Pünktlich zum 1.Mai erscheint unsere neue Ausgabe der „Megaphone“ Kleinzeitung. Neben einem Bericht eines Leiharbeiters aus Gütersloh, der durch verschiedene Firmen in 6 Jahren geschickt wurde, klären wir über den Mythos des Fachkräftemangels in OWL auf. Diese Themen und weitere Artikel könnt ihr in der Online Version nachlesen, oder auf unserem Infostand, z.B am 1.Mai in Bielefeld in gedruckter Form abholen.

Wir die SDAJ Gütersloh nehmen in diesem Jahr, wieder an der DGB Demonstration in Bielefeld teil.
Kommt zum Jugendblock auf der DGB Demo >> 10:30 Uhr, ab DGB-Haus, Marktstraße 8 <<
Ab 11:30 Uhr beginnt die Kundgebung im Ravensberger Park.

Ausbeuter Outen! Ausbildung erkämpfen! Heraus zum 1.Mai!
Megaphone1-2014.pdf-4MB

Aufruf zum Ostermarsch OWL 2014:
19.04 – 12 Uhr Schützenhalle – Bielefelder Straße 159

„NATO- und EU-Kriege stoppen! Für ein ziviles und soziales Europa! Schluss mit Kriegsübungen in der Senne!“

100 Jahre nach Beginn des I. Weltkriegs: Für eine friedliche Welt
2014 wird ein neues EU-Parlament gewählt. Machen wir deutlich: Wir wollen eine zivile und soziale EU, die für Abrüstung, zivile Konfliktbearbeitung, wirtschaftliche Solidarität und die Aufnahme von Flüchtlingen steht!
Für eine friedliche und entmilitarisierte deutsche Politik!
Die neue Bundesregierung beschleunigt den Militarisierungskurs: Sie strebt eine außenpolitische Großmachtstellung verstärkt auch mit militärischen Mitteln an. Kritiklos bekennt sie sich weiter zum Kurs der NATO. Die Bundeswehr wird zur „Armee im Einsatz“ im Inneren wie im Äußeren umgebaut. Deutschland soll eine der weltweit führenden Rüstungsexportnationen bleiben. Die Beschaffung von Kampfdrohnen wird vorbereitet. Hilfe für andere Länder wird militär- und wirtschaftspolitischen Interessen untergeordnet.
Anstatt die wenigen Ansätze der Zivilen Konfliktbearbeitung auszubauen, wird die zivil-militärische Zusammenarbeit gestärkt.
Wir aber wollen Frieden möglich machen. Deswegen widersetzen wir uns jeder Militarisierung, jeder Rüstung und allen Kriegen!
Friedliche Perspektiven für Nahost und Afghanistan!
Wir fordern die Einstellung sämtlicher Waffenlieferungen nach Syrien, einen sofortigen Waffenstillstand und Verhandlungen, die eine Friedenslösung für alle beteiligten Gruppen bieten! Die Verhandlungen mit dem Iran müssen konstruktiv fortgesetzt werden. Wir erklären unsere ungeteilte Solidarität für einen gerechten Frieden in Israel/Palästina! Wir setzen uns ein für eine „Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit im Nahen Osten“. Zur Beendigung des Krieges in Afghanistan fordern wir Verhandlungen unter Beteiligung aller
Konfliktparteien und zivile Hilfen für den Wiederaufbau sowie den vollständigen Abzug aller ausländischen Truppen!
Für eine Senne ohne Militär – von der Senne soll Frieden ausgehen!
Krieg beginnt hier: Fast jeder britische Soldat, der in Paderborn, Bielefeld, Herford oder Gütersloh stationiert ist, hat im Irakkrieg an der Seite von US-Truppen in der „Koalition der Willigen“ gekämpft oder wird turnusmäßig nach Afghanistan verlegt – dieses Jahr wieder mehrere Hundert. Für diese Kriege übte und übt die britische Armee auf dem größten Teil des Truppenübungsplatzes Senne – ein kleinerer Teil bei Augustdorf wird von der Bundeswehr zum Kriegstraining genutzt. Die Anwohner der Senne müssen den Gefechtslärm,
Schießereien oder Hubschrauberüberflüge ertragen. Seit 1892 wird in der Senne Krieg geübt, seit dieser Zeit belastet das Militär mit seinen Emissionen Luft, Boden und Wasser.
Wir sagen NEIN zu Kriegsübungen in der Senne und anderswo! Schutz für Mensch und Natur: Wir wollen keine
Trinkwasserbelastungen und Bodenverunreinigungen durch Giftstoffe in der Senne! Ein Nationalpark Senne ist
eine klare Alternative zum militärischen Missbrauch der Senne!
Wir wenden uns gegen das Auftreten der Bundeswehr im öffentlichen Raum,
gegen die Reservistenkommandos zum Einsatz im Inneren und gegen den Zugang der Bundeswehr zu Rathäusern und Landratsämtern. Wir sind gegen den Einsatz der Armee im Inneren! Wir fordern eine Erziehung zum Frieden, eine Schule ohne Bundeswehr und die Kündigung der Kooperationsvereinbarungen zwischen Schulministerium und Bundeswehr. Wir wollen keine militärische Forschung an den Universitäten! Rüstung und Militär lösen keine Konflikte: Sie erzeugen und verschärfen sie. Das Überleben der Menschen ist nur durch Abrüstung und Frieden möglich. Dazu zählt auch der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen. Atomkraft und Atomwaffen gehören abgeschafft! Dafür demonstrieren zu Ostern.
http://www.initiative-gegen-krieg-paderborn.de/texte/OM-Flyer2014.pdf
weitere Infos: http://www.initiative-gegen-krieg-paderborn.de/

Bundesweiter Aufruf der SDAJ zu den Ostermärschen 2014:

Seit Monaten hört man von allen Seiten: „Deutschland soll Verantwortung in der Welt übernehmen“. Was das heißt, sieht man momentan unter anderem in der Ukraine. Ende Februar wurde dort gegen den Präsidenten Wiktor Janukowisch geputscht, finanziert und gepusht durch den deutschen Imperialismus. Die neue Regierung, die sogenannte „nationale Front“, besteht aus Nationalisten und Faschisten.

Aggressor EU
Mit dem Putsch hat sich innerhalb der Ukraine die pro-westliche Fraktion durchgesetzt. Die neue Regierung der Ukraine will sich EU und NATO annähern und sich damit gegen Russland stellen. Daran hat sowohl der europäische, wie auch der amerikanische Imperialismus grundsätzlich ein Interesse. Einen Anschluss der Ukraine an den Westen und die NATO, bzw. eine Politik der Ukraine in deren Sinne, ist ein Schritt Russland militärisch und geostrategisch zu schwächen. Mit Sicherheit wäre es falsch den russischen Imperialismus als selbstlosen Retter darzustellen und doch muss eindeutig festgestellt werden, dass die EU in diesem Konflikt der Aggressor ist. Gehörte die Ukraine bislang zum russischen Einflussgebiet, so heizt die EU nun mit aller Macht den Konflikt an, um sich die Ukraine stattdessen selbst Untertan zu machen. Es geht also um die Neuverteilung von Machtspähren in der Welt. 100 Jahre nach Beginn des Ersten Weltkriegs ist der deutsche Imperialismus dabei nicht friedlicher geworden. Zog er damals gegen die anderen Großmächte in den Krieg, um sich ein eigenes Kolonialreich zu erobern, organisiert ein deutscher Außenminister heute den faschistischen Putsch, um Russland die Ukraine abzunehmen. So sieht es also aus, wenn der deutsche Imperialismus Verantwortung in der Welt übernimmt. Er hat für die Durchsetzung der Interessen der deutschen Banken und Konzerne die Verantwortung übernommen. Und diese Aufgabe erfüllt er zuverlässig.

Nicht ohne Widerstand
Doch ganz ohne Widerstand funktionierte das nicht. Die Bevölkerung auf der Krim, die zu einem Großteil aus ethnischen Russen besteht, entschied in einem Referendum mit fast 97% bei einer Wahlbeteiligung von 83% eindeutig, dass sie lieber zu Russland gehören möchte, als zu einer pro-westlichen Ukraine.

Auch in Deutschland wird das Schema „Böse Russen – friedliche EU“ nicht ganz so einfach geschluckt. Nach einer Umfrage der ARD Tagesthemen und „Der Welt“ raten 84% der Befragten von einem NATO-Einsatz in der Ukraine ab, genauso wie von Wirtschaftssanktionen gegen Russland und den Ausschluss Russlands aus G8. Und das trotz der Meinungsmache in allen Mainstreammedien.

– Stoppt die imperialistische Aggressionen im Sinne des deutschen Kapitals!
– Hände weg von der Ukraine, Mali, Syrien und allen anderen betroffenen Ländern!