Liebe Freunde,
hiermit laden wir Euch herzlich zu unserem naechsten Bildungsabend mit dem Thema:

Das Wesen der dialektisch-materialistischen Geschichtsauffassung

Grundlage für unsere Diskussion wird der gleichnamige Artikel aus der UZ vom 10.November 2006 (Ausgabe Nr. 45) S. 15 sein. Wir freuen uns auf Euch und eine gute Diskussion.

Wir treffen uns Mittwoch 20.Dezember 2006 um 19:30 Uhr im DKP Zentrum Bielefeld.

in der kategorie presse sind die aktuellen pressemeldungen zum naziaufmarsch in guetersloh vom samstag zusammengefasst.
noch mehr infos, auch zu bielefeld und minden gibt es auf hiergeblieben.de und indymedia.de.
ein paar bilder aus der „nw“ gibt es in unserer bildergallerie.

hier der artikel aus der „OWL am Sonntag“.

Bielefeld. Antifaschisten haben am Samstag in Nord­rhein-Westfalen faschistische Demonstrationen verhindert. In Bielefeld blockierten laut Polizei etwa 700 Personen einen Aufmarsch von 150 Neonazis. Zuvor hatten in der Innenstadt fast 5.000 Menschen unter dem Motto „Wir halten dagegen“ gegen die Ultrarechten demonstriert. In Gütersloh gaben etwa 80 Nazis auf, nachdem sich 200 Antifaschisten in den Weg gestellt hatten. In Minden gingen rund 1.500 Menschen gegen Nazis auf die Straße.

Quelle: Junge Welt, 18.09.2006

Bielefeld/Gütersloh/Minden (gär/mönt/raho). Etwa 150 Rechtsextremisten haben am Samstag in Ostwestfalen kaum einen Fuß auf die Straße bekommen. Ihre Aufmärsche in Bielefeld, Gütersloh und Minden wurden schon nach wenigen hundert Metern durch Sitzblockaden von Gegendemonstranten gestoppt. Die Polizei, die mit mehr als 2.000 Beamten im Einsatz war, hielt sich zurück. Aus Gründen der Verhältnismäßigkeit räumte sie den Neonazis den Weg nicht frei.

Unter dem Motto „Wir halten dagegen“ beteiligten sich allein in Bielefeld etwa 5.000 Menschen an einer zentralen Kundgebung. Rechtsextreme Gruppierungen „nutzen den Frust und die Perspektivlosigkeit vieler Menschen, um Angst vor Fremden zu schüren“, warnte die Superintendentin der evangelischen Kirche in Bielefeld, Regine Burg. Auch Oberbürgermeister Eberhard David (CDU) ergriff das Wort: „Wir setzen ein eindeutiges Signal. Extremisten haben in Bielefeld keinen Platz“, sagte er.

Zuvor hatten sich in den Morgenstunden am Bielefelder Bahnhof etwa 150 Neonazis aus Hamm, Dortmund, Gütersloh und Schaumburg versammelt. Die Rechtsextremisten wurden von einem großen Polizeiaufgebot abgeschirmt und einzeln durchsucht. Viele trugen Glatzen, schwarze Kappen und T-Shirts mit bizarren Aufschriften wie „Ewig lebt der Toten Tatenruhm“. Der Demonstrationsbeginn verzögerte sich um zwei Stunden. Unter anderem auch deshalb, weil die Neonazis nicht in der Lage waren, die erforderliche Anzahl von acht Ordnern zu stellen. Mehrere Ordner konnten nach Polizeiangaben wegen ihrer Vorstrafen nicht akzeptiert werden.

Gegen Mittag wollten die Neonazis endlich losmarschieren, doch sie kamen nur 200 Meter weit. Dann blockierten etwa 500 Menschen an der Schildescher Straße eine Bahnunterführung. Eine mögliche Alternativroute wurde von etwa 200 linksgerichteten Demonstranten, so genannten Autonomen, versperrt. Zwei Stunden standen die Neonazis still in der Spätsommersonne, dann ordnete ihr Versammlungsleiter Christian Menzer den Rückzug an. Anschließend teilten sich die Neonazis in zwei Gruppen auf und fuhren mit der Bahn nach Gütersloh und Minden. Doch in diesen beiden Städten wurden sie ebenfalls schnell ausgebremst. Weil Gegendemonstranten die genehmigte Demonstrationsroute der Rechtsextremisten blockierten, wurden diese in Minden von der Polizei in ein abgelegenes Gewerbegebiet geleitet.

In Gütersloh setzten sich ebenfalls 250 zumeist junge Menschen auf die Straße. Kurz darauf traten die Neonazis auch hier den Rückzug an. Anschließend beschwerten sie sich in allen drei Städten bei der Polizei, weil diese aus Gründen der Verhältnismäßigkeit die Gegendemonstranten, deren Zahl in Gütersloh und Minden insgesamt etwa 2.000 betrug, nicht aus dem Weg geräumt hatte. Bei einer Räumung seien jedoch Ausschreitungen zu befürchten gewesen, deshalb habe die Einsatzleitung davon nach längerer Beratung Abstand genommen, sagte ein Polizeisprecher.

Insgesamt wurden bei den Demonstrationen 13 Personen vorläufig in Gewahrsam genommen. Gegen zwei Personen wurde unter anderem wegen Steinewerfens Anzeige erstattet.

Quelle: Neue Westfälische, 18.09.2006

Gütersloh (raho). Bürgermeisterin Maria Unger, Hauptrednerin bei der Kundgebung am ZOB, dankte den Teilnehmern, dass sie ohne Zögern dabei seien, wenn es gelte, demokratisch Flagge zu zeigen. In Anspielung auf das Motto des rechten Aufmarsches („Gegen Sozialabbau und Rentenklau“) meinte Unger, natürlich gebe es auch in Gütersloh Probleme, etwa auf dem Ausbildungsmarkt oder infolge des demographischen Wandels. Mit rechtsextremem Gedankengut, importierten Demonstrationszügen und dumpfer Stimmungsmache sei jedoch noch kein einziges Problem gelöst worden – „in keinem Landtag, in keinem Kommunalparlament, in dem rechtsextreme Gruppierungen sitzen. Und deshalb wollen wir das nicht und brauchen es nicht.“

Freiheit und Demokratie müssten immer wieder neu gelebt und verdient werden, sagte Unger. „Das müssen wir vor allem unseren Kinder und Jugendliche überzeugend klarmachen. Dann sind sie umso weniger anfällig für Verführer aus dem extremen Lager, die von Kameradschaft reden, und doch nur Unterordnung und blinden Gehorsam meinen.“

Daniel Salewski von der IG-Metall-Jugend NRW warnte vor Kürzungen der Mittel für Jugendarbeit und rief die Politik zum Umdenken auf. „Jugend braucht Kümmerer, und wenn wir das nicht tun, dann übernehmen das die Rechten.“ Das dürfe nicht passieren.

Quelle: Neue Westfälische, 18.09.2006

auch blumen fuer stukenbrock ist schon wieder vorbei…….wie die zeit vergeht. wir sind alle ziemlich zufrieden mit dem camp, es ist eigentlich alles total super gelaufen.

die sdaj war dieses jahr etwas praesenter als in den vergangenen jahren, aber leider waren nicht so viele zum campen da, wie der landesverband angekuendigt hatte. doch waren wir letztes wochenende mit einen eigenem programmpunkt vertreten. david aus muenster hat einen diskussionsvortrag zum thema „gibt es gerechte kriege“ gehalten, der auch recht gut besucht war.
desweiteren hatten wir dieses jahr einen sdaj kranz bzw. stern bei der gedenkveranstaltung niedergelegt, welcher auch in einer lokalen zeitung abgebildet war.

fazit: die sdaj beteiligung war dieses jahr besser als in der vergangenheit. fuer naechstes jahr sollten wir „blumen fuer stukenbrock“ noch fester in unsere terminkalender eintragen, damit wirklich mal mehr als die owl-er im antifa camp zelten.

nun ist es schon wieder 3 wochen her, unser sdaj sommercamp. aufgrund der vielen aktionen dir die danach gelaufen sind bzw noch laufen (stukenbrock, naziaufmarsch…) haben wir bisher kaum zeit gefunden, mal ein fazit zu ziehen.
doch eins steht fest: das war bestimmt nicht das letzte sommercamp von uns!
das bisherige feedback hat gezeigt, das es euch genausogut gefallen hat wie uns. eine genauere aufarbeitung wird noch folgen. wir halten euch auf dem laufenden……


Aufruf, Flyer, Plakate und Banner sind unter „Aktuell“ zu finden