Aufruf zur Mahn- und Gedenkveranstaltung am 5. September 2015 in Stukenbrock
Sonnabend, 5. September

Sowjetischer Soldatenfriedhof Stukenbrock, Senner Straße
14.00 Uhr Friedhofsführungen
15.00 Uhr Kranzniederlegung

anschließend
Gedenkansprache:
Hans Coppi Vorsitzender der VVN BdA Berlin

Die Opfer bleiben unvergessen

„UND SORGET IHR, DIE IHR NOCH IM LEBEN STEHT , DASS FRIEDEN BLEIBT, FRIEDEN ZWISCHEN DEN MENSCHEN, FRIEDEN ZWISCHEN DEN VÖLKERN“
Diese Mahnung wurde in Stein gemeißelt auf dem sowjetischen Soldatenfriedhof in Stukenbrock.
Vor siebzig Jahren wurde Europa von den Soldaten der Sowjetunion und deren westlichen Verbündeten vom Faschismus befreit. Dreizehn Millionen Soldaten und 14 Millionen Zivilpersonen

Sehr geehrte Antimilitaristinnen und Antimilitaristen, liebe Friedensfreunde,

wir als SDAJ Gütersloh wurden gebeten, einen kleinen Einblick in unsere Kampagne „Bundeswehr raus – keinen Menschen, keinen Cent, keinen Fußbreit der Bundeswehr!“ zu geben, die wir 2010 bundesweit durchgeführt und vorangetrieben haben.
Die Kampagne hat sich, wie der Name schon sagt, mit der Bundeswehr, speziell mit der Militarisierung der Jugend in Deutschland befasst. Wie schon seit einiger Zeit bekannt, gibt es Kooperationsverträge zwischen der Bundeswehr und den Schulministerien der Länder, die es ihnen erlauben, mit Ihren speziell ausgebildeten Offizieren in die Schulen zu gehen und während einer Unterrichtsstunde Werbung für das Militär zu machen. Aber auch auf Berufsmes

Stellungnahme der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ) Gütersloh
70 Jahre Befreiung vom sowjetischen Strafgefangenlager „Stalag 326“ in Stukenbrock

In diesem Jahr 2015, begehen wir 8.Mai den 70. Jahrestag der Befreiung vom Hitlerfaschismus. Bereits am 02. April 1945 wurde das sowjetische Strafgefangenlager „Stalag 326“ in Stukenbrock, durch die Alliierten Kräfte und durch einen gut organisierten Aufstand der Gefangenen befreit. In der Zeit von 1941-1945 sind hier mehr als 65.000 sowjetische Kriegsgefangene, von der Zwangsarbeit für die deutsche Kriegswirtschaft, in Barracken und Löchern hausend, wie Tiere zu Tode gequält worden.

Aufruf zum Ostermarsch OWL/Senne 2015:
Kriege stoppen – Atomwaffen ächten – Für einen Nationalpark Senne

04.04.15 – Jahnplatz – Bielefeld

Verbot von Rüstungsexporten und die Umstellung der Rüstungsproduktion auf zivile Güter

Mit Waffenexport und ungerechten Wirtschaftsbeziehungen tragen EU und NATO Staaten eine Verantwortung für Flucht und Vertreibung von Millionen Menschen. Für die Kriege im Nahen und Mittleren Osten tragen USA und Mitgliedsstaaten der EU eine Mitverantwortung. Europa schottet sich gegen Flüchtlinge ab, anstatt die Flüchtlinge aufzunehmen. Sollen Fluchtursachen bekämpft werden, gilt es, die Rüstungsexporte zu stoppen.
Die Kriege um Rohstoffe und geopolitische Macht sind der Nährboden des Terrorismus. Nur eine Abkehr von der Kriegspolitik von NATO, EU und Bundeswehr kann der Spirale der Gewalt, die jetzt verstärkt die westlichen Länder erreicht, ein Ende setzen.

Am 2. April 2015 anläßlich des 70.Jahrestages der Befreiung des sowjetischen Kriegsgefangenenlagers Stalag 326 (VI/VK) führt der Arbeitskreis BLUMEN FÜR STUKENBROCK ein Erinnerungstreffen durch. Mit einer Kranzniederlegung um 16.30 Uhr an der Informationstafel im Eingangsbereich der Landespolizeischule „Erich Klausener“, wird den Opfern wie den Überlebenden gedacht.
Angesichts der Zunahme rechter, neofaschistischer Kräfte und der drohenden Kriegsgefahr in Europa durch die gegenwärtigen Krise in der Ukraine, erinnert der Arbeitskreis an die Mahnung der Opfer des Stalag 326 (VI/VK): „Und sorget ihr, die ihr noch im Leben steht, dass Frieden bleibt, Frieden zwischen den Menschen und Frieden zwischen den Völkern“. Mit diesem Anliegen lädt der Arbeitskreis zur Teilnahme an dem Erinnerungstreffen ein.

Liebe Genossinnen und Genossen,
Liebe Freundinnen und Freunde,

die Liste ist lang: Mali, die Zentralafrikanische Republik, Palästina, Irak, Syrien, die Ukraine gehören dazu. Zur Liste der Länder, die vom Imperialismus mit Krieg überzogenen werden.
In 17 Auslandseinsätzen führt die Bundeswehr Krieg. In der Ukraine steht Deutschland an der Seite der faschistischen, Putschregierung. Im Nahen Osten liefert Deutschland großzügig Waffen an seine Verbündeten wie Saudi-Arabien und die Türkei. An Staaten also, die ihrerseits den IS nach Kräften unterstützen. Nachdem man die Region erst aktiv ins Chaos gestürzt hat, spielt man sich jetzt in Art eines Kolonialherren als Schutzmacht auf. Durch Waffenlieferungen an Perschmerga und eine Bundeswehr-Mission versucht die Bundesregierung, einen Teil der kurdischen Kräfte als Gefolgsleute für sich aufzubauen und aufzurüsten.

Längst ist klar, wofür diese Kriege geführt werden: Für die Profite der Banken und Konzerne. Diese Banken und Konzerne befinden sich seit 2007 wieder einmal in einer tiefen Krise. Seit 2007 befindet sich der Kapitalismus wieder einmal in einer tiefen Krise. Kein Wunder, denn die Krise gehört zum Kapitalismus, wie Marktwirtschaft, Konkurrenz und Ausbeutung.
Im Konkurrenzkampf auf dem Markt sind die Konzerne gezwungen den größtmöglichen Profit zu erzielen. Aber die Märkte sind erschöpft. Die Profite können nicht mehr gewinnbringend investiert werden.
Zwar fehlt uns an allen Ecken und Enden das Geld. Es fehlt uns bei Bildung, Sozialem, in der Lohntüte, bei Kultur, Freizeit, kurz unserem Lebensstandard. Doch dafür wird es nicht verwendet, weil das nicht den Profitinteressen der Unternehmen entspricht.
Stattdessen müssen neue gewinnversprechende Investitionsmöglichkeiten her. Und dazu muss das eigene wirtschaftliche Einflussgebiet ausgeweitet werden. Sei es durch „Geld und Diplomatie“ oder mit militärischen Mitteln.
Doch die Welt ist begrenzt und unter einigen Großmächten aufgeteilt. Was sich die eine Großmacht unter den Nagel reißen will, muss sie einer anderen entreißen. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz treffen sich jährlich Regierungsvertreter der imperialistischen Großmächte und ihrer verbündeten Staaten. Außerdem hohe Militärs und Konzernchefs. Einerseits geht es darum, gemeinsam die nächsten Kriege in aller Welt zu planen. Andererseits wird hinter den Kulissen auch über die Aufteilung der Welt neu verhandelt. Die Imperialisten streiten darum, wer das größte Stück vom Kuchen abbekommt. Und der deutsche Imperialismus ist dabei auf dem Vormarsch.

Denn anders als viele andere, ist die deutsche Wirtschaft gestärkt aus der Krise hervorgegangen. Deutschland hat die Krise genutzt, um die ökonomische und politische Vorherrschaft über EU-Europa zu erringen. Die Bundesregierung diktiert den sogenannten „Schuldenländern“ die Politik. Aber selbst die konkurrierenden Großmächte Frankreich und Großbritannien fühlen sich von der deutschen Dominanz zunehmend in die Ecke gedrängt.
Doch auch militärisch ist der deutsche Imperialismus dabei, seine Großmachtstellung weiter auszubauen. Auf der SIKO 2014 hat Kriegsministerin von der Leyen angekündigt, wohin die Reise ihrer Meinung nach gehen soll. Offiziell geht es von der Leyen darum, die USA als Truppensteller durch die europäischen NATO-Staaten zu entlasten. Dazu sollen sich die kleineren, europäischen Staaten, deren Kriegsetat nicht für eine eigene große und schlagkräftige Armee ausreicht, um sogenannte „Rahmennationen“ zusammenschließen. Die kleineren Staaten sollen ihre Armeen auf einzelne Bereiche spezialisieren und diese dann in die Logistik, in die Organisations- und in die Befehlsstrukturen der sogenannten „Rahmennation“ eingliedern.
Weniger verschrobelt könnte man sagen: Der deutsche Imperialismus mit seiner starken Wirtschaft soll militärisch zur „Rahmennation“ – oder besser zum Hegemon – in Europa werden. Die kleineren Staaten in Europa sollen sich militärisch deutscher Führung unterordnen. Und das Ziel ist, dass Deutschland militärisch mit den USA konkurrieren kann.

Dieser Militarismus ist dem Kapitalismus ebenso zu eigen wie die regelmäßigen Krisen. Hinter Krieg und Krise steht das Kapital. Der Zwang, immer neue Profitquellen zu erschließen, führt dazu, dass einige, wenige Großmächte den großen Rest der Welt ausbeuten, sich ihn unterwerfen und in Abhängigkeit halten. Die ungleichmäßige Entwicklung der verschiedenen Großmächte führt dazu, dass sie untereinander über die Aufteilung der Welt immer wieder in Streit geraten müssen. Je nachdem, wer gerade der stärkste ist. Und das letzte Wort wird im Zweifelsfall mit militärischen Mitteln gesprochen. Frieden wird es deshalb nur in einer Gesellschaft ohne Konkurrenz, ohne Krisen und ohne Ausbeutung geben. Kurz: Frieden wird es nur im Sozialismus geben. Deshalb ist unsere Losung:

Krieg den Kriegstreibern!
Machen wir den Kapitalismus zur Geschichte!
Die Zukunft muss sozialistisch sein!

Unser Programm auf der RLK:
11.00 Uhr:
Alternative Stadtführung Berlin

Am 9. November 1918 wehte auf dem Brandenburger Tor die rote Fahne, im Plenarsaal des Reichstagsgebäudes nahmen revolutionäre Arbeiter Platz. Zwei Monate voller Auseinandersetzungen später, im Januar 1919, bot der sozialdemokratische Rat der Volksbeauftragten ultrarechte Freikorps auf, um die radikale Linke in Berlin zu zerschlagen. Die SDAJ lädt zu einer Führung an jene Orte ein, die mit der Novemberrevolution verbunden sind und die wie wenige andere für Weichenstellungen deutscher Geschichte im 20. Jahrhundert stehen. Wir treffen uns am 11. Januar um 11 Uhr bei der Ampel an der Ecke Kleiststraße/An der Urania (direkt vor dem Urania-Gebäude). Achtung: Die Teilnehmer sollten im Besitz einer in der Tarifzone A gültigen Fahrkarte sein!

14 Uhr Parallelprogramm Jugendforum im Kleistsaal:
Arme Jugend?! – Die Prekarisierung der Arbeit und kämpferische Strategien in Lohnkämpfen

Niedriglohn, Mini-, Teilzeit- und Nebenjobs, aber auch Armut und Erwerbslosigkeit gehören für immer mehr Jugendliche in Deutschland zur Alltagserfahrung. Die ab dem Jahr 2015 geltende Mindestlohnregelung ist eher ein Schweizer Käse als eine wirksame Garantie der Lohnuntergrenze. Und selbst wer Mindestlohn bekommt, ist vor Armut nicht gefeit.
Die Podiumsteilnehmer beraten, wie die um sich greifende Prekarisierung gestoppt werden kann, welche Bedeutung der Kampf um eine Mindestausbildungsvergütung hat und welche Ansätze für erfolgreiche Betriebs- und Gewerkschaftskämpfe sich dabei anbieten.
Mit Vertretern der SDAJ diskutieren Aktivisten aus der Gewerkschaftsjugend sowie aus linken Jugendorganisationen und -bündnissen.

Auf nach Berlin!

Kriegstreiber outen! Krieg dem Krieg heißt Kampf dem Kapital!

Die EU-Wahl 2014 hat gezeigt: Wir erleben in einen Rechtsruck in Europa – Sozialabbau, Islamfeindlichkeit und eine schärfere Einwanderungspolitik sind auf dem Vormarsch. Die „Alternative“ für Deutschland, die FPÖ in Österreich, die Front National in Frankreich: All diese Parteien konnten in den letzten Monaten deutlich zulegen. Aber statt sich gegen diese Entwicklung einzusetzen, unterstützt die deutsche Bundesregierung in der Ukraine Faschisten – namentlich die Partei Swoboda – um die Interessen der deutschen Banken und Konzerne durchzusetzen. Im Moment sind die Planungen eines Bundeswehreinsatzes in der Ostukraine im vollen Gange. Das wäre das 14. Land, in dem die Bundeswehr Krieg führt. Wozu das dient, wird auch von führenden Politikern immer offener ausgesprochen: Horst Köhler (Bundespräsident bis 2010 ) betonte, dass„…auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege“ und erst vor kurzem meinte Joachim Gauck (amtierender Bundespräsident), dass „…es manchmal erforderlich ist auch zu den Waffen zu greifen.

Militarismus vs. Jugend

Tagtäglich erleben wir in Schule, Betrieb und Uni, wie gekürzt und zusammengespart wird: Unbezahlbare Mensapreise, Kopiergeld, marode Schulen, überfüllte Klassen, steigende Semesterbeiträge. Jährlich fehlen über 300.000 Ausbildungsplätze – statt genügend Lehrstellen bereit zu stellen, werden Jugendliche aber in sinnlose Warteschleifen gesteckt oder als billige Arbeitskräfte genutzt. Die Bundesregierung hat angeblich kein Geld. Während der „Verteidigungshaushalt“ aber bei 32 Milliarden Euro liegt und die amtierende „Verteidigungsministerin“ aktuell für eine deutliche Aufstockung des Etats wirbt, werden nur 13 Milliarden für Bildung ausgegeben. Das Geld ist also da – statt es aber für eine kostenlose Bildung zu nutzen, werden damit Bundeswehreinsätze in aller Welt finanziert.

Die Novemberrevolution – kämpfen lohnt sich!
Dass der deutsche Imperialismus Krieg führt, ist allerdings nichts Neues. Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg sprachen sich schon 1914 konsequent gegen den Ersten Weltkrieg aus. Mit der Ablehnung der Kriegskredite, mit Streiks und Demonstrationen leisteten sie Widerstand und kämpften für eine Gesellschaft, in der die Rechte der arbeitenden Bevölkerung nicht ständig in Beschuss stehen. Mit der russischen Oktoberrevolution von 1917 vor Augen war es dann 1918 auch in Deutschland soweit: In der Novemberrevolution erkämpften sie den 8-Stunden-Tag, das Frauenwahlrecht und Koalitions-, Versammlungs- und Pressefreiheit, das Recht der Arbeiter auf Betriebsräte und Kündigungsschutz. Auch wenn das eigentliche Ziel der Novemberrevolution – ein sozialistisches Deutschland – nicht erreicht wurde und die Herrschenden Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg ermorden ließen, zeigt dieses Beispiel dennoch deutlich: Widerstand lohnt sich! Damals wie heute.

Kriegstreiber haben Namen und Adressen!

Hinter den Bundeswehreinsätzen in aller Welt, hinter der Abwälzung der Krisenlasten auf die arbeitende und lernende Bevölkerung steht das Interesse der deutschen Banken und Konzerne.
Doch auch Kriegstreiber haben ihre Zusammenkünfte. Am 7.-9. Februar 2015 findet die so genannte NATO-Sicherheitskonferenz statt, auf der die nächsten Kriegseinsätze in aller Welt geplant werden – vier Monate später, am 4./5. Juni, treffen sich die G7, um darüber zu beraten, wie Ausbeutung, Kriege und Umweltzerstörung noch besser funktionieren. Wir wollen die Treffen der Kriegstreiber verhindern und rufen deshalb dazu auf, sich an den Protesten gegen die NATO-Sicherheitskonferenz und den G7-Gipfel zu beteiligen!

Make capitalism history – Jugend gegen Krieg!
Wir wollen uns in Gedenken an Lenin, Liebknecht und Luxemburg für unsere Interessen und gegen Sozialabbau und Kriege einsetzen! Deshalb fahren wir gemeinsam zum Lenin-Liebknecht-Luxemburg-Wochenende. Aus ganz Deutschland organisieren wir Busse oder andere gemeinsame Anreisen nach Berlin. Am Samstag werden wir an der Rosa-Luxemburg-Konferenz der jungen Welt teilnehmen und am Sonntag unsere Losungen gemeinsam mit 10.000 anderen Menschen auf die Straße tragen.

weitere Infos:
>> http://www.sdaj-netz.de/lll-wochenende/
>> http://www.rosa-luxemburg-konferenz.de/de/

Solidarität mit dem kurdischen Widerstand!

Wir solidarisieren uns mit den Verteidigern von Kobanê und den kurdischen Autonomiegebieten. Wir klagen den deutschen Imperialismus an, gemeinsam mit den NATO-Partnern das Morden in Kurdistan herbeigeführt zu haben! Niemals – auch wenn es heute in den Worten der Kanzlerin anders klingt – ging und geht es um den Schutz der Kurden in Nordsyrien.

Kopierflyer der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ) zur aktuellen Situation in Kobanê (PDF 1,2 MiB)

Solidarität mit dem kurdischen Widerstand in Rojava!
Halt stand, freies Kobane!
Nach drei Wochen der erfolgreichen Verteidigung der Stadt Kobanê (arabisch: Ain Al-Arab) durch die Volksverteidigungseinheiten (YPG) ist der Islamische Staat (IS) nun bis ins Stadtzentrum von Kobanê vorgerückt. Den Kanton Kobanê hat der IS bereits im Laufe der letzten Wochen erobert. Sollte die Stadt Kobanê fallen, bricht auch die Verbindung zwischen den Autonomiegebieten Efrîn und Qamischli ab, die zusammen Rojava bzw. Westkurdistan bilden. Kobanê gilt als Zentrum der kurdischen Selbstverwaltungsgebiete im Norden Syriens. Die kurdischen Autonomiegebiete werden von allen Seiten bekämpft, sie unterliegen Blockaden, sodass der Aufbauprozess einer eigenen Verwaltung ein steiniger Weg war. Trotzdem wurden in diesem Prozess innerhalb der letzten zwei Jahre große Fortschritte gemacht. Ziel war die Errichtung einer solidarisch organisierten Selbstverwaltung.

Sowjetischer Soldatenfriedhof Stukenbrock-Senne, Senner Straße

Sonnabend, 6. September
14.00 Uhr Friedhofsführungen
15.00 Uhr Kranzniederlegung

Gedenkansprachen:

Roman Franz Landesverband Deutscher Sinti und Roma NRW
Lühr Henken Berliner Friedenskoordination
Arno Klönne Soziologe Paderborn

Das Jahr 2014 hat viele Gedenktage. Dazu gehört besonders die Erinnerung an den Beginn des I. Weltkrieges vor 100 Jahren und des II. Weltkrieges vor 75 Jahren.
Nie darf vergessen werden, wie viel Leid und Elend der Menschheit mit diesen Kriegen angetan wurde. Das „Nie wieder Krieg und Faschismus“ von 1945 sollte als stete Mahnung an die Überlebenden und die kommenden Generationen verstanden werden.
1990 schien der Kalte Krieg zwischen West und Ost friedlich beendet zu sein. Die Gegenwart zeigt, dass das nicht von allen Beteiligten so gesehen wurde. Die NATO erweiterte entgegen der damaligen Erwartungen ihren Einfluss nach Osten. Ihre Truppen stehen heute an den Grenzen Russlands. Eine beispiellose Einmischung von Politikern der USA und der EU in die inneren Angelegenheiten der Ukraine und das Streben nach Eingliederung dieser ehemaligen Sowjetrepublik in die Strukturen der EU sieht Russland offenbar als Bedrohung. Nicht gegen, sondern nur mit Russland ist der Friede in Europa zu sichern. Die deutsche Außenpolitik sollte das als ehernen Auftrag aus der Geschichte vorleben!
Es darf nie vergessen werden, das die Völker der damaligen UdSSR für die Befreiung Europas und Deutschlands von der Naziherrschaft über 20 Millionen Tote zu beklagen hatten. Dazu gehören auch die 65.000 im Lager 326 VI-K in Stukenbrock von Deutschen zu Tode gequälten sowjetischen Kriegsgefangenen, die in der Erde des heutigen Sowjetischen Soldatenfriedhofs ruhen.
In der Zeit des Kalten Krieges ließ die CDU- NRW Landesregierung 1954 die Glasplastik, die eine rote Fahne symbolisierte, von dem Denkmal auf dem Friedhof entfernen. Das Denkmal hatten die Überlebenden für ihre toten Kameraden errichtet. Die rote Fahne war ihr Symbol des Sieges über Hitlerdeutschland.
Bis heute wurde, trotz erklärter Absicht der Landesregierung, das Denkmal in seiner ursprünglichen Form wieder herzustellen, nichts dergleichen getan. Die Feindbilder aus der Zeit des Kalten Krieges sind offenbar bis heute nicht überwunden. Dieses Verhalten widerspricht den Absichtserklärungen führender deutscher Politiker.
Wir fordern:

– Schluss mit dem Kalten Krieg gegen Russland!
– Deutsche Außenpolitik muss Friedens- und Entspannungspolitik sein!
– Ob in Syrien oder der Ukraine: Alles ist zu tun für friedliche Konfliktlösungen!
– Rüstungsexporte stoppen, denn Rüstung begünstigt Kriege!
– Keine Modernisierung der USA- Atomwaffen, sondern ihren Abzug!

UND SORGET IHR, DIE IHR NOCH IM LEBEN STEHT, DASS FRIEDEN BLEIBT, FRIEDE ZWISCHEN DEN MENSCHEN, FRIEDE ZWISCHEN DEN VÖLKERN!

In diesem Sinne laden wir ein zu einer Mahn- und Gedenkveranstaltung zum Antikriegstag am Sonnabend, dem 6. September 2014 auf dem Sowjetischen Soldatenfriedhof in Stukenbrock.
Arbeitskreis Blumen für Stukenbrock e.V.

weitere Infos: http://blumen-fuer-stukenbrock.de/