie für Deutschland“, aus dem zwei Jahre später, die Rede von Bundespräsident Gauck, sowie Kriegsministerin Von der Leyen und Steinmeier, bei der Münchner NATO Sicherheitskonferenz, „Neue Macht. Neue Verantwortung. Elemente einer deutschen Außen- und Sicherheitspolitik für eine Welt im Umbruch“ hervorging.

Heute sehen wir, wo uns diese Form von Politikberatung hinführt. Deutschland soll sich noch stärker an NATO Kriegseinsätzen beteiligen, die Bundesregierung will bis 2030 über 130 Milliarden Euro für die Bundeswehr und ihr Kriegsgerät bereitstellen, um einerseits den Rüstungsabsatz hierzulande anzukurbeln, aber vor allem um die deutschen imperialistischen Interessen global  zu verteidigen und weiter zu  auszubauen.

Der Mann fürs Grobe – Elmar Brok

Wie das deutsche Leitbild international und auf Europa angewendet wird

Konkret zeigt sich die politische Einflussnahme der Bertelsmann Stiftung, z.B. an der Person Elmar Brok. Dieser ist einerseits „Beauftragter des Vorstands der Bertelsmann AG für Europafragen“  und anderseits EU Abgeordneter sowie unter anderem Mitglied im EU-Verfassungskonvent. In dieser Doppelfunktion vertritt er die Vorstellung des Bertelsmann Konzerns.

Die Militarisierung der EU und das aktive Eintreten für Waffenexporte sind oberste Ziele dieses CDU-Abgeordneten des Europaparlaments. Er ist dort stellvertretender Vorsitzender des Unterausschusses für Sicherheit und Verteidigung und als Leiter des Stiftungsrates des European Endowment for Democracy (EED) ist er mit der Unterstützung von westlich orientierten Oppositionsgruppen befasst. Gelder dieser Einrichtung flossen auch in die Ukraine und dabei hatten sie keine Bedenken auch Gelder an Faschisten zu vergeben. Denn wer so aktiv auf die Angliederung der Länder Osteuropas an die EU hinarbeitet, ist mit der Wahl seiner Bündnispartner nicht zimperlich.

An diesem Beispiel zeigt sich, wie weit der Einfluss der Bertelsmann Stiftung auf die Politik ist. – Sie formulieren ihre Vorstellungen von einer aggressiven deutsch- europäischen Expansionsstrategie und die Politik setzt sie um. Welche Folgen diese Form von politischer Einflussnahme hat, können wir unübersehbar in nahezu allen Bereichen dieses kapitalistischen Systems finden.

Stop Wars – Gemeinsam für unsere Interessen in Schule, Betrieb und Universität

Unsere Bildung an Schulen, Hochschulen und Universitäten werden kaputt gespart und privatisiert.

Es gibt einen massenhaften Ausbildungsplatzmangel. Leiharbeit und Werkverträge sorgen für Perspektivlosigkeit, Unsicherheit und Druck am Arbeitsplatz. Allein 2015 wurden 1,8 Milliarden Überstunden geschuftet. Kommunen verschulden sich und die Privatisierung von öffentlichem Raum wird weiter vorangetrieben. Gleichzeitig wird dem nicht entgegen gewirkt, sondern immer mehr in weltweite Kriegseinsätze und Aufrüstung der Bundeswehr gesteckt.

All dies steht im Widerspruch zu unseren Interessen, den Interessen der arbeitenden und lernenden Jugend. Wir wollen nicht, dass Krieg in unserem Namen geführt wird und erst recht keine Konzerne und Stiftungen, die Lobbyarbeit für Machtinteressen betreiben!

Stattdessen brauchen wir eine bessere Finanzierung von Bildung, Kultur, Arbeit und soziale Absicherung. Wir brauchen Sport und Spielplätze. Wir brauchen Kitaplätze und gut ausgestattete Schulen. Wir brauchen bessere Ausbildungsplätze, sichere Arbeitsplätze und eine soziale Absicherung bei Krankheit und im Alter.

Deswegen ist es notwendig, dass wir uns als Jugend in Schule, Betrieb und Universität, für unsere eigenen Interessen organisieren um etwas zu verändern  und diese Kriegstreiber vor unserer eigenen Haustür zum Teufel zu jagen!

 

Quellen & Anmerkungen:

(*1): Die Gruppe entstand 1999 im Rahmen des vom Centrum für angewandte Politikforschung  (CAP) Projekts „Europas weltpolitische Mitverantwortung“ Nicht zu verwechseln mit dem European Defence Paper (EDP), das im Auftrag des europäischen Rates vom ISS erstellt wurde.

http://www.bertelsmannkritik.de/weltmacht.htm.

Rudolph Bauer, Wir befinden und mitten im Krieg, herausgegeben vom Bremer Friedensforum – UZ vom 25.04.2014, Der Mann fürs Grobe

Megaphone 01-16_CoverDie neue Ausgabe, unserer Kleinzeitung „Megaphone“ ist heute angekommen! Schwerpunktmäßig beschäftigt sich die aktuelle Ausgabe, mit dem Gütersloher Bertelsmann Konzern und seine Rolle im militärisch-industriellen-Komplex! Erhältlich ist die Kleinzeitung auf jedem Gruppenabend, sowie Aktionen der SDAJ in Gütersloh und Bielefeld. Schau doch mal rein! Megaphone-01-16_Online