Nach unserer erfolgreichen Störaktion gegen die Bundeswehr, letzten Samstag (06.05.17) auf der Berufinformationsmesse im Gütersloher Stadttheater, haben wir noch spontan beschlossen den AfD Stand in der Innenstadt zu recyceln   Morgen bei der Landtagswahl entschlossen gegen die AFD – WIR LASSEN UNS NICHT SPALTEN!

Am Mittwoch, den 26.04.2017, wurde ein Bundeswehroffizier festgenommen, weil er einen Terroranschlag vorbereitet hat, um ihn anschließend Flüchtlingen in die Schuhe schieben zu können und damit rassistische Stimmung in der Gesellschaft anzuheizen. Die bürgerlichen Medien reiben sich verwundert die Augen. Es sprengt offensichtlich ihre Vorstellungskraft, dass ein „Staatsbürger in Uniform“ aus der „demokratischen Parlamentsarmee“ Bundeswehr zu so etwas in der Lage sein soll.

Kein Einzelfall

Doch eigentlich kann es kaum verwundern, dass sich in den Reihen der Bundeswehr Faschisten finden, die auch zu Terroranschlägen bereit sind. Selbst nach den offiziellen Zahlen des Bundeswehrgeheimdienst MAD muss die Bundesregierung regelmäßig zugeben, dass sich mehrere hundert Nazis in der Bundeswehr tummeln. Natürlich sind nicht alle SoldatInnen der Bundeswehr Faschisten. Außerdem wäre es auch zu einfach das alles auf die persönliche Gesinnung einzelner SoldatInnen zurückzuführen. Die Gründe liegen tiefer in der Institution Bundeswehr und der Politik ihrer Führung aus dem Verteidigungsministerium.

Und auch kein Zufall

Denn die Bundeswehr ist in Wahrheit alles andere als demokratisch. Hoch offiziell pflegt sie bis heute Traditionen der faschistischen Wehrmacht. Kasernen sind nach Kriegsverbrechern der Wehrmacht benannt und Wehrmachtseinheiten sind teils offiziell Traditionsstifter für Truppenteile der Bundeswehr. BundeswehrsoldatInnen werden im Dienst gezwungen, Kampflieder der Nazis zu singen. Faktisch wirkt die Bundeswehr maßgeblich am „Helden“gedenken für die im Zweiten Weltkrieg gestorbenen Nazisoldaten und an deren Verherrlichung mit. Auf diese Weise benutzt die Bundeswehr wesentliche Elemente faschistischer Ideologie, um den SoldatInnen gründlich Nationalismus und Militarismus einzutrichtern.

Wir fordern:

  • Ende der faschistischen Traditionspflege in der Bundeswehr!
  • Verbot und Zerschlagung aller faschistischer Organisationen!

30 Stunden sind genug!

Der 1. Mai ist seit über 100 Jahren ein Tag an dem wir für unsere Rechte auf die Straße gehen. Wir, die Schülerinnen und Schüler, Studierende, Auszubildende und junge Beschäftigte können unsere Interessen nur gemeinsam gegen die der großen Banken und Konzerne durchsetzten. Angefangen hat das Ganze am 1. Mai 1886 in den USA, mit dem Kampf um den 8-Stunden-Tag.

Aber auch heute spielt das Thema Arbeitszeit bzw. Arbeitszeitverkürzung (AZV) noch eine große Rolle. Die Produktivität in Deutschland nimmt stetig zu. Immer mehr Arbeitsschritte die früher von Menschen gemacht wurden, werden jetzt von Maschinen übernommen. Anstatt die Arbeit für uns zu erleichtern und die benötigte Arbeitszeit zu reduzieren, ersetzen sie häufig menschliche Arbeitskraft und Arbeitsplätze werden abgebaut.

Stichwort Industrie 4.0.

Mit dem Begriff Industrie 4.0 ist im Grunde die Digitalisierung und Automatisierung der Arbeit gemeint. Das heißt die Produktion wird immer mehr mit einander vernetzt. Viele Dinge die bisher manuell gemacht wurden, können jetzt automatisch durch PCs und Internet gesteuert werden. Dafür braucht man zwar immer qualifiziertere Arbeiter, aber viele der „einfachen“ Tätigkeiten müssen nicht mehr per Hand gemacht werden. Die logische Konsequenz wäre die Arbeitszeit zu verkürzen. Das wiederspricht aber dem Profitinteresse der und Konzerne.

Durch die Kriege die in aller Welt geführt werden und an denen sich auch Deutschland fleisig beteiligt, sind immer mehr Menschen dazu gezwungen zu fliehen. Viele kommen dabei auch nach Deutschland. Um die Menschen die hier her kommen richtig in die Gesellschaft zu integrieren ist Arbeit besonders wichtig. Auch um der Konkurrenz zwischen Geflüchteten und den schon hier lebenden Menschen entgegenzuwirken brauchen wir eine Arbeitszeitverkürzung.

In ihrer letzten Tarifrunde haben uns die Kolleginnen und Kollegen bei der Deutschen Bahn gezeigt, dass es auch heute noch möglich ist eine Arbeitszeitverkürzung durchzusetzten. Ab 2018 können sie entscheiden, ob sie eine Lohnerhöhung, 6 Tage mehr Urlaub oder eine Stunde weniger Arbeit pro Woche wollen.

Eins ist sicher. Von alleine werden die Unternehmer die Arbeitszeit nicht reduzieren. Wir müssen selbst für unsere Interessen aktiv werden und gemeinsam dafür Kämpfen.

Wir fordern:

  • eine 30-Stunden-Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich
  • Refugees welcome – Unsere Willkommenskultur heißt gemeinsam Kämpfen

 

Wir werden als Gruppe OWL in diesem Jahr, an dem Jugendblock auf der DGB Demo in Bielefeld teilnehmen.

-> 10:30 Uhr Demonstration ab DGB-Haus, Marktstraße 8
-> 11:15 Uhr Veranstaltung im Ravensberger Park

Ich bin Victoria 22 Jahre alt aus Essen.
Am Samstag, den 04.06. des letzten Jahres habe ich mit
tausenden anderen am Gegenprotest des „Tag der deutschen Zukunft“ teilgenommen. Während die neuen Nazis durch tausende Polizisten geschützt ungestört ihre menschenverachtende Propaganda verbreiten konnten, wurde ich 8 Stunden lang auf dem Polizeipräsidium festgehalten, gedemütigt, erkennungsdienstlich behandelt und vernommen.

Im Februar dieses Jahres bekam ich dann eine Anklage wegen Widerstand und Landfriedensbruch.
Ich habe keine Straftat begangen, keine Gewalt angewendet, sondern an einer angemeldeten Demonstration gegen den besagten Aufmarsch der Neonazis teilgenommen!

AntifaschistInnen, die sich für Toleranz und gegen Fremdenhass engagieren, werden so immer wieder kriminalisiert. Es trifft wenige, aber gemeint sind alle.

Gemeint sind alle, die aktiv sind gegen rechts, die den Mund aufmachen, die nicht weggucken, wenn in diesem Land wieder Faschisten marschieren und rassistische Parteien 20% der Stimmen bekommen.

Wir brauchen jetzt Deine Solidarität! Macht den
Fall bekannt, informiert euch auf der Facebook-Seite „Solidarität mit Victoria und Marina“, sprecht mit FreundInnen und KollegInnen darüber und spendet, damit ich die Prozesskosten nicht alleine tragen muss!

Spenden an:
DKP Essen
Sparkasse Essen
IBAN: DE15360501050005102405
Verwendungszweck: „Solidarität mit Victoria“

Wir solidarisieren uns mit den betroffenen AntifaschistInnen und veranstalten deshalb am 08.Mai, eine Soli Party in der Potemkin Bar in Bielefeld. Wir werden Spendendosen rum reichen und laden euch, bei gemütlichen Bier und Snacks,  zur gemeinsamen Diskussion über Polizei Repressionen gegen AntifaschistInnen  ein. 

Ab 19 Uhr geht’s los, kommt alle vorbei!

-> Potemkin Bar (Heeper Str.28)

Liebe Friedensfreundinnen und Freunde,

am 22. Juni 1941 überfiel Deutschland die Sowjetunion. Noch bevor dies geschah wurde in Stuckenbrock ein Kriegsgefangenenlager eingerichtet unter dem Namen Stalag 326. Dieses Lager brachte im Laufe des Krieges ungefähr 65.000 Toten durch Hungersnot, und durch Deutsche Soldaten Ermordete mit sich.

Am 02.April 1945 haben es die Sowjetischen Soldaten geschafft die Lagerwache zu entwaffnen, und begannen gleich nach der Befreiung mit ihren letzten Kräften die Errichtung eines Sowjetsoldaten Friedhofs. Im Mittelpunkt dieses Friedhofs steht ein 10 Meter hoher Obelisk als Mahnmal an diese Menschenunwürdigen Taten.

Heutzutage ist dieser Friedhof in Stuckenbrock eine Gedenkstätte, wo regelmäßig öffentliche Führungen und Veranstaltungen stattfinden.

Traditionell fuhren regelmäßig am ersten September Wochenende dem Anti Kriegs Tag Jugendliche zu der Gedenkstätte um sie vor Vandalismus zu schützen und gleichzeitig über aktuelles antifaschistisches und antimilitaristisches Engagement zu diskutieren.

Auch dieses Jahr wird es ein solches Camp geben, den am 01.-03.September findet das Antifa Workcamp unter dem Thema ,,Kriese, Krieg, Faschismus – Gemeinsam aus der Geschichte lernen“ statt.

Kommt vorbei und lasst uns zusammen darüber reden und diskutieren, denn gerade heutzutage ist es besonders wichtig das die Geschichte nicht in Vergessenheit gerät und wir gemeinsam diskutieren wie man Faschismus, Rassismus und Krieg verhindern kann.

 

weitere Infos und Programm folgen:

->facebook.com/antifaworkcamp2017

Liebe Antimilitaristinnen und Antimilitaristen,

Liebe Friedens Freundinnen und Freunde,

die Auswirkungen der weltweiten Kriege, an denen auch Deutschland unverkennbar beteiligt ist, werden auch für uns als Jugendliche immer spürbarer. Unter dem Deckmantel sogenannter Hilfe und Stabilisierung ..versucht  auch Deutschland seine Machtinteressen international durchzusetzen. Sie nutzen das Leid der Menschen, das durch den Export deutscher  Waffen  verursacht wird, um ihre Kriegseinsätze zu rechtfertigen. Dieses Vorgehen wird durch die neuen Maxime im Weißbuch der Bundeswehr von 2016 unterstrichen, worin es heißt, Deutschland sei bereit international “ Verantwortung “ und “ Führung “ zu übernehmen. Dies ist mit immer mehr Auslandseinsätzen und dem  Ausbau der Bundeswehr zur Interventionsarmee verbunden.

Um die Bevölkerung in unserem Land auf solche Kriegseinsätze vorzubereiten und die Bundeswehr als normalen und notwendigen Arbeitgeber zu präsentieren, greift die Regierung tief in die Tasche. ..Mit einem Etat im zweistelligen Millionen Bereich startete die BRD  Ende 2015  eine Werbekampagne, unter dem Motto “Mach was wirklich Zählt”, um das Image des Militarismus  zu verbessern. Seit kurzem verbreitet die Bundeswehr in einer eigenen Youtube Serie, die etwa 1 Million Personen online verfolgen, ihr Bild von einem geschönten Bundeswehr-Alltag mit AbenteuerCharakter und Kameradschaftlichkeit. Außerdem wurden riesige Plakatwände mit Bundeswehrwerbung genauso zum Alltag, wie die ständigen Anwerbeversuche an unseren Schulen, Universitäten und auf Jobmessen.

Eine Ausbildung zu finden, mit der wir Jugendlichen unabhängig von unseren Familien leben können, wo unsere Rechte geschützt werden und die wir auch gerne machen, ist heutzutage schwierig. Während uns, wegen dem Mangel an Ausbildungsplätzen, kaum noch berufliche Perspektiven bleiben, kann sich so die Bundeswehr als scheinbar attraktiver und sicherer Arbeitgeber präsentieren. Mit guten Karrierechancen und guter Bezahlung werden Jugendliche geködert, um später in Auslandseinsätzen als Kanonenfutter zu dienen.

..Als Gründe für deutsche Einsätze hören wir immer wieder dieselben Schlagwörter: Verantwortung, Freiheit und Demokratie.

Tatsächlich sind es jedoch nicht Freiheit und Demokratie, die in den Auslandseinsätzen verteidigt werden, sondern die Profit-Interessen der deutschen Banken und Konzerne.
-Deswegen fordern wir die Beendigung aller Einsätze der Bundeswehr!

Zeitgleich zu dieser Werbeoffensive wurde auch die Aufstockung des generellen Verteidigungsetats angekündigt. In den nächsten 15 Jahren soll nach dem Willen von Kriegsministerin von der Leyen 130 Milliarden mehr in die Modernisierung der Truppen gesteckt werden. Geld, das dann an anderen Stellen, wie dem Sozial- und Gesundheitswesen oder in der Bildung dringend fehlt.
Zum Beispiel könnten von dem Geld für eine Fregatte jährlich 40.000 Arbeitsplätze in diesen Bereichen finanziert oder anstelle eines Kampfjets 10 Millionen Schulbücher angeschafft werden.

Hieran wird deutlich wessen Interessen der bürgerliche Staat vertritt -und zwar nicht die der arbeitenden und lernenden Jugend!
-Während 20% der Kinder und Jugendlichen in Deutschland armutsgefährdet sind, investiert der Staat riesige Summen in die Sicherung der Interessen deutscher Banken und Konzerne.

Deswegen fordern wir:

–              Ausbildungsplätze statt Kriegseinsätze

–              Bücher statt Bomben

–              Keinen Menschen, keinen Cent, keinen Fußbreit der Bundeswehr!

 

Die Konsequenzen von Kriegseinsätzen, die man uns als selbstverständlich und notwendig verkauft, sind für alle spürbar. Kriegswaffen, auch aus deutscher Produktion, zerstören weltweit die Lebensgrundlage von Millionen Jugendlichen sowie deren Familien und zwingen diese zur lebensgefährlichen Flucht. Seit dem vermehrten Eintreffen dieser Geflüchteten versucht die Regierung sie nach ihrer wirtschaftlichen Verwertbarkeit zu sortieren. Dazu wurden die neuen Asylpakete 2016 beschlossen.

Mit den Geflüchteten steht der deutschen Wirtschaft nämlich eine Masse von verzweifelten Arbeitssuchenden zur Verfügung, die  genutzt werden kann, um den Mindestlohn zu unterwandern und die Werktätigen zu spalten, was auch uns als arbeitende und lernende Jugend betrifft.  Genau hier müssen wir begreifbar machen, dass wir MIT ihnen für unser gemeinsames  Interesse an Rechten und Löhnen kämpfen müssen! -Denn nicht die Geflücheten sind das Problem, sondern der bürgerliche Staat, der die Interessen der Banken und Konzerne schützt und unsere Rechte mit Füßen tritt!

Deshalb sagen wir: Refugees welcome !  gemeinsam für unsere Interessen ! Gegen Rassistische Abgrenzung! Wir lassen uns nicht spalten!

 

Ein aktuelles Beispiel für die imperialistische Kriegstreiberei ist die Stimmungsmache gegen und die Angriffe auf Syrien. Dabei verfolgen die Bundesregierung und Ihre NATO Partner das Ziel den unliebsamen Präsidenten Assad zu stürzen, um ihre wirtschaftlichen und geostrategischen Interessen in der Region durchzusetzen. Gleichzeit spitzen Sie die Auseinandersetzung mit Russland weiter zu, das Assad im Kampf gegen den IS unterstützt. Hierzu ist Ihnen jedes Mittel recht.

…..So Lobt die Bundesregierung selbst den vorher so verhassten US-Präsidenten Trump für seinen kürzlichen Angriff auf einen syrischen Luftwaffen Stützpunkt. Dieser wird mit dem vermeintlichen Giftgas Angriff der syrischen Armee in der Provinz Idlib gerechtfertigt. Beweise hierfür bleibt die US-Regierung jedoch, wie schon bei den Anschuldigungen, die als Rechtfertigung für den 2. Golfkrieg dienten,  weiter schuldig. Stattdessen scheint es deutlich wahrscheinlicher, dass die vom Westen unterstützte und fast ausschließlich aus radikalen Islamisten bestehende Opposition hierfür verantwortlich ist. In deren Händen finden sich auch deutsche Waffen, die munter am Morden beteiligt sind.

Deshalb sagen wir entschieden:

–              Schluss mit den Rüstungsexporten

–              Weg mit den Kriegstreibern
                
                 und vor allem: Hände weg von Syrien!

Hoch die internationale Solidarität!!!

Stellungnahme der SDAJ Ostwestfalen Lippe –  

zum AfD Landesparteitag in Rheda Wiedenbrück 26.+27.11.16

Am kommenden Wochenende (26. + 27.11) wird die AfD ihren Landesparteitag, im A2 Forum in Rheda Wiedenbrück abhalten. Was inhaltlich dabei rum kommt, wenn sich Nazis in Nadelstreifenhemden und Krawatte treffen, dürfte mittlerweile allen aufgefallen sein – rassistische Parolen, Trump Lobesreden und vor allem, wie man 2017 diese Parolen im Wahlkampf der deutschen Bevölkerung verkauft.

Die AfD – eine Alternative für Wen?

Die Afd ist eine Alternative für die Reichen. Alle politischen Maßnahmen schlagen in die gleiche Kerbe wie schon Agenda 2010, Hartz 4 und ähnliche Regierungsprojekte der letzten Jahrzehnte. Nur liegt die AfD dabei ein ganz anderes Tempo vor.

Die Politik der AfD ist ein Rückschritt sondergleichen  und nur eine Alternative für diejenigen, denen die Politik der bisherigen Regierung nicht schnell und massiv genug ist. Für alle anderen, für diejenigen die keine reichen Eltern haben, die arbeiten und arbeiten gehen werden, hat die AfD rein gar nichts zu bieten. Wenn wir ein gutes Leben wollen, müssen wir gegen diejenigen kämpfen, die uns unsere Rechte nehmen wollen. Und zu denen gehört ganz klar auch die AfD!

Als sozialistische Jugendorganisation finden wir uns mit den herrschenden Zuständen nicht ab. Wir setzten uns für das Recht auf Ausbildung und Arbeit für alle ein. Für das Recht auf Bildung für alle. Gegen Rassismus und Faschismus. Für dauerhaften Frieden. Für diese, unsere Interessen, müssen wir selber kämpfen – in Betrieb, Schule, Universität und auf der Straße! Wir haben keinen Bock mehr auf Gesellschaft in der Profite wichtiger sind als die Menschen!

Wir, die SDAJ Owl stellen uns deshalb klar gegen den AfD Landesparteitag und unterstützen den Protest, gegen diese reaktionäre und menschenfeindliche Politik!

 

Datum:
Samstag, 26. November 2016 – 10:00
Ort:
Vor dem A2-Forum, Rheda-Wiedenbrück

Die AfD-NRW kommt mit ihrem Parteitag nach Rheda-Wiedenbrück ins A2-Forum.
Das Aktionsbündnis gegen den AFD-Parteitag ruft zur Demo auf.

Stop Wars Kampagnen logo-02Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe KriegsgegnerInnen

wir möchten euch Einladen zu einem offenen Antikriegstreffen, bei dem wir gemeinsam über aktuelle Entwicklungen in der Politik und möglichen Gegenaktionen ins Gespräch kommen wollen.

Wir beobachten eine zunehmend aggressive und militaristische Außenpolitik in der nicht länger davor zurück geschreckt wird, deutsche Macht- und Wirtschaftsinteressen mit militärischen Mitteln zu verfolgen und sich an Kriegseinsätzen zu beteiligen. Die strategischen Ziele und das Profil der Bundeswehr drehen sich längst nicht mehr um den Verteidigungsfall, sondern um ihre Einsatzfähigkeit, mit uns Jugendlichen als Kanonenfutter.

Aber der Einsatz deutscher Waffen auf der ganzen Welt zerstört nicht nur die Lebensgrundlage von Millionen von Menschen und zwingt sie zur Flucht, sondern wirkt sich auf uns alle negativ aus. Während sich die Bedingungen für die lernende und arbeitende Jugend vor Ort stetig verschlechtert und weder Geld für Bildung noch kommunale Jugendarbeit übrig bleibt, fließen Milliarden von Euros in den Rüstungsetat. Bürgerrechte werden im Namen der Terrorbekämpfung mit Füßen getreten und mit rassistischen Populismus unser gemeinsames Interesse an einem friedlichen Zusammenleben untergraben.

Es wird Zeit dagegen aktiv zu werden!

Deswegen möchten wir euch einladen über das und vieles mehr am Donnerstag den 03.11 um 18:00 Uhr im Didf Haus (August-Bebel-Str. 74 – 33602 Bielefeld) zu sprechen und in gemütlicher Runde einen Austausch zu beginnen.

Wir freuen uns auf Euch,
SDAJ

Megaphone 01-16_CoverBertelsmann nur 1 Medienkonzern?

Die Gütersloher Bertelsmann Stiftung und AG pflegen seit Jahren einen direkten Draht zur deutschen  und europäischen Spitzenpolitik. Ob Gesetzesvorlagen z.B. für den Vertrag von Lissabon oder Hartz 4, Privatisierung vom öffentlichen Raum und im Bildungssektor, sowie mediale Einflussnahme auf die Bevölkerung durch RTL und Co. – die Bertelsmann Stiftung hat in vielen Bereichen ihre Finger mit im Spiel.

 

Venusberg Gruppe – Lobbyarbeit für Militarismus und Krieg

Die Bertelsmann Stiftung  arbeitet z.B. an der Militarisierung der Wissenschaft und wirbt für eine eigenständige EU Armee. Eine Tochtergruppe der Bertelsmann AG, die „Venusberg Gruppe“ veröffentlicht seit 2004, unter Beteiligung der Stiftung, Berichte zur europäischen Verteidigungsstrategie („A European Defence Strategy“). (*1) .

Im Auftrag dieser Stiftung legte die Venusberg-Gruppe schon im Jahre 2007 „Leitlinien für die europäische Sicherheitspolitik im Zeitalter der Globalisierung“ vor:

Eine Reihe von Interventions- und Kriegsgründen wurde erarbeitet. Sie reichen von Energie-Engpässen, der organisierten Kriminalität über scheiternde Staaten bis zur Umweltzerstörung. Nichts bleibt als Grund für militärische Einsätze ausgespart. Das Militär wurde zur zentralen Ordnungsmacht auch nach innen erklärt. Die Mediensparte des Konzerns machte diese Gedanken dann publik und versucht weiterhin, das Denken in diese militaristische Richtung zu lenken.

Ab 2012 etablierte sich das Projekt „Elemente einer außenpolitischen Strategie für Deutschland“, aus dem zwei Jahre später, die Rede von Bundespräsident Gauck, sowie Kriegsministerin Von der Leyen und Steinmeier, bei der Münchner NATO Sicherheitskonferenz, „Neue Macht. Neue Verantwortung. Elemente einer deutschen Außen- und Sicherheitspolitik für eine Welt im Umbruch“ hervorging.

Heute sehen wir, wo uns diese Form von Politikberatung hinführt. Deutschland soll sich noch stärker an NATO Kriegseinsätzen beteiligen, die Bundesregierung will bis 2030 über 130 Milliarden Euro für die Bundeswehr und ihr Kriegsgerät bereitstellen, um einerseits den Rüstungsabsatz hierzulande anzukurbeln, aber vor allem um die deutschen imperialistischen Interessen global  zu verteidigen und weiter zu  auszubauen.

Der Mann fürs Grobe – Elmar Brok

Wie das deutsche Leitbild international und auf Europa angewendet wird

Konkret zeigt sich die politische Einflussnahme der Bertelsmann Stiftung, z.B. an der Person Elmar Brok. Dieser ist einerseits „Beauftragter des Vorstands der Bertelsmann AG für Europafragen“  und anderseits EU Abgeordneter sowie unter anderem Mitglied im EU-Verfassungskonvent. In dieser Doppelfunktion vertritt er die Vorstellung des Bertelsmann Konzerns.

Die Militarisierung der EU und das aktive Eintreten für Waffenexporte sind oberste Ziele dieses CDU-Abgeordneten des Europaparlaments. Er ist dort stellvertretender Vorsitzender des Unterausschusses für Sicherheit und Verteidigung und als Leiter des Stiftungsrates des European Endowment for Democracy (EED) ist er mit der Unterstützung von westlich orientierten Oppositionsgruppen befasst. Gelder dieser Einrichtung flossen auch in die Ukraine und dabei hatten sie keine Bedenken auch Gelder an Faschisten zu vergeben. Denn wer so aktiv auf die Angliederung der Länder Osteuropas an die EU hinarbeitet, ist mit der Wahl seiner Bündnispartner nicht zimperlich.

An diesem Beispiel zeigt sich, wie weit der Einfluss der Bertelsmann Stiftung auf die Politik ist. – Sie formulieren ihre Vorstellungen von einer aggressiven deutsch- europäischen Expansionsstrategie und die Politik setzt sie um. Welche Folgen diese Form von politischer Einflussnahme hat, können wir unübersehbar in nahezu allen Bereichen dieses kapitalistischen Systems finden.

Stop Wars – Gemeinsam für unsere Interessen in Schule, Betrieb und Universität

Unsere Bildung an Schulen, Hochschulen und Universitäten werden kaputt gespart und privatisiert.

Es gibt einen massenhaften Ausbildungsplatzmangel. Leiharbeit und Werkverträge sorgen für Perspektivlosigkeit, Unsicherheit und Druck am Arbeitsplatz. Allein 2015 wurden 1,8 Milliarden Überstunden geschuftet. Kommunen verschulden sich und die Privatisierung von öffentlichem Raum wird weiter vorangetrieben. Gleichzeitig wird dem nicht entgegen gewirkt, sondern immer mehr in weltweite Kriegseinsätze und Aufrüstung der Bundeswehr gesteckt.

All dies steht im Widerspruch zu unseren Interessen, den Interessen der arbeitenden und lernenden Jugend. Wir wollen nicht, dass Krieg in unserem Namen geführt wird und erst recht keine Konzerne und Stiftungen, die Lobbyarbeit für Machtinteressen betreiben!

Stattdessen brauchen wir eine bessere Finanzierung von Bildung, Kultur, Arbeit und soziale Absicherung. Wir brauchen Sport und Spielplätze. Wir brauchen Kitaplätze und gut ausgestattete Schulen. Wir brauchen bessere Ausbildungsplätze, sichere Arbeitsplätze und eine soziale Absicherung bei Krankheit und im Alter.

Deswegen ist es notwendig, dass wir uns als Jugend in Schule, Betrieb und Universität, für unsere eigenen Interessen organisieren um etwas zu verändern  und diese Kriegstreiber vor unserer eigenen Haustür zum Teufel zu jagen!

 

Quellen & Anmerkungen:

(*1): Die Gruppe entstand 1999 im Rahmen des vom Centrum für angewandte Politikforschung  (CAP) Projekts „Europas weltpolitische Mitverantwortung“ Nicht zu verwechseln mit dem European Defence Paper (EDP), das im Auftrag des europäischen Rates vom ISS erstellt wurde.

http://www.bertelsmannkritik.de/weltmacht.htm.

Rudolph Bauer, Wir befinden und mitten im Krieg, herausgegeben vom Bremer Friedensforum – UZ vom 25.04.2014, Der Mann fürs Grobe

Megaphone 01-16_CoverDie neue Ausgabe, unserer Kleinzeitung „Megaphone“ ist heute angekommen! Schwerpunktmäßig beschäftigt sich die aktuelle Ausgabe, mit dem Gütersloher Bertelsmann Konzern und seine Rolle im militärisch-industriellen-Komplex! Erhältlich ist die Kleinzeitung auf jedem Gruppenabend, sowie Aktionen der SDAJ in Gütersloh und Bielefeld. Schau doch mal rein! Megaphone-01-16_Online