Aufruf zur Mahn- und Gedenkveranstaltung am 5. September 2015 in Stukenbrock
Sonnabend, 5. September

Sowjetischer Soldatenfriedhof Stukenbrock, Senner Straße
14.00 Uhr Friedhofsführungen
15.00 Uhr Kranzniederlegung

anschließend
Gedenkansprache:
Hans Coppi Vorsitzender der VVN BdA Berlin

Die Opfer bleiben unvergessen

„UND SORGET IHR, DIE IHR NOCH IM LEBEN STEHT , DASS FRIEDEN BLEIBT, FRIEDEN ZWISCHEN DEN MENSCHEN, FRIEDEN ZWISCHEN DEN VÖLKERN“
Diese Mahnung wurde in Stein gemeißelt auf dem sowjetischen Soldatenfriedhof in Stukenbrock.
Vor siebzig Jahren wurde Europa von den Soldaten der Sowjetunion und deren westlichen Verbündeten vom Faschismus befreit. Dreizehn Millionen Soldaten und 14 Millionen Zivilpersonen

Annähernd 1,2 Millionen Beschäftigte arbeiteten Ende 2013 in der Bundesrepublik als Pflegefachkraft beziehungsweise Pflegehelfer. Innerhalb des Gesundheitsbereich stellen sie damit die größte Berufsgruppe dar. Deren überwiegende Menge ist weiblich: der Frauenanteil in der Pflege liegt zwischen 80 und 90 Prozent. Doch Pflege ist nicht gleich Pflege. Eine erste Unterscheidung, die in jedem Fall mitgedacht werden muss, ist die zwischen Krankenpflege auf der einen und Altenpflege auf der anderen. Entsprechend gliedern sich die Pflegeberufe wie folgt:
Krankenpflegefachkräfte: 576.842
Altenpflegefachkräfte: 219.246
Helfer in der Krankenpflege: 125.803
Helfer in der Altenpflege: 192.112
Spezialisten in der Fachkrankenpflege: 71.276 (vergleichsweise gut bezahlte Beschäftigte mit
Zusatzausbildung, bspw. Intensivpflege)
In beiden Bereichen herrscht ein großer Personalmangel. Die Gewerkschaft geht ver.di davon aus, dass schon heute in Krankenhäusern gut 70.000 Vollzeitstellen in der Pflege fehlen. In der Altenpflege sind es „auf mittlere Sicht“ 142.000 ausgebildete Altenpflegerinnen. Die Beschäftigtenzahl entwickelt sich in Altenpflege und Krankenpflege durchaus unterschiedlich. Über die Entwicklung der Beschäftigtenzahl in Krankenhäusern zwischen 1991 und 2010 schreibt
das Statistische Bundesamt: Es habe einen »Abbau der Zahl der Vollkrafte im Pflegedienst um gut 6%« gegeben. Die Altenpflege ist hingegen ein wachsender Bereich, hier scheint auch die Beschäftigung zu steigen. So wird in der neusten Pflegestatistik, die Aufschluss über die Pflegesituation Ende 2013 gibt, geschrieben: Im Vergleich zu den Zahlen von Ende 2011 stieg die Personalzahl bei ambulanten Pflegediensten um ganze 10,1 Prozent und in Pflegeheimen um 3,7 Prozent – jedoch oft in Teilzeitstellen. Dazu passt auch, dass im Lehrjahr 2013/2014 26.700 Auszubildende eine Lehre in der Altenpflege angefangen haben, fast 14 Prozent mehr als im Vorjahr.
Entsprechend deutet sich folgendes Bild an: In der Krankenpflege haben wir einen Abbau an PflegerInnen, die von Seiten der Krankenhäuser bewusst oder unter Sparnot abgebaut werden. In der Altenpflege kommt der steigende Personalbestand nicht mit der ebenfalls enorm anwachsenden Zahl der offiziell Pflegebedürftigen (mittlerweile 2,6 Millionen) mit.
Die größte Not ist die Personalnot Damit deutet sich auch das Hauptproblem an, auf das wir im Bereich der Pflege stoßen: die
drängende Personalnot. Hier sieht es in allen Bereichen gleich aus, es sind schlicht zu wenig Menschen für die Arbeit am Menschen da. In praktisch jedem Gespräch mit einem in der Pflege arbeitenden hat sich bislang auch gezeigt, dass dieser Zustand von den Beschäftigten als der schlimmste wahrgenommen wird. So sagte etwa Guy Hofmann von der Aktion Pflege am Boden gegenüber der jungen Welt vom 17. Oktober 2014: »Überhaupt fordern die Kollegen, und zwar bundesweit, seit Monaten mehr Personal und mehr Anerkennung. (…) Die Frage nach mehr Geld kommt erst an dritter bis fünfter Stelle.«

Anfang des Jahres gründete die Post AG 49 Tochtergesellschaften, um so ca. 9000 Beschäftigte auszugliedern. Trotz Milliardengewinnen und hohen Dividenden für die Aktionäre wird alles getan, um die Beschäftigten noch mehr auszupressen.Die Ausgliederungen werden genutzt, um Löhne zu senken und Arbeitsbedingungen zu verschlechtern. Euer Widerstand dagegen zeigt, dass wir garnicht so machtlos sind, wie uns immer erzählt wird. Mit eurer Forderung nach Arbeitszeitverkürzung, Lohnerhöhung und Kündigungsschutz stellt ihr klar: ihr werdet keine weiteren Verschlechterungen hinnehmen. Nur der gemeinsame Kampf aller Postangestellten kann die Angriffe verhindern, denn früher oder später kann jeder betroffen sein. Aber nicht nur die Ausgliederungen sind unerträglich, auch die zunehmende Arbeitsbelastung sind nicht mehr zu ertragen. Deshalb haltet die Forderung nach Arbeitszeitverkürzung aufrecht und setzt sie durch. Wir, die SDAJ, sind solidarisch mit eurem Kampf! Lasst euch von der Post nicht über den Tisch ziehen. Gegen Ausgliederung in die delivery GmbHs ! Für eine Arbeitszeitverkürzung!

weitere Infos zum Post Streik:
http://www.verdi.de/themen/geld-tarif/++co++13183678-083c-11e5-96f0-52540059119e