Solidarität mit dem kurdischen Widerstand!

Wir solidarisieren uns mit den Verteidigern von Kobanê und den kurdischen Autonomiegebieten. Wir klagen den deutschen Imperialismus an, gemeinsam mit den NATO-Partnern das Morden in Kurdistan herbeigeführt zu haben! Niemals – auch wenn es heute in den Worten der Kanzlerin anders klingt – ging und geht es um den Schutz der Kurden in Nordsyrien.

Kopierflyer der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ) zur aktuellen Situation in Kobanê (PDF 1,2 MiB)

Solidarität mit dem kurdischen Widerstand in Rojava!
Halt stand, freies Kobane!
Nach drei Wochen der erfolgreichen Verteidigung der Stadt Kobanê (arabisch: Ain Al-Arab) durch die Volksverteidigungseinheiten (YPG) ist der Islamische Staat (IS) nun bis ins Stadtzentrum von Kobanê vorgerückt. Den Kanton Kobanê hat der IS bereits im Laufe der letzten Wochen erobert. Sollte die Stadt Kobanê fallen, bricht auch die Verbindung zwischen den Autonomiegebieten Efrîn und Qamischli ab, die zusammen Rojava bzw. Westkurdistan bilden. Kobanê gilt als Zentrum der kurdischen Selbstverwaltungsgebiete im Norden Syriens. Die kurdischen Autonomiegebiete werden von allen Seiten bekämpft, sie unterliegen Blockaden, sodass der Aufbauprozess einer eigenen Verwaltung ein steiniger Weg war. Trotzdem wurden in diesem Prozess innerhalb der letzten zwei Jahre große Fortschritte gemacht. Ziel war die Errichtung einer solidarisch organisierten Selbstverwaltung.

Stellungnahme des Bundesvorstandes der SDAJ
25 Jahre Mauerfall: Ein Fest fürs Kapital
Keinen Bock auf nochmal 25 Jahre Sozialabbau, Kriegseinsätze und Jugendarbeitslosigkeit

Vor 25 Jahren fiel die Berliner Mauer. Jedes Jahr wird dieser Tag von den Herrschenden zum Anlass großer Feiern genommen, dieses Jahr dürften sie noch um einiges größer ausfallen. In den Reden, die dort gehalten werden, wird dann nicht nur die 1989 angeblich gewonnene Freiheit gefeiert, sondern auch die DDR mit scharfen Worten verurteilt werden. Das kennen wir allerdings nicht nur von Jahrestagen und ähnlichen Anlässen, sondern erleben es tagtäglich in Schule und Medien. Auch wenn der Staat DDR nicht mehr existiert, das Feindbild DDR wird aufrecht erhalten. Warum und für wen wird eigentlich dieser ganze Aufwand betrieben?

Alles nur Einbildung?
Erklärtes Ziel vieler „Aufklärungs“-kampagnen zur DDR ist die Beeinflussung des Geschichtsbilds Jugendlicher. Denn auch, wenn von einer DDR-Begeisterung der deutschen Jugend keine Rede sein kann, die Herrschenden bekämpfen mit ihrer Propaganda keine reine Einbildung. Um die wirkliche DDR geht es ihnen dabei erst in zweiter Linie, um eine ernsthafte, vorurteilsfreie Auseinandersetzung mit der historischen Realität erst recht nicht. Vor allem geht es darum, dass eine Alternative zur kapitalistischen Gesellschaftsordnung nicht einmal mehr gedacht werden soll, um die völlige Verbannung des Sozialismus aus den Köpfen. Denn ohne eine grundsätzliche Perspektive fällt es uns auch schwerer, wirksamen Widerstand im Hier und Jetzt zu entwickeln. Widerstand gegen Ausbildungsplatzmangel, prekäre Arbeitsverhältnisse, unbezahlte Überstunden und miese Löhne. Widerstand gegen Lehrermangel, überfüllte Klassen, marode Schulgebäude und antidemokratische Lehrinhalte. Widerstand gegen Nazis, Rassismus und staatliche Auslese- und Abschiebepolitik. Widerstand gegen Kriegseinsätze, Waffenexporte und Bundeswehrpropaganda. All diesen dringend notwendigen Kämpfen soll die gemeinsame Klammer genommen werden, die allein dafür sorgen kann, dass sie konsequent und ohne Rücksicht auf das Kapital geführt werden: die sozialistische Perspektive!

Diese Podiumsdiskussion ist beim Jugendkongress 2014 (http://jugendkongress2014.de) entstanden. Leider ist lediglich der erste Teil der Eingangsstatement mitgeschnitten.

Am Dienstag den 07.10, ab 18 Uhr findet unser monatlicher Bildungsabend, im Jugendzentrum Bauteil5 statt. Diesmal wollen wir mit euch anhand unserer Broschüre zur DDR, eine Aufarbeitung der Geschichte und die Errungenschaften der DDR diskutieren.

Die DDR ist Vergangenheit. Soviel steht fest. Der 9. November, der Fall der Berliner Mauer, jährt sich 2014 zum 25. Mal. 2015 ist der 03.Oktober, der „Tag der deutschen Einheit“, an der Reihe. Eine ganze Generation ist herangewachsen, für die die DDR bloß noch Geschichte ist. Vergangen und vergessen? Auch 25 Jahre später gibt es noch Unterschiede zwischen Ost und West, vom niedrigeren Lohn, bis zum (noch) besseren Angebot an Krippenplätzen. Und auch Politik, Medien und Schule sorgen dafür, dass die DDR nicht vergessen wird. Ein „Unrechtsstaat“ soll die DDR gewesen sein und freuen sollen wir uns, in der so freiheitlichen Bundesrepublik aufgewachsen zu sein. Da wollen wir mit dieser Broschüre nochmal genauer hinschauen. Dabei interessieren uns nicht nur die großen Daten, an die immer wieder erinnert wird. Uns interessiert auch, was eigentlich zwischen diesen Daten passiert ist, wie die Menschen in der DDR gelebt und gearbeitet haben und wir wollen auch die großen Ereignisse aus diesen gesellschaftlichen Verhältnissen heraus verstehen lernen.
Aber sollte ein sozialistischer Jugendverband sich nicht lieber um das kümmern, was für Jugendliche heute wichtig ist? Keine Ausbildungsplätze, keine Übernahme, Leiharbeit und Befristung, miese Vergütungen, Lernstress und zu große Klassen. Von Kriegen, Nazis und Rassismus ganz zu schweigen.
Aber genau deswegen beschäftigen wir uns mit der DDR. All diese Kämpfe, die wir heute führen müssen, bleiben Flickwerk, wenn sie keine gemeinsame Perspektive haben. Diese Perspektive ist für uns der Sozialismus. Damit wir diese Alternative zum Kapitalismus vergessen, wird auf die DDR eingeschlagen. Gerade darum haben wir allen Grund uns der DDR mal aus unserer Sichtweise anzunehmen.

„Ein anderes Deutschland war möglich. Wir, die DDR und eine Zukunft ohne Kapitalismus“, 36 Seiten, 1,- Euro, erhältlich bei der SDAJ-Gruppe in deiner Stadt oder im jW-Shop. Check jungewelt.de