Sklavenmarkt Theater in der Gütersloher Innenstadt
Sa.30.08.14 – 13 Uhr – Berliner Str. – Ecke Tschibo/Vero Moda

Wir die SDAJ Gütersloh veranstalten am Samstag – 30.08, ab 13 Uhr in der Innenstadt, Berliner Str.- Ecke „Tschibo&VeroModa“, ein Sklavenmarkt Theater, mit anschließenden Redebeiträgen, um die miesen Arbeitsbedingungen der Leiharbeit und anderen prekären Beschäftigungsformen, hier vor Ort zu outen.

Im Rahmen unserer bundesweiten Kampagne „Unsere Zukunft statt Eure Profite!“, fiel bei der Recherche zu den lokalen Ausbildungs-&Arbeitsbedingungen schnell auf, dass die Leiharbeitsbranche in Gütersloh, einen extrem großen Anteil im bundesweiten Vergleich darstellt. Das hat uns nicht verwundert, denn schließlich sind hier große Konzerne, wie z.B. in der Druckindustrie oder im Fleischgewerbe, die sich Jahr, für Jahr ihre Extraprofite durch Leiharbeitsfirmen sichern. Die LeiharbeiterInnen jedoch erleben dafür, unter teilweise menschenunwürdigen Bedingungen, was es bedeutet Tag für Tag auf Abruf zu sein, 40% weniger zu verdienen, unbezahlte Überstunden zu schieben und keine Chance auf Übernahme im Betrieb zu haben.

Während die Leiharbeitsbranche in Gütersloh boomt, bleibt auch die qualifizierte Ausbildung immer mehr auf der Strecke. Häufig wenden sich die Unternehmen nicht an das Arbeitsamt, für neue Bewerber, sondern direkt an die Leiharbeitsfirma. Und wenn man nach einer 3 jährigen qualifizierten Ausbildung, nicht übernommen wird, bleibt meistens nichts anderes, als seine Arbeitskraft, an die modernen Sklavenhändler zu verkaufen! Das bestätigen auch bundesweite Zahlen des DGB, die angeben, dass mehr als die Hälfte der LeiharbeiterInnen unter 35 Jahre alt sind.

Der Ausbildungsstellenrückgang, Hartz4, Niedriglohnsektor, Tarifunterwanderung, Werkverträge und der gleichzeitige Leiharbeitsboom zeigen auch auf, dass dies ein politisch gewollter Gesamtprozess auf dem Arbeitsmarkt ist, der die Rechte der Arbeiterklasse Stück für Stück aushebelt und vor allem der Spaltung dient. Denn nichts fürchten die Herrschenden mehr, als eine organisierte Arbeiterklasse, die für ihre Rechte kämpft. Der Kampf um ein Ausbildungsgesetz und ein Verbot von Leiharbeitsfirmen, muss daher von allen ArbeiterInnen und Arbeitern gemeinsam geführt werden! Allein auf der parlamentarischen Ebene werden wir nicht viel erreichen können, denn die Vertreter des Kapitals kennen viele Wege, die Gesetze wieder zu umgehen.
Lasst uns in die Offensive gehen, für unsere Rechte und gegen alle Ausbeuter!

Deshalb:
– Kämpfen wir gemeinsam für unsere Zukunft statt ihre Profite!
– Für ein gesetzliches Verbot von Leiharbeit, Werkverträgen & Hartz4!
– Für ein Ausbildungsgesetz welches den Interessen der arbeitenden Jugend und nicht den Kapitalisten dient!