60. Jahrestag des Angriffs auf die Moncada Kaserne
– Über 20 Teilnehmer beim Cuba Filmabend im Bambi Kino

Vor 60 Jahren, genau am 26. Juli 1953, erfolgte unter Führung von Fidel Castro der historische Sturm auf die Moncada-Kaserne in Santiago de Cuba sowie die Kaserne “Carlos Manuel de Céspedes” in Bayamo, zwei damaligen Symbolen der brutalen Batista-Diktatur. Obwohl dieser Angriff militärisch fehlschlug, gilt er dennoch seither als Beginn der kubanischen Revolution, die am 1. Januar 1959 mit dem Einzug der Revolutionäre in Havanna den Sieg errang. Dieses Datum ist seither in Cuba ein Nationalfeiertag und wird auch in zahlreichen anderen Ländern der Welt von Freundinnen & Freunden Cubas begangen.(sdaj.org)

Wir die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend – SDAJ Gütersloh, haben zum 60. Jahrestag des Angriffs auf die Moncada Kaserne, am 26.07. den Kurzfilm „Zucker und Salz“, vom Regisseur Tobias Kriele im Bambi/Löwenherz Kino gezeigt und im Anschluss den 20 Besuchern die Möglichkeit gegeben, Fragen zu stellen und darüber zu diskutieren.

Bevor der Kinosaal sich verdunkelte, haben wir noch die Ziele und Aufgaben, unseres internationalen Solidaritätsprojekt „Viva Cuba Socialista!“ vorgestellt und dabei die gelaufene Arbeit in der BRD, sowie Eindrücke von der ersten, bereits gestarteten Cuba Brigade präsentiert.
Es ging uns in erster Linie darum, die Lebensrealität vier kubanischer Frauen während der Revolution und danach aufzuzeigen, um die in Deutschland vorherrschenden, antikommunistischen Vorurteile gegenüber dem sozialistischem Cuba abzubauen und die seit Beginn der kubanischen Revolution, dauerhaften Angriffe seitens des US Imperialismus, als Angriff auf die erkämpfte Selbstbestimmung der Kubanerinnen und Kubaner herauszustellen.

Bei der Frage aus dem Publikum, wie denn überhaupt demokratische Teilhabe auf Cuba funktioniere, stellten wir die Mitbestimmungsmöglichkeiten über die CDR´s (Komitees zur Verteidigung der kubanischen Revolution) und der Massenverbände dar, die in jeder Kommune vertreten sind. Denn im Gegensatz zum bürgerlichen Parlamentarismus müssen alle gewählten Kandidatinnen und Kandidaten für das Parlament, alle 6 Wochen Rechenschaft über ihre Arbeit ablegen und können auch jederzeit abgewählt werden.

Der Filmabend hat aufgezeigt, dass es in unserer Stadt Gütersloh Menschen gibt, die sich für das sozialistische Cuba interessieren und erkannt haben, dass Cuba eine Alternative zum derzeitigen kapitalistischen System aufzeigt und mit seinem über 60 jährigen Bestehen auch beweißt!
Viva la Revolution! Viva Cuba socialista!

Heute (15.07.13) startete die erste von zwei Solidaritätsbrigaden in das sozialistische Cuba. Für drei Wochen sind heute Nachmittag 22 Jugendliche von Frankfurt am Main nach Havanna losgeflogen. Die Stimmung vor dem Abflug war gut, die BrigadistInnen waren – trotz des anstehenden elfstündigen Flugs – hochmotiviert und gespannt. In Cuba werden sie von weiteren BrigadistInnen der Kommunistischen Jugend Österreichs (kjö) erwartet.
flieger22 junge BrigadeteilnehmerInnen auf dem Weg nach Havanna.
Teil der Brigadetätigkeit ist der Aufbau eines „Zentrum zur Bildung revolutionärer Werte“ an der naturwissenschaftlichen Fakultät (CUJAE) der Universität Havanna. Dieses soll Studierende, AnwohnerInnen und Interessierte erreichen, Bildungsangebote schaffen und die Solidaritätsarbeit mit den Cuban 5 vernetzen. Mit unserem Projektpartner „Red de Universidades en Solidaridad con los Cinco“ und in Zusammenarbeiten mit der UJC stellen unsere Brigaden einen der Pfeiler dieses Zentrums da.
Was machen wir da?
Die beiden Solidaritätsbrigaden bilden den Höhepunkt unserer Soldidaritätskampagne mit dem sozialistischen Cuba. Wir wollen den Aufbau des Zentrums unterstützen, indem wir renovieren, Sachspenden mitbringen und zusammen mit Studierenden der Universität Diskussionsangebote schaffen. Als bleibendes Solidaritätssymbol werden die Brigadisten Wandgemälde erschaffen. Außerdem organisieren wir Treffen mit den den Massenverbänden, SchülerInnenvertretungen, Gewerkschaften, Angehörigen der Cuban 5 und mehr!
Was wollen wir damit erreichen?
Mit einer Solidaritätsbrigade wollen wir Jugendlichen die Möglichkeit geben, sich selbst ein Bild vom Sozialismus zu machen. Wir wollen herausfinden, wie die von uns zu erkämpfenden Grundrechte der Jugend auf der sozialistischen Insel aussehen und unsere Ziele damit greifbar machen. Unser Schwerpunkt liegt dabei auf gesellschaftlicher Teilhabe und Mitbestimmung. Mit eigenen Augen wollen wir uns ansehen, wie sozialistische Demokratie und Wirtschaft (bzw. die Wirtschaftsaktualisierungen) sich auf die konkreten Beziehungen in Betrieb, Schule und Stadtteil auswirken. Außerdem legen wir einen Fokus auf die Verwirklichung der Grundrechte der Jugend auf Bildung, Ausbildung und Arbeit.
Gleichzeitig wollen wir mit den Brigaden unseren Beitrag zum Sozialismus auf Cuba leisten. Statt ausschließlich praktischer und handwerklicher Solidaritätsarbeit eines klassischen Brigadeeinsatz verstehen wir unsere Solidaritätsarbeit auch im Sinne der cubanischen Leitlinien „batalla de ideas“ (Kampf der Ideen) und „crear valores“ (Werte schaffen).
Wir berichten ab heute täglich in unserem Reisetagebuch von unseren Erlebnissen und Eindrücken.

Sowjetischer Soldatenfriedhof Stukenbrock-Senne, Senner Straße

Sonnabend, 7. September
14.00 Uhr Friedhofsführungen
15.00 Uhr Kranzniederlegung
Gedenkansprachen:
Dr. Silvio Peritore Zentralrat Deutscher Sinti und Roma
Lühr Henken Sprecher des Bundesausschusses Kasseler Friedensratschlag

Am 7. September kommen wir zum Sowjetischen Soldatenfriedhof nach Stukenbrock, weil wir nicht vergessen wollen, was dort für Verbrechen an Menschen in der Zeit von 1941 – 1945 geschahen.
65.000 sowjetische Kriegsgefangene und zahlreiche Zwangsverschleppte wurden dort im Kriegsgefangenenlager STALAG 326 VI/K der Wehrmacht zu Tode gequält und auf einem benachbarten Acker in 36 Massengräbern verscharrt. Sie wurden Opfer des deutschen Nazi-Staates, dem man vor achtzig Jahren die Macht übertragen hatte.
Mit dem 2. Weltkrieg hatte dieses Regime für seine Weltherrschaftspläne Deutschland und fast die ganze Welt in eine Katastrophe gestürzt, wie sie die Menschheit bisher nicht erlebt hatte.
„Von Deutschland soll nie wieder Krieg ausgehen“ , das war und ist eine Lehre aus dieser Zeit.
Was aber erleben wir heute?

  • Deutsche Soldaten kämpfen in Afghanistan und sind in vielen Ländern in Einsätzen.
  • Deutsche Soldaten beteiligten sich am völkerrechtswidrigen Krieg im ehemaligen Jugoslawien.
  • In Deutschland lagern noch immer die USA- Atomwaffen aus der Zeit des Kalten Krieges.
  • In Deutschland können Nazis wieder mit staatlicher Toleranz und Förderung rechnen.
  • Aus Deutschland werden Kriegswaffen in großen Mengen an Staaten geliefert, die die Menschenrechte mit Füßen treten.
  • Das nehmen wir nicht hin! Für uns ist die Mahnung von Stukenbrock
    UND SORGET IHR DIE, IHR NOCH IM LEBEN STEHT, DASS FRIEDEN BLEIBT, FRIEDEN ZWISCHEN DEN MENSCHEN, FRIEDEN ZWISCHEN DEN VÖLKERN Auftrag zum Handeln.
    Deshalb erwarten wir auch vom neu zu wählenden Bundestag, dass er sich dem antifaschistischen Auftrag und dem Friedensgebot des Grundgesetzes verpflichtet fühlt.
    Von Deutschland darf nur noch Frieden ausgehen!
    Arbeitskreis Blumen für Stukenbrock e.V.

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