Kein Geld, schlechte Arbeit, unsichere Zukunft?
Ausbildung und Arbeit sind oft kein Zuckerschlecken. Das beginnt bei der oft langen, und in manchen Fällen auch vergeblichen Suche nach einem Ausbildungsplatz, geht über fehlende Praxisanleitung, Schulgebühren, Überstunden, geringe Vergütung und schlechte Ausbildungsqualität und endet bei einer nur befristeten oder garkeiner Übernahme. Aber muss das so sein? Und wenn nicht, wieso sind dann Berichte über ausbildungsfremde Tätigkeiten, hohe Ausbildungsabbrecherquoten und Auszubildende, die ihr geringes Einkommen mit Hartz 4 aufstocken müssen, inzwischen eher die Regel als die Ausnahme? Wer profitiert von derartigen Zuständen und was lässt sich dagegen tun? Weshalb ist es auch für Kolleginnen und Kollegen im Metallbereich wichtig, was die angehende Friseurin oder der Bäckerazubi verdienen und zu welchen Bedingungen sie arbeiten? Wo liegen die Perspektiven und Grenzen von Gewerkschaftskämpfen im Kapitalismus?

Diesen Fragen wollen wir auf unserem Jugendkongress zur Ausbildungssituation und für ein allgemeines Ausbildungsgesetz gemeinsam anhand von verschiedenen Workshops und Diskussionsrunden auf den Grund gehen.

Geplante Workshops u.a.:

– Lehrjahre sind keine Herrenjahre – Azubis als billige und rechtlose Arbeitskräfte

– Überflüssige Jugend – Jugendarbeitslosigkeit und Ausbildungsplatzmangel inEuropa

– Jung, prekär, weiblich – Die Prekarisierung der Arbeitswelt und die Lage junger Frauen

– Rassismus am Arbeitsplatz – Probleme migrantischer KollegInnen

– Ausbeutung mit System – Wie Staat & Konzerne von unserer Arbeit profitieren

– Antikapitalistische Perspektiven in Gewerkschaftskämpfen

Abschließende Podiumsdiskussion „Ausbildungsgesetz statt Ausbildungspakt“

weitere Infos&Anmeldung:
http://jugendkongress2014.de/

Sowjetischer Soldatenfriedhof Stukenbrock-Senne, Senner Straße

Sonnabend, 6. September
14.00 Uhr Friedhofsführungen
15.00 Uhr Kranzniederlegung

Gedenkansprachen:

Roman Franz Landesverband Deutscher Sinti und Roma NRW
Lühr Henken Berliner Friedenskoordination
Arno Klönne Soziologe Paderborn

Das Jahr 2014 hat viele Gedenktage. Dazu gehört besonders die Erinnerung an den Beginn des I. Weltkrieges vor 100 Jahren und des II. Weltkrieges vor 75 Jahren.
Nie darf vergessen werden, wie viel Leid und Elend der Menschheit mit diesen Kriegen angetan wurde. Das „Nie wieder Krieg und Faschismus“ von 1945 sollte als stete Mahnung an die Überlebenden und die kommenden Generationen verstanden werden.
1990 schien der Kalte Krieg zwischen West und Ost friedlich beendet zu sein. Die Gegenwart zeigt, dass das nicht von allen Beteiligten so gesehen wurde. Die NATO erweiterte entgegen der damaligen Erwartungen ihren Einfluss nach Osten. Ihre Truppen stehen heute an den Grenzen Russlands. Eine beispiellose Einmischung von Politikern der USA und der EU in die inneren Angelegenheiten der Ukraine und das Streben nach Eingliederung dieser ehemaligen Sowjetrepublik in die Strukturen der EU sieht Russland offenbar als Bedrohung. Nicht gegen, sondern nur mit Russland ist der Friede in Europa zu sichern. Die deutsche Außenpolitik sollte das als ehernen Auftrag aus der Geschichte vorleben!
Es darf nie vergessen werden, das die Völker der damaligen UdSSR für die Befreiung Europas und Deutschlands von der Naziherrschaft über 20 Millionen Tote zu beklagen hatten. Dazu gehören auch die 65.000 im Lager 326 VI-K in Stukenbrock von Deutschen zu Tode gequälten sowjetischen Kriegsgefangenen, die in der Erde des heutigen Sowjetischen Soldatenfriedhofs ruhen.
In der Zeit des Kalten Krieges ließ die CDU- NRW Landesregierung 1954 die Glasplastik, die eine rote Fahne symbolisierte, von dem Denkmal auf dem Friedhof entfernen. Das Denkmal hatten die Überlebenden für ihre toten Kameraden errichtet. Die rote Fahne war ihr Symbol des Sieges über Hitlerdeutschland.
Bis heute wurde, trotz erklärter Absicht der Landesregierung, das Denkmal in seiner ursprünglichen Form wieder herzustellen, nichts dergleichen getan. Die Feindbilder aus der Zeit des Kalten Krieges sind offenbar bis heute nicht überwunden. Dieses Verhalten widerspricht den Absichtserklärungen führender deutscher Politiker.
Wir fordern:

– Schluss mit dem Kalten Krieg gegen Russland!
– Deutsche Außenpolitik muss Friedens- und Entspannungspolitik sein!
– Ob in Syrien oder der Ukraine: Alles ist zu tun für friedliche Konfliktlösungen!
– Rüstungsexporte stoppen, denn Rüstung begünstigt Kriege!
– Keine Modernisierung der USA- Atomwaffen, sondern ihren Abzug!

UND SORGET IHR, DIE IHR NOCH IM LEBEN STEHT, DASS FRIEDEN BLEIBT, FRIEDE ZWISCHEN DEN MENSCHEN, FRIEDE ZWISCHEN DEN VÖLKERN!

In diesem Sinne laden wir ein zu einer Mahn- und Gedenkveranstaltung zum Antikriegstag am Sonnabend, dem 6. September 2014 auf dem Sowjetischen Soldatenfriedhof in Stukenbrock.
Arbeitskreis Blumen für Stukenbrock e.V.

weitere Infos: http://blumen-fuer-stukenbrock.de/


Jung,billig,prekär?! – Ausbeuter outen,Her mit dem Ausbildungsgesetz!
Info+Diskussionsveranstaltung zur Ausbildungssituation in Gütersloh & OWL
18.08.14 – 18 Uhr – Jugendzentrum Bauteil 5

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Genossinnen und Genossen,

immer mehr junge Menschen in Deutschland landen auf dem Abstellgleis der Wirtschaft: Sie finden keine Ausbildung, werden in Maßnahmen gesteckt und finden sich in prekären Beschäftigungsverhältnissen wieder. Politik und Wirtschaft sprechen vom Fachkräftemangel aber tatsächlich bilden nur noch 21 Prozent der Betriebe überhaupt aus, während über 83.000 Jugendliche ohne Ausbildungsplatz dastehen.

Davon können auch wir hier in der Region ein Lied singen. Die Bundesagentur für Arbeit in Bielefeld meldete für ihren Agenturbezirk einen Rückgang der Ausbildungsstellen von 8,4%. Besonders betroffen ist das verarbeitenden Gewerbe (-8,8%) und speziell der Maschinenbau (-18,6%). Aber selbst wenn man zu den glücklichen gehört die einen Ausbildungsplatz bekommen haben, wie viele können schon behaupten ihren Wunschberuf erlernen zu können, wer kann von seiner Ausbildungsvergütung tatsächlich leben und weiß, dass er danach eine sichere Zukunft in seinem Job hat.

Wir, die SDAJ Gütersloh laden deshalb, zu einer Informations & Diskussionsveranstaltung, unter dem Motto: „Jung, billig, prekär?! – Ausbeuter outen! Her mit dem Ausbildungsgesetz“ am 18.08 um 18 Uhr, im Jugendzentrum „Bauteil 5“ ein, um mit jungen Azubis und aktiven GewerkschafterInnen ins Gespräch, über die Ausbildungssituation in den Betrieben hier vor Ort zu kommen.

Als Referentin freuen wir uns über „Janina Hirsch“ (DGB Jugendbildungsreferentin aus Bielefeld), die zum einen den aktuellen DGB Ausbildungsreport NRW vorstellen wird, sowie
über ihre langjährige Erfahrung als aktive Gewerkschafterin berichten wird.

Über das und vieles mehr wollen wir mit euch diskutieren…
weitere Infos: www.sdaj.org/zukunft-statt-profite

Das größte Fest der Linken in Deutschland, das UZ-Pressefest, endete am Sonntagabend (29.06.) zum 18. Mal. Gemeinsam mit »see red!«, einer Düsseldorfer Regionalgruppe der Interventionistischen Linken, und der Naturfreundejugend NRW hat die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) den Jugendbereich auf dem Volksfest der Deutschen Kommunistischen Partei organisiert. In einer Pressemitteilung zieht der Jugendverband nun Bilanz: Über das Wochenende verteilt haben sich mehrere hundert Jugendliche am Programm beteiligt. Sie machten einen kleinen aber prominenten Anteil der mehreren zehntausend Besucher die trotz strömenden Regen in den Revierpark nach Dortmund kamen.

Das Programm im Jugendbereich des Pressefests war breit gefächert und lockte auch viele Erwachsene in die Diskussionszelte. Mit dabei waren ein Tribunal gegen Ausbildungsplatzkiller, Expertengespräche zu den imperialistischen Einmischungen in die Ukraine, Podiumsdebatten zu Herausforderungen antifaschistischer Initiativen, ein Blockadetraining zu Blockupy, Workshops zur Bildungspolitik und vieles mehr. Kulturelle Höhepunkte des Jugendprogramms waren ein Antifajugendkonzert am Freitagabend mit Campania Bataclan (Bochum), Bandista (Istanbul) und Xaiko (Baskenland). Auftritte von Mc Albino und den Coconut Butts, Lesungen von Dietmar Dath aus seinem Werk »Maschinenwinter« und von einem fiktiven Känguru aus den beliebten Büchern von Marc-Uwe Kling sowie eine Feuershow der Gruppe Evil Flames rundeten das Kulturprogramm im Jugendbereich ab.


Seit 1974 lassen es sich die Kommunistinnen und Kommunisten nicht nehmen, mit dem Pressefest der DKP-Wochenzeitung „Unsere Zeit“ einen politischen und kulturellen Gegenpunkt zu Entsolidarisierung, Kommerz und Kapitalismus zu setzen. Die SDAJ richtet auch dieses mal wieder den Jugendbereich auf dem UZ-Pressefest aus.

Mit politischen Runden, Musik, Spiel- und Spaß, günstigem Essen und Getränken, wollen wir ein Wochenende miteinander diskutieren, uns kennenlernen und feiern. Gäste aus der ganzen Welt kommen auf Einladung der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) an diesem Wochenende in Dortmund zusammen.

Programm

Die SDAJ bietet folgendes Programm an (genauere Beschreibungen folgen noch)

Freitag Abend: Antifa-Jugendkonzert (Xaiko//Compania Bataclan//Bandista)

Samstag
10.45-11.45 Café International
10.45-11.45 Warum brauchen wir eine kommunistische Partei?
12.00-13.00 Antifaschistische Aktion heute
12.00-13.00 Imperialismus live
13.15-14.15 Festung Europa
13.15-14.15 Aktiventreffen für SchülerInnen und Arbeiterjugendliche
14.30-15.30 Bildung statt Schule
14.30-15.30 Die SDAJ stellt sich vor
15.45-17.45 Jugendtribunal: Ausbeuter outen!
15.45-17.45 Lesung mit Dietmar Dath
18.00-19.00 Verbandstreffen der SDAJ
danach Konzert und Party

Sonntag
11.00-12.45 Ausbildung erkämpfen – Her mit dem Ausbildungsgesetz!
11.15-12.45 Nazifreie Zone DDR
13.00-14.00 Lesung mit Ellen Schernikau

weitere Infos folgen: http://pressefest.sdaj-netz.de/programm/

Wir, die SDAJ Gütersloh organisieren für den 27.06, eine gemeinsame Anreise, zum UZ Pressefest nach Dortmund.
Kontakt: vorstand(at)sdaj-owl.de//Kontaktformular

Wir die SDAJ Gütersloh bieten interessierten SchülerInnen, Azubis und Studierenden, mit einem öffentlichen Gruppenabend im Jugendtreff Bauteil5, die Möglichkeit einen Einblick in unsere marxistische Bildungsarbeit zu bekommen und sich an unseren Diskussionen zu beteiligen.

An Hand von Referaten, Thesen oder Arbeitsfragen möchten wir jeden 1. Dienstag im Monat, mit Jugendlichen einen inhaltlichen Gruppenabend, im Jugendtreff Bauteil5 gestalten.

>>Jeden 1. Dienstag im Monat; 18 – 21 Uhr; Jugendtreff Bauteil 5<<
>>Weitere Infos: vorstand(at)sdaj-owl.de / Kontaktformular<<

Überall in den Medien spukt das Wort Fachkräftemangel umher – immer weniger Jugendliche würden der Wirtschaft zur Verfügung stehen und immer mehr Stellen unbesetzt bleiben. Ach ja? Aber warum nur bekommen ausgerechnet wir davon so wenig mit? Wir, die eine qualifizierte Ausbildung machen wollen und danach einen guten Job, der Sicherheit und Perspektive bietet? Fakt ist doch, dass Wirtschaftsverbände und Politik so viel über einen Fachkräftemangel sprechen können wie sie wollen, für uns Jugendliche, die am Anfang ihres Berufslebens stehen, sieht die Realität oft ganz anders aus.

Laut dem Bundesinstitut für Berufsbildung konnten 2013 von allen, die im Laufe des Jahres an einer Ausbildung Interesse hatten, nur 65 Prozent eine duale Berufsausbildung beginnen. Viele überlegen es sich nach den ersten frustrierenden Erfahrungen auf dem Arbeitsmarkt anders und besuchen weiter die Schule oder fangen ein soziales Jahr an. Aber auch nach Abzug derer bleiben immer noch 83.600 junge Menschen die erfolglos einen Ausbildungsplatz suchen und wie viel mehr noch sitzen in Maßnahmen und anderen Warteschleifen fest. Wo bleibt da der Fachkräftemangel? Wenn die Unternehmen so große Angst haben keine Fachkräfte mehr zu bekommen, dann sollen sie doch einfach welche ausbilden…

Von wegen! Tatsächlich bilden nur 21,7 Prozent der Betriebe überhaupt aus und von denen bauen viele ihr Stellenangebot immer weiter ab. Davon können auch wir hier in der Region ein Lied singen. Die Bundesagentur für Arbeit in Bielefeld meldete für ihren Agenturbezirk einen Rückgang der Ausbildungsstellen von 8,4%. Und natürlich sind es ausgerechnet Unternehmen in den Bereichen, wo der Mangel an Fachkräften besonders gerne beklagt wird, nämlich im verarbeitenden Gewerbe (-8,8%) und speziell im Maschinenbau (-18,6%). Aber selbst wenn man zu den glücklichen gehört die einen Ausbildungsplatz bekommen haben, wie viele können schon behaupten ihren Wunschberuf erlernen zu können, wer kann von seiner Ausbildungsvergütung tatsächlich leben und weiß, dass er danach eine sichere Zukunft in seinem Job hat. Wir haben es satt uns für dumm verkaufen zu lassen.

Es gibt keinen Fachkräftemangel sondern einen Ausbildungsplatzmangel!!!

Wir fordern ein Ausbildungsgesetz, welches den Interessen der Auszubildenen entspricht und nicht denen der Unternehmer!

Kundgebung in Essen
Seit Mai 2013 gehören 91 BurgerKing-Restaurants in Deutschland dem Franchise-Nehmer Ergün Yildiz. Seit dieser Übernahme wurde der Druck auf die Beschäftigten massiv erhöht. Immer mehr Arbeit soll aus ihren herausgepresst werden – zu immer schlechteren Bedingungen: Der Lohn wird teilweise verspätet ausgezahlt, teilweise überhaupt nicht, tarifliche garantierte Zuschläge für Mehrarbeit und Nachtarbeit werden ebenfalls nicht ausgezahlt. Insbesondere auf die Betriebsräte, die sich gegen diesen Angriff der Unternehmer, die durch die Arbeit ihrer Beschäftigten reich werden, zur Wehr setzen, wurden unter Druck gesetzt und gekündigt.
Deswegen hatte die Gewerkschft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), die die Betriebsräte und die Beschäftigten unterstützt, zu einer Kundgebung vor einem der BurgerKing-Restaurants aufgerufen – mit dabei die SDAJ, die mit ihrem Transparent viel Zuspruch bekam.

O-Ton einer Betriebsrätin:
„Wir machen das hier, um die Sache weiter zu unterstützen. Wir wollen zeigen, was bei BurgerKing so passiert: Also dass die Löhne nicht rechtzeitig gezahlt werden. Die Leute, die bei BurgerKing arbeiten, die sind abhängig von ihrem Lohn, die können nicht mal eben nächste Woche einen anderen Arbeitsplatz finden. Wir fordern, dass diese Menschen und ihre Rechte respektiert werden. Wir als Betriebsräte haben seit einem Jahr keinen Lohn mehr bezahlt bekommen. Wir kriegen derzeit von BurgerKing einfach keinen Cent. Wir brauchen dafür die Unterstützung der Öffentlichkeit. Und hier mit der Kundgebung zeigen die Gewerkschaften und alle die hier sind und ja auch ihr eure Solidarität. Das ist sehr wichtig für uns. Wir müssen einen langen Atem haben.“

Stellungnahme der AG Antimilitarismus des Bundesvorstands der SDAJ:

Die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend verurteilt aufs Entschiedenste das jüngste von ukrainischen Faschisten in Odessa begangene Massaker, bei dem über vierzig Menschen ermordet wurden! Nachdem ein Zeltlager von Unterstützern eines Referendums über Föderalisierung der Ukraine von einem Demonstrationszug von Anhängern des faschistischen „Rechten Sektors“ angegriffen wurde, flüchteten sich die Angegriffenen in das naheliegende Gewerkschaftshaus. Mit vorbereiteten Brandsätzen attackierten die Faschisten das Haus, setzten es in Flammen und ließen die Eingeschlossenen bei lebendigem Leib verbrennen oder bei Sprüngen aus den Fenstern sterben. Wer sich ins Freie retten konnte, wurde zu Tode geprügelt. Die Polizei sah dem Massaker tatenlos zu, der Gouverneur des Gebietes Odessa drückte seine Unterstützung für das Vorgehen der Faschisten aus, das er als „Säuberungsaktion“ gegen „Terroristen“ bezeichnete. Die Putschisten-Regierung in Kiew und die deutschen Medien sind eifrig bemüht, die faschistischen Mörder zu entschuldigen und berichten von angeblichen bewaffneten Angriffen prorussischer Aktivisten auf den „friedlichen“ Demonstrationszug im Vorfeld. Imperialisten und Putschisten stellen sich schützend vor die Mörder, die für sie die Drecksarbeit erledigen und mit Gewalt und Terror die Autonomiebestrebungen im Süden und Osten der Ukraine ersticken sollen. Unsere Solidarität gilt allen Antifaschistinnen und Antifaschisten in der Ukraine, die sich den faschistischen Mördern entgegenstellen!

Während LehrerInnen im Geschichtsunterricht und offizielle VertreterInnen der Bundesrepublik gerne von der deutschen Kapitulation reden, sprechen wir immer noch vom Tag der Befreiung.

An diesem Tag haben die Deutschen keine schwere Niederlage erlebt, an diesem Tag wurde die schlimmste Herrschaft in der Geschichte Deutschlands beendet.
Schon kurz nach der Machtübertragung an Hitler wurden Mitglieder der KPD, SPD und der Gewerkschaften in Konzentrationslager verschleppt. Viele von ihnen haben den Tag der Befreiung nicht mehr erlebt. Der sogenannte Reichsarbeitsdienst, sorgte dafür, dass tausende Menschen zu Zwangsarbeitern und Zwangsarbeiterinnen wurden, ohne Rechte, geschweige denn einer Vertretung in Form von Betriebsräten. Die Gewerkschaften waren zu diesem Zeitpunkt schon zerschlagen. In der Folge dieser Herrschaft wurden dann alle, die nicht ins faschistische Weltbild passten, deportiert und systematisch ermordet. Egal ob Menschen mit jüdischem Glauben, Homosexuelle, Menschen mit Behinderungen, Roma und Sinti oder politische GegnerInnen.
Die deutsche Wehrmacht war bei all diesen Verbrechen beteiligt. So organisierte sie die Zusammentreibung von jüdischen Menschen um diese dann in Massengräbern zu erschießen. Unter dem Vorwand Partisanen zu bekämpfen wurden Dörfer ausgerottet, Frauen, Kinder und ganze Familien wurden gefoltert und ermordet.

Nazifreie Zonen gegen das Vergessen

Als am 8. Mai 1945 das faschistische Deutschland kapitulierte, atmeten nicht nur die überfallenen Nationen auf, sondern es bedeutete auch für viele Menschen in den Konzentrationslagern, dass sie das Unglaubliche überlebt hatten. Aus diesem Grund ist dieser Tag der Tag, an dem wir all jenen Gedenken, die das Grauen beendeten, die die Welt vom faschistischen Terror befreiten.
Nach dem 8. Mai 1945 gab es zwei Losungen an denen die Zukunft Deutschlands gemessen werden sollte. Nie wieder Krieg und nie wieder Faschismus. Seit 1999 nimmt Deutschland wieder an Angriffskriegen teil, ist mit seinen Truppen rund um die Welt präsent und baut seine Armee von einer wehrpflichtigen Verteidigungsarmee zu einer Berufsarmee um, die eine klare Angriffsarmee wird. Dem gilt es, sich zu widersetzen und aufzuzeigen, dass von diesem Land nie wieder Krieg entstehen darf, dass deutsche Profitinteressen nicht noch einmal die Welt in Schutt und Asche versetzen dürfen.
Wir leben derzeit nicht in einem faschistischen Staat. Dennoch stellen sich einige Fragen, die einen beängstigenden Beigeschmack haben. Wie konnte der sogenannte „Nationalsozialistische Untergrund“ (NSU) über mehrere Jahre Menschen ermorden, obwohl staatliche Organe vom Treiben der Gruppe wussten? Wieso wird eine faschistische Partei wie die NPD durch Steuergelder finanziert, obwohl Mitglieder dieser Partei den „NSU“ mit Waffen versorgten? Wieso wird die Versammlungsfreiheit von FaschistInnen mit brutaler Gewalt durchgesetzt, während antifaschistischer Protest kriminalisiert wird?
All diese Fragen lassen uns zu einem Schluss kommen: Der Tag der Befreiung muss gefeiert werden, damit niemals vergessen wird, warum die Losung “Nie wieder Krieg, Nie wieder Faschismus” auch heute noch aktuell ist.