Kundgebung in Essen
Seit Mai 2013 gehören 91 BurgerKing-Restaurants in Deutschland dem Franchise-Nehmer Ergün Yildiz. Seit dieser Übernahme wurde der Druck auf die Beschäftigten massiv erhöht. Immer mehr Arbeit soll aus ihren herausgepresst werden – zu immer schlechteren Bedingungen: Der Lohn wird teilweise verspätet ausgezahlt, teilweise überhaupt nicht, tarifliche garantierte Zuschläge für Mehrarbeit und Nachtarbeit werden ebenfalls nicht ausgezahlt. Insbesondere auf die Betriebsräte, die sich gegen diesen Angriff der Unternehmer, die durch die Arbeit ihrer Beschäftigten reich werden, zur Wehr setzen, wurden unter Druck gesetzt und gekündigt.
Deswegen hatte die Gewerkschft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), die die Betriebsräte und die Beschäftigten unterstützt, zu einer Kundgebung vor einem der BurgerKing-Restaurants aufgerufen – mit dabei die SDAJ, die mit ihrem Transparent viel Zuspruch bekam.

O-Ton einer Betriebsrätin:
„Wir machen das hier, um die Sache weiter zu unterstützen. Wir wollen zeigen, was bei BurgerKing so passiert: Also dass die Löhne nicht rechtzeitig gezahlt werden. Die Leute, die bei BurgerKing arbeiten, die sind abhängig von ihrem Lohn, die können nicht mal eben nächste Woche einen anderen Arbeitsplatz finden. Wir fordern, dass diese Menschen und ihre Rechte respektiert werden. Wir als Betriebsräte haben seit einem Jahr keinen Lohn mehr bezahlt bekommen. Wir kriegen derzeit von BurgerKing einfach keinen Cent. Wir brauchen dafür die Unterstützung der Öffentlichkeit. Und hier mit der Kundgebung zeigen die Gewerkschaften und alle die hier sind und ja auch ihr eure Solidarität. Das ist sehr wichtig für uns. Wir müssen einen langen Atem haben.“

Unsere bundesweite Kampagne „Unsere Zukunft statt Eure Profite!“ und das Ausbildungsgesetz der SDAJ, bekamen gestern auf der DGB Kundgebung in Bielefeld, starken Zuspruch von Gewerkschaftern und Bündnispartnern. Der „DGB Stadtjugendausschuss Bielefeld“ hat mit einer Aktion auf der Demonstration, die Ausbildungsbedingungen und den „Ausbildungsplatzmangel“ in den Betrieben skandalisiert. Ziel war es den symbolischen goldenen Ausbildungsplatz zu erkämpfen.

Aus dem Flugblatt der DGB Jugend OWL:
Warum die arme Wirtschaft nicht ausbildet: Ausreden und Fakten:
„Die Situation für Auszubildene in OWL wird immer schwieriger. Während die Unternehmen weiter munter Ausbildungsplätze abbauen, suchen immer mehr junge Menschen verzweifelt einen Ausbildungsplatz. In Bielefeld ist die Situation besonders schlecht.“(..) „Fakt ist: Es gibt keinen BewerberInnenmangel, sondern zu wenige Ausbildungsplätze. Nur noch 21,7 % der ausbildungsfähigen Betriebe bilden bundesweit überhaupt noch aus. Wer nicht ausbildet, hat auch in Zukunft keine Fachkräfte und produziert somit den Mangel selbst. Wenn Unternehmen das nicht begreifen und keine Verantwortung übernehmen, brauchen wir eine gesetzliche Ausbildungsgarantie!“

Auf der DGB Kundgebung im Ravensberger Park, konnten wir neue Kontakte zu möglichen Bündnispartnern festigen. So freuen wir uns auf eine Zusammenarbeit, mit der DGB Jugendreferentin „Janina Hirsch“ und der „DIDF Bielefeld“.

In diesem Sinne:
Ausbeuter outen – Ausbildung erkämpfen!
Hoch die internationale Solidarität!

weitere Fotos:
http://www.sdaj-owl.de/pages/gallery.html?gallery=public/fotos/1.Mai2014/

Am 27.03.2014 haben sich über 7000 KollegInnen des öffentlichen Dienst, an der Warnstreik Kundgebung auf dem Bielefelder Jahnplatz beteiligt. Mehr als 400 KollegInnen aus den städtischen KITAs, dem Klinikum, Nahverkehr und Beschäftigte des Wertkreis aus Gütersloh, sind dem Aufruf der Gewerkschaft Verdi gefolgt und fuhren mit der Bahn zur Kundgebung nach Bielefeld. Wir waren ebenfalls mit Flyern vor Ort und erklärten uns solidarisch mit den streikenden Arbeitern und ArbeiterInnen!

Kaum stellt ihr Forderungen auf, wird euch KollegInnen im öffentlichen Dienst gesagt: Die Kassen seien leer und eure Forderungen nicht machbar. Aus dieser Sachzwang-Argumentation folgen seit Jahren Reallohnverluste für euch als Beschäftigte. Das kann nicht angehen! Ein Staat, der Banken mit Milliardenpaketen rettet hat keine leeren Kassen: Er gibt das Geld nur woanders aus.Vor diesem Hintergrund erklären wir uns solidarisch mit euch und unterstützen eure Forderungen. Sowohl eine prozentuale Steigerung um 3,5% als auch der von euch geforderte Festbetrag sind mehr als angemessen!

Besonders für die Azubis besteht einiges an Nachholbedarf- schon seit Jahren ziehen sich die Arbeitgeber mit allerlei Ausstiegsklauseln aus den Übernahmeregelungen. Auch bei der Ausbildungsvergütung sieht es düster aus: In den letzten vier Jahren gab es gerade mal ein plus von durchschnittlich 115 Euro – das reicht kaum, um die Preissteigerung bei Wohnung und Lebensmitteln auszugleichen! Wir unterstützen eure Kämpfe zur konsequenten Durchsetzung einer klaren Übernahmeregelung sowie einem fixen Anheben der Azubivergütung um 100 Euro!

Es ist jedes mal dasselbe: Es kommt darauf an, die Forderungen gegen die Angriffe von Staat und Unternehmen zu verteidigen – gemeinsam und solidarisch. Je mehr KollegInnen sich für ihre Forderungen einsetzen, desto mehr Druck könnt ihr aufbauen. Umso wichtiger ist eine Laufzeit von nur 12 Monaten: Denn dann könnt ihr gemeinsam mit den KollegInnen im öffentlichen Dienst der Länder noch mehr Druck aufbauen. Die Aufspaltung der Tarifverhandlungen war ein gezielter Angriff zur Schwächung eurer Kampfkraft, vor allem zu Lasten der KollegInnen der Länder. Lasst euch nicht in Bund&Kommunen und Länder aufspalten – kämpft gemeinsam für eure Forderungen!
In diesem Sinne wünschen wir euch viel Erfolg und Kraft für eure Tarifkämpfe und sichern euch unsere vollste Unterstützung zu!

GEMEINSAM FÜR:
– 3,5% mehr Lohn für alle!
– 100€ Festbetrag – auch für Auszubildende!
– Aufhebung der Spaltung im öffentlichen Dienst, 12 Monate Laufzeit!

Download: Für kämpferische Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst!

weitere Infos:
http://www.lz.de/owl/10838154_Update_Verdi-Kundgebung_auf_dem_Jahnplatz.html
http://www.nw-news.de/owl/kreis_guetersloh/top_news_kreis_guetersloh/10839576_Verdi_zieht_die_Daumenschrauben_an.html
http://www.jungewelt.de/2014/03-28/047.php

Am 8.März auf nach Bielefeld zur Demo der DGB Frauen!
Treffpunkt: Kronenplatz – 16:30 Uhr – (am Brunnen vor C&A)
Demonstrationszug zum Ravensberger Park mit Zwischenstopps bei Karstadt und Jahnplatz.
weitere Infos: www.dgb-frauen.de

Frauen können in unserer Gesellschaft alles werden: Bundeskanzlerin, Automechanikerin oder Aufsichtsratsvorsitzende. Die Benachteiligung von arbeitenden Frauen gilt heutzutage als überwunden. Vorbei sind die Zeiten, in denen für Frauen der Platz am Herd vorgesehen war. Uns wird gesagt: Frauen können heutzutage alles machen, was früher Männern vorbehalten war – z.B. von eigener Arbeit leben und ein selbstständiges Leben führen. Doch selbst in dieser „Freiheit“ sind sie gegenüber den männlichen Kollegen im Nachteil.
Der Niedriglohnsektor boomt. 2010 mussten 8 Millionen Menschen zu Billiglöhnen arbeiten. Als Niedriglohn galt 2010 ein Stundenlohn von weniger als 6,90€. Es ist klar, was das dann für den Geldbeutel heißt: Ist die Miete, das Monatsticket und ein bisschen Essen bezahlt, bleibt kaum noch etwas übrig für schöne Dinge, die über reine Lebenserhaltung hinaus gehen. Aber wen betrifft das?