Sehr geehrte Genossinnen und Genossen, liebe Freunde der griechischen kommunistischen Partei KKE,
ich spreche heute zu euch im Namen der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend Gütersloh und möchte mich zu Anfang, für die diesjährige Einladung zu eurer 96. Jahresfeier bedanken.
Sie ist ein wahrer Beweis für den proletarischen Internationalismus, unter unseren kommunistischen Brüder und Schwesterorganisationen.
„Der europäische Krieg, den die Regierungen und bürgerlichen Parteien aller Länder jahrzehntelang vorbereitet haben, ist ausgebrochen.

Das Anwachsen der Rüstungen, die äußerste Zuspitzung des Kampfes um die Märkte in der Epoche des jüngsten, des imperialistischen Entwicklungsstadiums des Kapitalismus in den fortgeschrittenen Länder, die dynastischen Interessen der rückständigsten, der osteuropäischen Monarchien mußten unvermeidlich zu diesem Krieg führen und haben zu ihm geführt.

Territoriale Eroberungen und Unterjochung fremder Nationen, Ruinierung der konkurrierenden Nation, Plünderung ihrer Reichtümer, Ablenkung der Aufmerksamkeit der werktätigen Massen von den inneren politischen Krisen in Rußland, Deutschland, England und anderen Ländern, Entzweiung und nationalistische Verdummung der Arbeiter und Vernichtung ihrer Vorhut, um die revolutionäre Bewegung des Proletariats zu schwächen – das ist der einzige wirkliche Inhalt und Sinn, die wahre Bedeutung des gegenwärtigen Krieges.“ (Wladimir Iljitsch Lenin, »Der Krieg und die russische Sozialdemokratie«)
So trefflich analysierte Lenin 1914 den Beginn des 1. Weltkrieges. Diese Analyse könnte den Beginn eines Dritten Weltkrieges aktuell darstellen.
Wir blicken in diesem Jahr nicht nur auf die barbarischen Gräueltaten des 1. Weltkrieges zurück, der eine Neuaufteilung der Kolonien forderte, sondern stellen in diesem Zusammenhang fest, das 100 Jahre später die Imperialisten unter der Führung der USA und des Pentagons, ihren Drang nach Expansion, Profit und Absatzmärkten noch nicht befriedigt haben.
Der blutige Feldzug der Herrschenden Klasse gegen die arbeitende Bevölkerung und eine freie multipolare Welt ist noch nicht beendet.
Speziell im Fall der Ukraine wird einmal mehr deutlich, welche Mittel der Imperialismus bereit ist anzuwenden. Von Anfang an wurde der Euro Maidan durch westliche NGO´s, Politiker und Medien gefördert. Ein Pakt mit den Faschisten ist für den rechten Umsturz Bedingung und von hohen EU & US- Politikern akzeptiert und im Rahmen der aktuellen EU Polizeimission, scheuen sie auch nicht eine offene Ausbildung & Unterstützung der faschistischen Freiwilligenbataillons, die inzwischen Nationalgarde heißt.
Um dieses zu Erreichen wurde die Kommunistische Partei der Ukraine unter Beifall der EU verboten.
Ob in der Ukraine, Syrien, Irak, in Palästina, aber auch in Griechenland, Spanien und den ehemaligen sozialistischen Ländern in Osteuropa, sowie hierzulande – das Kapital führt einen dauerhaften Krieg gegen uns als arbeitende Klasse!
Seit die Troika aus EU IWF und WTO die Regierungsgewalt in Griechenland direkt übernommen haben, ist die griechische Bevölkerung, speziell die Arbeiter und Arbeiterinnen, Studenten, Rentner und Kleinbetriebe schlimmer dran als vorher. Kürzungen in allen Lebensbereichen führen vielerorts zu lebensbedrohlichen Verhältnissen. Derweil steigen die Profite des Finanzkapitals ins Unermessliche. Auch hier ist die KKE die einzige Partei und Organisation, die gemeinsam mit seiner Jugendorganisation KNE und der Gewerkschaftsfront PAME, Widerstand gegen diese Verhältnisse formiert. Auch hier gibt es Versuche die Kommunisten wieder in die Illegalität zu drängen.
Um den faschistoiden Imperialismus zu besiegen, benötigen wir die geballte organisierte Kraft der Arbeiterklasse, die die herrschenden Verhältnisse – den Privatbesitz an den Produktionsmitteln und die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen, mit einem revolutionären Bruch überwindet.
Ganz im Sinne von Rosa Luxemburgs Schrift „Sozialismus oder Barbarei“, werden wir all unsere Kraft für den Umsturz der Verhältnisse einsetzen.
Wir wünschen unseren Brüdern und Schwestern der griechischen kommunistischen Partei und ihrer Organisationen alles Gute zum 96. Jährigen Jubiläum.

Für den Sozialismus!
Für den Kommunismus!
Für die KKE!

Solidaritätserklärung der Arbeiterjugendpolitik AG (AJP) der SDAJ, mit den streikenden KollegInnen bei der Bahn

Liebe KollegInnen,
Bundesregierung und Unternehmensleitungen sind sich einig: Die Tarifeinheit muss her.Grund genug, um schon ein bisschen skeptisch zu werden. Denn was auf der einen Seite wie ein gutes Mittel aussieht, um die Belegschaft zusammenzuführen und sie unter einem Tarifvertrag zu vereinen, entpuppt sich in Realität zu einemAngriff auf unsere Rechte. Denn die Frage,wer Tarifverträge aushandeln darf und wer überhaupt wirklichdie Interessen der Belegschaft vertritt können wir nur unter uns
klären – und nicht per Gesetz vorgeschrieben bekommen. So führt die gesetzlich erzwungene Tarifeinheit nur zu noch mehr Zwist und Streitereien wer nun „offiziell“ die Interessen der Belegschaft vertreten darf und wer nicht – und das dient am Ende nur der Geschäftsführung. Denn die ist weder „Sozialpartner“ noch sitzt sie im selben Boot: Umso weniger wir uns einig sind wer und wie unsere Interessen vertreten werden sollen, umso mehr kann sie mühsam Erkämpftes rückgängig machen, um ihre Profite zu sichern. Die Gleichung ist denkbar einfach und dennoch von großer Sprengkraft: Je mehr wir sind und je vereinter wir als Gewerkschaft handeln, desto stärker können wir unsere Interessen nach einem Lohn, der zum Leben reicht und Arbeitsbedingungen, die uns nicht kaputt machen, wirklich durchsetzen.

Gerade wir Jugendliche brauchen eine Zukunftsperspektive, die jenseits von Überstunden,Arbeitsstress oder Existenzangst liegt. Da uns diese sicher nicht vom Management geschenkt wird,müssen wir sie uns erkämpfen. Besinnen wir uns zurück auf das, worauf es ankommt:Gemeinsam für seine Interessen kämpfen, unabhängig von Beruf, unabhängig vomAlter, unabhängig ob in der einen oder anderen Gewerkschaft. Eure Forderungen in dieser Tarifrunde sind legitim, verhindert, dass die Geschäftsführung sie unter den Tisch fallen lässt!

Wir, die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) erklären uns solidarisch mit euren Forderungen und kämpfen gemeinsam an eurer Seite!
Spaltung überwinden! GesetzlicheTarifeinheit verhindern!