Traditionell steht das erste Septemberwochenende im Zeichen des Antikriegstages. In Stukenbrock, wo im Stalag 326 zwischen 1941 und 1945 ca. 65.000 Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter aus der Sowjetunion zu Tode geschunden wurden, wird ebenfalls der Toten gedacht. In ganz Ostwestfalen-Lippe ist die Geschichte des Lagers und seiner Befreiung durch dort internierte Gefangene ein wichtiger Anlass des Gedenkens und der Mahnung. Auch mehr als 70 Jahre später gilt es, Lehren aus dieser Geschichte zu ziehen um gegen Faschismus und Krieg heute vorzugehen.

Nahe der Gedenkstätte findet deshalb jedes Jahr, neben der Gedenkveranstaltung, das Antifaworkcamp statt. Anfangs ins Leben gerufen, um den Friedhof und das Gedenken vor Übergriffen zu schützen, treffen sich dort nun Jugendliche aus ganz NRW und anderswo zu antifaschistischer Arbeit. Dieses Jahr zählte das Camp mehr als 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Es wurde von einem Bündnis der SDAJ, den Gewerkschaften und der Landesschülervertretung organisiert und beinhaltete Angebote und Workshops verschiedener Art. Ulrich Schneider (VVN-BDA) und der Enkel des Antifaschisten und Widerstandskämpfers Peter Gingold lasen aus dessen Biographie, in zwei Argumentationstrainings wurden rhetorische Strategien gegen Rechte Parolen und Verschwörungstheorien erarbeitet, außerdem zählten zwei Filme zum Programm. Ein wichtiger Aspekt des Camps ist dessen Selbstverwaltung. Jeder und Jede packt mit an. Zusammen wird auf- und abgebaut, gekocht und geputzt, diskutiert und gestritten, gesungen und gelacht. Das Camp war in der Gedenkveranstaltung mit einem Redebeitrag vertreten, der sich mit dem Zusammenhang von Faschismus und Kapital auseinandersetzte und unter anderem zeigen sollte, wie Gefangene des Lagers als Zwangsarbeiter in die örtlichen Betriebe und auf die örtlichen Höfe verteilt wurden um der deutschen Kriegsmaschine und ihren Eigentümern als billige Arbeitskräfte zu dienen.

Damals wie heute gilt das Wort derer die an diesem Ort gelitten haben und gestorben sind:

„Und sorget ihr, die ihr noch im Leben steht, dass Frieden bleibt, Frieden zwischen den Menschen, Frieden zwischen den Völkern.“

Es ist nicht mehr lang hin, bis vom 01. bis 03. September endlich das Antifa Workcamp 2017 in Stukenbrock stattfinden wird.

Rechtsruck und Kriegspolitik stoppen! Der Rassismus in Deutschland und Europa verbreitet sich mehr und mehr. Staaten rüsten militärisch auf und auch Deutschland beteiligt sich an immer mehr Kriegen. Deswegen ist das Erinnern und Lernen aus der Zeit des Faschismus notwendiger denn je.

Aus der Vergangenheit lernen! In dem Kriegsgefangenenlager in Stukenbrock wurden während der NS-Zeit über 300.000 Menschen ausgebeutet und gequält. Sie dienten der örtlichen Industrie als Arbeitssklaven. 65.000 Menschen sind in diesem Lager durch Schwerstarbeit und Hunger getötet worden.

Kommt nach Stukenbrock! Gemeinsam wollen wir uns damit beschäftigen was im faschistischen Deutschland während des 2.Weltkriegs passiert ist und überlegen, was wir heute gegen Rassismus und Krieg tun können.

 

Das Programm:

Es gibt viele verschiedene Workshops, an denen ihr teilnehmen könnt. Hier ein paar Beispiele.

Am Samstag Nachmittag besuchen wir gemeinsam die Gedenkveranstaltung auf dem ehemaligen Lager.

Lücken in unseren Geschichtsbüchern: Wir schauen uns Widerstand gegen den Faschismus an, über den nicht viel gesprochen wird und gehen der Frage auf den Grund, warum in unseren Schulen ein so großes Lager wie das Stalag 326 kaum Erwähnung findet.

Verschwörungstheorien: Ob durch Ken Jebsen oder Jürgen Elsässer –  Verschwörungstheorien sind auf dem Vormarsch. Die Verfechter der meist sehr absurden Theorien lassen sich inhaltlich rechten Bewegungen zuordnen und treten mitunter offen antisemitisch auf. Ihre Theorien, die Frage wieso den Quatsch überhaupt jemand glaubt und was man entgegnen kann, wollen wir in diesem Worshop diskutieren.

Antifaschismus –  Aber wie?: Wir beschäftigen uns damit, wie wir antifaschistische Positionen in der Gesellschaft verankern und unser politisches Handeln nachhaltig gestalten können.

Erkenne deinen Feind: Wir schauen uns rechte Bewegungen und ihre Symbolik an und betrachten dabei auch türkische Faschisten in Deutschland.

Rechtsruck in Europa: In immer mehr Ländern der EU gewinnen rechte Parteien und Bewegungen an Macht – beispielsweise die Front National in Frankreich oder die AfD in Deutschland. Wieso das so ist und was man rechten Parteien entgegen setzen kann lernen wir in diesem Workshop.

Kein Fuss breit den Faschisten – Demo & Blockade 1×1: Was gilt es bei Demonstrationen und Blockaden immer zu beachten und was ist im Notfall zu tun? Auf theoretische und praktische Weise bereiten wir uns vor.

Argumentationstraining gegen rechte Parolen: „Flüchtlinge nehmen uns die Arbeitsplätze weg!“  In diesem Workshop lernst du dich gegen solche und andere Parolen zu verteidigen und die Argumentationsmuster von Nazis zu durchschauen.

Das Lager Stalag 326: Was geschah in Stukenbrock? Was war besonders an dem Lager? Und warum gibt es heute die Veranstaltung „Blumen für Stukenbrock“ ?

 

Anfahrt:

Sennerstr.,Schloss Holte Stukenbrock, 33758 Stukenbrock

Von der A33 Abfahrt Nr23, Stukenbrock/Senne, auf die Paderborner Str. Richtung Oerlinghausen/Bielefeld. Nach kurzer Zeit rechts in den Lippstädter Weg. Im Ort nach rechts zum Friedhof.

Öffentliche Verkehrsmittel

Vom Bahnhof Schloß-Holte Stukenbrock nehmt ihr die Buslinie 84.1 bis zur Haltestelle „Stukenbrock Polizeischule“. Von dort aus sind es 15 Minuten zu Fuß. Immer geradeaus, den Lippstädter Weg und später die Senner Str. entlang, bis zum Ehrenfriedhof am Jägergrund. Damit ihr nicht so viel tragen müsst, werden Autos zur Bushaltestelle kommen, die euch das Gepäck abnehmen.

Anmeldung:

Wenn ihr am Camp teilnehmen wollt, dann meldet euch bitte per Mail (antifaworkcamp@riseup.net) oder facebook-Nachricht an, damit ihr einen Zeltplatz bekommt und wir die Essenseinkäufe planen können. Falls ihr mit dem Bus oder Shuttle anreisen wollt, dann meldet das auch an.

https://www.facebook.com/antifaworkcamp/

www.blumen-fuer-stukenbrock.de

 

Ich bin Victoria 22 Jahre alt aus Essen.
Am Samstag, den 04.06. des letzten Jahres habe ich mit
tausenden anderen am Gegenprotest des „Tag der deutschen Zukunft“ teilgenommen. Während die neuen Nazis durch tausende Polizisten geschützt ungestört ihre menschenverachtende Propaganda verbreiten konnten, wurde ich 8 Stunden lang auf dem Polizeipräsidium festgehalten, gedemütigt, erkennungsdienstlich behandelt und vernommen.

Im Februar dieses Jahres bekam ich dann eine Anklage wegen Widerstand und Landfriedensbruch.
Ich habe keine Straftat begangen, keine Gewalt angewendet, sondern an einer angemeldeten Demonstration gegen den besagten Aufmarsch der Neonazis teilgenommen!

AntifaschistInnen, die sich für Toleranz und gegen Fremdenhass engagieren, werden so immer wieder kriminalisiert. Es trifft wenige, aber gemeint sind alle.

Gemeint sind alle, die aktiv sind gegen rechts, die den Mund aufmachen, die nicht weggucken, wenn in diesem Land wieder Faschisten marschieren und rassistische Parteien 20% der Stimmen bekommen.

Wir brauchen jetzt Deine Solidarität! Macht den
Fall bekannt, informiert euch auf der Facebook-Seite „Solidarität mit Victoria und Marina“, sprecht mit FreundInnen und KollegInnen darüber und spendet, damit ich die Prozesskosten nicht alleine tragen muss!

Spenden an:
DKP Essen
Sparkasse Essen
IBAN: DE15360501050005102405
Verwendungszweck: „Solidarität mit Victoria“

Wir solidarisieren uns mit den betroffenen AntifaschistInnen und veranstalten deshalb am 08.Mai, eine Soli Party in der Potemkin Bar in Bielefeld. Wir werden Spendendosen rum reichen und laden euch, bei gemütlichen Bier und Snacks,  zur gemeinsamen Diskussion über Polizei Repressionen gegen AntifaschistInnen  ein. 

Ab 19 Uhr geht’s los, kommt alle vorbei!

-> Potemkin Bar (Heeper Str.28)

Liebe Friedensfreundinnen und Freunde,

am 22. Juni 1941 überfiel Deutschland die Sowjetunion. Noch bevor dies geschah wurde in Stuckenbrock ein Kriegsgefangenenlager eingerichtet unter dem Namen Stalag 326. Dieses Lager brachte im Laufe des Krieges ungefähr 65.000 Toten durch Hungersnot, und durch Deutsche Soldaten Ermordete mit sich.

Am 02.April 1945 haben es die Sowjetischen Soldaten geschafft die Lagerwache zu entwaffnen, und begannen gleich nach der Befreiung mit ihren letzten Kräften die Errichtung eines Sowjetsoldaten Friedhofs. Im Mittelpunkt dieses Friedhofs steht ein 10 Meter hoher Obelisk als Mahnmal an diese Menschenunwürdigen Taten.

Heutzutage ist dieser Friedhof in Stuckenbrock eine Gedenkstätte, wo regelmäßig öffentliche Führungen und Veranstaltungen stattfinden.

Traditionell fuhren regelmäßig am ersten September Wochenende dem Anti Kriegs Tag Jugendliche zu der Gedenkstätte um sie vor Vandalismus zu schützen und gleichzeitig über aktuelles antifaschistisches und antimilitaristisches Engagement zu diskutieren.

Auch dieses Jahr wird es ein solches Camp geben, den am 01.-03.September findet das Antifa Workcamp unter dem Thema ,,Kriese, Krieg, Faschismus – Gemeinsam aus der Geschichte lernen“ statt.

Kommt vorbei und lasst uns zusammen darüber reden und diskutieren, denn gerade heutzutage ist es besonders wichtig das die Geschichte nicht in Vergessenheit gerät und wir gemeinsam diskutieren wie man Faschismus, Rassismus und Krieg verhindern kann.

 

weitere Infos und Programm folgen:

->facebook.com/antifaworkcamp2017

Stellungnahme der SDAJ Ostwestfalen Lippe –  

zum AfD Landesparteitag in Rheda Wiedenbrück 26.+27.11.16

Am kommenden Wochenende (26. + 27.11) wird die AfD ihren Landesparteitag, im A2 Forum in Rheda Wiedenbrück abhalten. Was inhaltlich dabei rum kommt, wenn sich Nazis in Nadelstreifenhemden und Krawatte treffen, dürfte mittlerweile allen aufgefallen sein – rassistische Parolen, Trump Lobesreden und vor allem, wie man 2017 diese Parolen im Wahlkampf der deutschen Bevölkerung verkauft.

Die AfD – eine Alternative für Wen?

Die Afd ist eine Alternative für die Reichen. Alle politischen Maßnahmen schlagen in die gleiche Kerbe wie schon Agenda 2010, Hartz 4 und ähnliche Regierungsprojekte der letzten Jahrzehnte. Nur liegt die AfD dabei ein ganz anderes Tempo vor.

Die Politik der AfD ist ein Rückschritt sondergleichen  und nur eine Alternative für diejenigen, denen die Politik der bisherigen Regierung nicht schnell und massiv genug ist. Für alle anderen, für diejenigen die keine reichen Eltern haben, die arbeiten und arbeiten gehen werden, hat die AfD rein gar nichts zu bieten. Wenn wir ein gutes Leben wollen, müssen wir gegen diejenigen kämpfen, die uns unsere Rechte nehmen wollen. Und zu denen gehört ganz klar auch die AfD!

Als sozialistische Jugendorganisation finden wir uns mit den herrschenden Zuständen nicht ab. Wir setzten uns für das Recht auf Ausbildung und Arbeit für alle ein. Für das Recht auf Bildung für alle. Gegen Rassismus und Faschismus. Für dauerhaften Frieden. Für diese, unsere Interessen, müssen wir selber kämpfen – in Betrieb, Schule, Universität und auf der Straße! Wir haben keinen Bock mehr auf Gesellschaft in der Profite wichtiger sind als die Menschen!

Wir, die SDAJ Owl stellen uns deshalb klar gegen den AfD Landesparteitag und unterstützen den Protest, gegen diese reaktionäre und menschenfeindliche Politik!

 

Datum:
Samstag, 26. November 2016 – 10:00
Ort:
Vor dem A2-Forum, Rheda-Wiedenbrück

Die AfD-NRW kommt mit ihrem Parteitag nach Rheda-Wiedenbrück ins A2-Forum.
Das Aktionsbündnis gegen den AFD-Parteitag ruft zur Demo auf.

Stellungnahme der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ) Gütersloh
zur Flüchtlings-Demonstration am 15.11.15 in Hövelhof

Am letzten Sonntag fand eine Demonstration in Hövelhof, zur Situation der dort lebenden Flüchtlinge statt. Die Veranstalter wollen auf die Folgen der im Bundestag beschlossenen Einschätzung, die ehem. Jugoslawischen Länder seien „sichere Herkunftsländer“ aufmerksam machen, als auch auf die Verantwortung Deutschlands als Aggressor in den Herkunftsländern die Geflüchteten menschenwürdig unterzubringen und ihnen Asyl zu bieten.
Wir erklären uns solidarisch mit dem Protest und unterstützen diese Forderungen.

Niemand flüchtet freiwillig!

Das Vorurteil des „Wirtschaftsflüchtlings“ ist noch immer tief verankert; hartnäckig hält sich das Gerücht, Flüchtlinge bekämen bis zu 8.000 Euro bei ihrer Ankunft in Deutschland. Die Realität sieht anders aus:
Flüchtlinge leben in Deutschland meist unter unzureichenden Bedingungen auf engstem Raum, dürfen sich nicht frei bewegen, und ihnen wird verboten zu arbeiten. Ob sie wollen oder nicht, sie sind auf mickrige staatliche Unterstützung angewiesen und haben kein Chance sich eine Perspektive aufzubauen. Hinzu kommt die permanente Angst, abgeschoben zu werden.

Es gibt viele Gründe für Flucht: Armut, Krieg, Hunger, Vertreibung, politische Verfolgung, Unzufriedenheit. Flüchtenden zu unterstellen, sie kämen nur aufgrund der „Anreize“ deutscher Sozialpolitik nach Deutschland, sie kämen um sich hier ein laues Leben zu ermöglichen, ist pure Ignoranz und Hetze.
„Wir sind hier, weil ihr unsere Länder zerstört“. Dieser Satz ist auf den Plakaten protestierender Flüchtlinge zu lesen. Und damit haben sie Recht: Dass die Außenpolitik Deutschlands und der anderen NATO-Staaten zu den Umständen in den Heimatländern der Flüchtlinge beiträgt, wird deutlich, wenn in Ländern wie dem ehemaligen Jugoslawien –die Herkunftsländer der hier Betroffenen- oder auch Syrien imperialistischen Mächte unter dem Deckmantel von „Demokratisierung und Friedenseinsätzen“ das politische System nach den Interessen der Banken und Konzerne umwälzen wenn nötig mit militärischen Mitteln. Dass es dabei nicht um Demokratie oder die Verteidigung von Menschenrechten geht, wird schnell klar. Es geht um Einflusssphären für deutsche Politik und Unternehmen, um Absatzmärkte und Rohstoffe, geostrategische Interessen, um billige Arbeitskräfte. Sie hinterlassen Armut und Krieg in den betroffenen Ländern und schaffen schließlich auch die Bedingungen für andauernde Gewalt. Mit einer Verschärfung von nationalen Konflikten nimmt natürlich auch die politische Verfolgung zu. Hier hat Deutschland seine Finger tief mit drin. Die genehmigten Waffenexporte der Bundesregierung, haben im ersten Halbjahr 2015 bereits den Wert des gesamten Vorjahres erreicht. Diese Waffen werden unter anderem nach Saudi Arabien und die Türkei geliefert – Länder die unter anderem den IS direkt ausstatten.

Die Situation wird sich nur ändern, wenn wir auch die Fluchtursachen bekämpfen. Ohne den Stopp von Auslandseinsätzen und Waffenexporten wird sich langfristig nichts ändern. Aber wir wissen um den Reichtum, den dieses Land hütet. Vor wenigen Jahren wurden über Nacht Milliarden zur Rettung von „systemrelevanten Banken“ bereitgestellt. Für Menschlichkeit und Solidarität fehlt dieses Geld bisher.

Wir fordern deswegen:
– Sofortiges Ende der Kategorie von angeblich sicheren Herkunftsländern. Bleiberecht für alle!
– Die sofortige Eingliederung von flüchtenden Kindern in den Schulunterricht mit entsprechender
– Unterstützung, menschenwürdige und dezentrale Unterbringung der Flüchtenden in Wohnungen und die Gewährleistung von medizinischer Versorgung
– Aussetzung des Dublin Abkommens, Öffnung der Grenzen und damit die sofortige Legalisierung von Fluchtwegen.
– Sofortiger Abzug der Bundeswehr aus allen Auslandseinsätzen.

Am kommenden Samstag den 03.Oktober wollen erneut Neonazis in Hamm aufmarschieren, um ihre menschenverachtende Ideologie gegen Flüchtlinge zu richten.
In Hamm mobilisiert bereits ein breites Bündnis gegen den Naziaufmarsch.
Unter dem Motto „Das Problem heißt Rassismus – Geflüchtete unterstützen!“ wird am Samstag eine Gegendemonstration, ab 12:00 Uhr auf der Gustav-Heinemann-Straße (vor dem Technischen Rathaus) stattfinden. Wir die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ), werden am Samstag ebenfalls die Gegendemonstration unterstützen, um ein klares Zeichen gegen Rassismus und Faschismus hier in der Region zu setzen.



Wir dokumentieren im weiteren den Aufruf des „antifaschistischen Jugendbündnisses Hamm“:

Am kommenden Samstag, den 3. Oktober wollen erneut Neonazis in Hamm aufmarschieren und ihre menschenverachtenden Parolen rufen. Viele Hammer Gruppen, Verbände und Organisationen rufen dazu auf, sich an der großen gemeinsamen Gegendemonstration zu beteiligen.

Treffpunkt für die Demonstration ist am Samstag um 12:00 Uhr auf der Gustav-Heinemann-Straße (vor dem Technischen Rathaus). Um 12:30 Uhr beginnt die Demonstration, die durch die Hammer Innenstadt führt. Der Endpunkt ist vor dem Gustav-Lübcke-Museum auf der Neuen Bahnhofstraße. Dort versammelt sich der Nazi-Aufmarsch, so dass wir lautstark klar machen können, dass ihre Hetze in unserer Stadt nicht willkommen ist. Ende ist gegen ca. 14 Uhr.

Die Demonstration unter dem Motto „Das Problem heißt Rassismus! Geflüchtete unterstützen!“ richtet sich dabei nicht nur gegen den Naziaufmarsch. Egal ob Pegida, AfD oder die Verschärfung der Asylgesetze: Das Problem heißt Rassismus und muss als solches benannt werden. Gemeinsam wollen wir zeigen, dass wir solidarisch mit allen Geflüchteten sind. Schon am vergangenen Samstag, als sich 200 Menschen vor die ZUE stellten und am Sonntag, als tausende Besucher zum Tag der offenen Tür in die ZUE strömten, setzten sich viele für eine bessere Anerkennung von Geflüchteten ein. Am kommenden Samstag wollen wir gemeinsam zeigen, dass Hamm alle Geflüchteten willkommen heißt und rechter Hetze entgegentritt.

Wie in den vergangenen Jahren wird die Demonstration erneut vom antifaschistischen Jugendbündnis haekelclub 590 organisiert. Zu der Demonstration rufen neben dem DGB, dem Evangelischen Kirchenkreis Hamm, der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde, der Flüchtlingshilfe Hamm e.V. und den Parteien SPD, Grüne und Linke auch der gesamte Runde Tisch gegen Radikalismus und Gewalt auf. Diesem gehören die Stadt Hamm, die Parteien, die Kirchen, die IHK, Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverbände, die Wohlfahrtsverbände, die AIDS-Hilfe, die Arnold-Freymuth-Gesellschaft und viele weiter an.

Gemeinsam können wir am Samstag ein starkes Zeichen gegen rechtes Gedankengut setzen.

weitere Infos: http://haekelclub590.de/

Gemeinsame Erklärung der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ) und der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP)

Der kommunistischen Partei der Ukraine (KPU) wurde der Parteienstatus entzogen und durch den Justizminister die Beteiligung an Wahlen untersagt. Die an die Macht geputschte mit Faschisten durchsetzte Regierung des pro-EU eingestellten Unternehmers und jetzigen Präsidenten der Ukraine Petro Poroschenko hat damit den nächsten Schritt im Verbotsverfahren gegen die KPU und andere kommunistische Organisationen eingeleitet.

Bereits im April hatte das neue, pro-westliche Regime kommunistische Symbole, aber auch kapitalismuskritische Äußerungen in Schriften oder Videos verboten. Die Regierung fährt einen sozialreaktionären Kurs mit der Hoffnung auf eine Integration in westliche Freihandelsabkommen. Manche Oligarchen setzen dabei eher auf eine Zusammenarbeit mit der USA, andere hoffen eher auf eine Annäherung an die EU als Zollunion und suchen (und finden!) vor allem Kontakte in die Bundesrepublik, wie zum Beispiel der Bürgermeister von Kiew Vitali Klitschko. Ihnen gemeinsam ist der unbedingte Wille den ukrainischen Nationalismus zu fördern um eine arbeiterInnenfeindliche Politik des Sozialabbaus, der Aufrüstung und Entdemokratisierung durchzusetzen. Gleichzeitig führt die Kiewer Regierung trotz der Minsker Vereinbarungen und im offenen Bruch mit diesen einen Krieg gegen die Volksrepubliken im Donbass, der sich vor allem gegen die Zivilbevölkerung und die zivile Infrastruktur richtet.

Die KPU steht für den Widerstand gegen den sozialreaktionären Kurs und die Kriegspolitik der Regierung in Kiew. Deshalb werden ihre Mitglieder verfolgt und deshalb steht die Partei auf der Verbotsliste. Derweil stützt die Regierung ihre Macht auch auf faschistische Freiwilligenbataillone, welche Angriffe auf AntifaschistInnen, JüdInnen und sogenannte SeperatistInnen durchführen.

Wir verurteilen diese antidemokratische Praxis und fordern die Aufhebung aller Einschränkungen der kommunistischen Organisationen der Ukraine! Bereits jetzt ist in den Regionen, die unter der uneingeschränkten Kontrolle der Regierung stehen eine Ausbreitung faschistischer Organisationen, ein aufblühender Nationalismus, ein rasanter Anstieg antisemitischer und homosexuellenfeindlich motivierter Gewalttaten zu verzeichnen. Gleichzeitig werden Sozialausgaben reduziert, Staatsbetriebe privatisiert, Löhne gesenkt und Gewerkschaften in ihrer Arbeit behindert. Dies führt zu einer extremen Verarmung der Bevölkerung. Medizinische Versorgung, Renten oder Sozialgehilfen befinden sich im freien Fall. Hier zeigt sich die Perspektive, die der Imperialismus den Menschen bietet.

Wir stellen uns an die Seite aller, die gegen rassistische Spaltung, antirussische Kriegshetze, Faschismus und Demokratieabbau kämpfen. Kein Verbot der KPU und der anderen kommunistischen Organisationen!

Hoch die Internationale Solidarität!

“Als die Nazis die Kommunisten holten,
habe ich geschwiegen;
ich war ja kein Kommunist.

Als sie die Sozialdemokraten einsperrten,
habe ich geschwiegen;
ich war ja kein Sozialdemokrat.

Als sie die Gewerkschafter holten,
habe ich nicht protestiert;
ich war ja kein Gewerkschafter.

Als sie die Juden holten,
habe ich geschwiegen;
ich war ja kein Jude.

Als sie mich holten,
gab es keinen mehr, der protestierte.”

Martin Niemöller

Aufruf zur Mahn- und Gedenkveranstaltung am 5. September 2015 in Stukenbrock
Sonnabend, 5. September

Sowjetischer Soldatenfriedhof Stukenbrock, Senner Straße
14.00 Uhr Friedhofsführungen
15.00 Uhr Kranzniederlegung

anschließend
Gedenkansprache:
Hans Coppi Vorsitzender der VVN BdA Berlin

Die Opfer bleiben unvergessen

„UND SORGET IHR, DIE IHR NOCH IM LEBEN STEHT , DASS FRIEDEN BLEIBT, FRIEDEN ZWISCHEN DEN MENSCHEN, FRIEDEN ZWISCHEN DEN VÖLKERN“
Diese Mahnung wurde in Stein gemeißelt auf dem sowjetischen Soldatenfriedhof in Stukenbrock.
Vor siebzig Jahren wurde Europa von den Soldaten der Sowjetunion und deren westlichen Verbündeten vom Faschismus befreit. Dreizehn Millionen Soldaten und 14 Millionen Zivilpersonen

Sehr geehrte Antimilitaristinnen und Antimilitaristen, liebe Friedensfreunde,

wir als SDAJ Gütersloh wurden gebeten, einen kleinen Einblick in unsere Kampagne „Bundeswehr raus – keinen Menschen, keinen Cent, keinen Fußbreit der Bundeswehr!“ zu geben, die wir 2010 bundesweit durchgeführt und vorangetrieben haben.
Die Kampagne hat sich, wie der Name schon sagt, mit der Bundeswehr, speziell mit der Militarisierung der Jugend in Deutschland befasst. Wie schon seit einiger Zeit bekannt, gibt es Kooperationsverträge zwischen der Bundeswehr und den Schulministerien der Länder, die es ihnen erlauben, mit Ihren speziell ausgebildeten Offizieren in die Schulen zu gehen und während einer Unterrichtsstunde Werbung für das Militär zu machen. Aber auch auf Berufsmes