Wir die Sozialistische Deutsche Arbeiter Jugend (SDAJ) Gütersloh waren am 24.11 mit Vertretern der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) Gütersloh, auf der 94. Jahresfeier der griechischen kommunistischen Partei (KKE) in Gütersloh und hatten die Ehre ein Grußwort an die Genossinnen und Genossen zu halten. Neben einem hervorragendem Kulturprogramm aus griechischer Partisanen Blues Musik und Arbeiterliedern, gab es eine Filmvorführung die sich thematisch mit Migration in Griechenland, aber sich vor allem mit der Situation der griechischen Migrantinnen aus den ehemaligen sozialistischen Staaten auseinander setzt.
In der zentralen Rede der KKE, auf der 94. Jahresfeier betonten die Genossen welche Ursache die derzeitige Krise des Kapitals in Griechenland trägt. Es ist keine Krise des Finanzkapitals oder eine Schuldenkrise sondern eine Krise der Überproduktion, die das griechische Volk derzeit in allen Lebensbereichen ausbeutet und wovon hauptsächlich der deutsche Imperialismus profitiert. Die KKE stellte in diesem Jahr einen 7 Punkte Plan vor, der den Ausweg aus der kapitalistischen Barberei, hin zu einer sozialistischen Volksherrschaft und Volksökonomie in Griechenland beschreibt.

Wir dokumentieren die Grußwörter der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) Gütersloh und der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ) Gütersloh.

Grußwort der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) Gütersloh:

„Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Freunde,

mir ist heute die Ehre zu teil geworden, ein Grußwort der DKP, auf der Feier des 94. Jahrestags der KKE halten zu dürfen. Seit unserem letzten Grußwort vor einem Jahr hat sich die Barbarei des Imperialismus gegen die Völker der Welt weiter zugespitzt.
So wie im Nahen Osten die militärische Aggression der NATO von Tag zu Tag steigert, hat sich der Druck des Kapitals auf die griechische Arbeiterklasse in Form von Missachtung der Grund- und Tarifrechte gezeigt und zeigt sich täglich im Kampf unserer Genossen und Kameraden der KKE und PAME in den Straßen der griechischen Städte, in den Fabriken, in Schulen und Universitäten, schlicht: in allen Bereichen des Lebens.
Dabei beugen sich unsere kommunistischen Schwestern und Brüder weder den Drohungen aus Brüssel und der Troika, sie beugt sich auch nicht vor der griechischen Bourgeoisie und auch nicht den faschistischen Schlägerbanden der Chrisi Avgi.

Nichts wird unsere Genossen der KKE und PAME von ihrem Weg abbringen, denn sie hat ein Ziel fest vor Augen: Den Sturz der herrschenden Klasse und die Erlangung der Macht über die Produktionsmittel und die Errichtung der nächsten Vorstufe zum Kommunismus, den Sozialismus.Auf diesem Weg unterstützen wir unsere Schwesterpartei von ganzem Herzen und wünschen ihr viel Erfolg und für den heutigen Abend eine schöne Feier!

Hoch die Fahnen, Hoch die Fäuste und Hoch die internationale Solidarität!

Grußwort der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ) Gütersloh:

Sehr verehrte Genossinnen und Genossen der Griechischen Kommunistischen Partei – K K E
Sehr geehrte Gäste

Ich spreche heute zu Euch im Namen der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend, der SDAJ.
Als erstes möchten wir uns bei unseren griechischen Genossen für die heutige Einladung bedanken. Sie ist ein wahres Zeichen für die Solidarität in der kommunistischen Bewegung und auch ein Vertrauensbeweis an unseren revolutionären Jugendverband.

Seit unserem letzten Grußwort vor einem Jahr hat sich in der Welt einiges getan, aber nicht zum Besseren. Ganz im Gegenteil:

Die imperialistischen Angriffe der NATO Staaten und ihrer Verbündeten gegen eine freie multipolare Welt haben sich intensiviert. Der angerichtete Flächenbrand der Imperialisten, der letztes Jahr in den arabischen Ländern und vor allem in Libyen spitzt sich mit der Destabilisierung durch den Krieg in Syrien und die derzeitigen Bombenangriffe auf Gaza weiter zu. Das Leid in der Region hat ein unerträgliches Maß erreicht. Doch der Blutweg gegen die Völker der Welt soll noch weiter gehen, damit die Imperialistische Klasse ihren Macht bewahrt. Die neuen Ziele richten sich auf den Iran und Zentralafrika.
Der Drang der imperialistischen Staaten nach Expansion, Absatzmärkten und Rohstoffen, zeigt ein weiteres Mal, dass die Zerstörung der Produktivkräfte, durch Krieg, Massenentlassung und Sozialabbau, zwanghafter Bestandteil ihrer kapitalistischen Herrschaftslogik und Produktionsweise ist.
Das sehen wir auch an der derzeitigen Zuspitzung der Krise in Griechenland, Spanien, Italien und Portugal. Durch die Einführung des EU –Fiskalpaktes sollen die Profite der maroden Banken und Konzerne und die Umverteilung des Produktionsmehrwertes gesichert werden. Die opportunistischen Kräfte des Kapitals (die Sozialdemokratie, Linksallianzen und Europäische Linke) sind die Befürworter der Klassenzusammenarbeit und nur eine Maßnahme zur Erhaltung und Förderung von reaktionären Positionen, um das Bewusstsein der Arbeiterklasse zu trüben.

Wir begrüßen die Standhaftigkeit der griechischen kommunistischen Partei KKE, ihrem kommunistischen Jugendverband KNE und der klassenbewussten revolutionären Gewerkschaftsfront PAME und ihren Partnerorganisationen, die in diesem Jahr wieder Hunderttausende Arbeiterinnen und Arbeiter auf die Straße zu Massenkundgebungen und Generalstreiks gegen die Abwälzung der Krisenkosten geführt haben.
Sie erreichen mit ihrer Forderung die Banken und Konzerne zu verstaatlichen, große Zustimmung aus Teilen der Bevölkerung. Sie zeigen die Alternative zum Kapitalismus auf, der keinen anderen Ausweg sieht, als Griechenland tot zu sparen oder aus dem vermeintlich privilegierten Kreis der Euro-Zone zu werfen. Dazu stellt die KKE fest: “Drachme oder Euro”, was zählt ist, wer die Produktionsmittel besitzt.
Der deutsche Imperialismus profitiert maßgeblich von deren Knebelung und Ausplünderung. Im gemeinsamen Kampf müssen wir uns gegen die Profiteure der Krise zu Wehr setzen!
Es liegt nun an uns allen, es der griechischen Arbeiterklasse nachzutun und unsere Kämpfe in Deutschland zu verstetigen und auf eine breitere und organisierte Basis zu stellen.
Die K K E und die KNE setzen auf den klassenkämpferischen Sozialismus als Ausgang aus der kapitalistischen Barberei. Diesen Weg unterstützen wir.
Sie sind revolutionär und der richtige Schritt zum Umsturz der herrschenden Klasse. Ganz im Sinne von Karl Marx: „Die Arbeiterklasse hat nichts zu verlieren, außer ihre Ketten. Sie hat eine Welt zu gewinnen.“

Wir wünschen unserer Bruder und Schwesterpartei alles Gute zum 94 jährigen und mögen wir den 100. im Sozialismus feiern!
Hoch die internationale Solidarität!

Erklärung der Bundesgeschäftsführung der SDAJ

(Foto: Shadi Samawi, CC)

Als internationalistischer Jugendverband stellen wir uns an die Seite der Bevölkerung des Gaza-Streifens, die unter den brutalen Angriffen des israelischen Militärs leidet, sowie an die Seite der antiimperialistischen Kräfte in Israel und fordern ein sofortiges Ende der Aggression gegen Gaza! Bereits jetzt haben die Luftangriffe über 30 Todesopfer gefordert, würde die israelische Armee eine Bodenoffensive starten, droht ein noch größeres Blutbad. Der sofort erfolgte Schulterschluss der deutschen Regierung mit den israelischen Angriffen zeigt einmal mehr das wahre Gesicht des Friedensnobelpreisträgers EU. Die gewaltsame Unterdrückung von Opfern der imperialistischen Politik kann sich der Sympathie der Europäischen Union stets sicher sein.
Die israelische Regierung beruft sich bei ihren Attacken auf das Recht, sich gegen Raketenbeschuss durch die Hamas zu verteidigen. Es ist aber die israelische Politik der Besatzung und des ständigen Belagerungszustandes gegenüber den palästinensischen Gebieten, die die tatsächliche Agression darstellt. Wie bereits die gezielte Ermordung eines Hamas-Führers, die zu den jüngsten Raketenangriffen auf israelisches Territorium führte, bei denen 3 Menschen ums Leben kamen, muss auch die israelische Luftoffensive als Drohgeste in Richtung Iran verstanden werden. Ebenso die Schüsse israelischer Grenzposten auf syrisches Gebiet in Folge der Detonation von Querschlägern des syrischen Bürgerkriegs.
Nach der offiziellen Anerkennung der syrischen Opposition als legitime Vertreterin Syriens durch Frankreich, die Türkei und die Arabische Liga ist abzusehen, dass die imperialistischen Mächte im Fall Syriens genauso vorgehen wollen wie schon in Libyen. Mit der geplanten Entsendung von 170 Bundeswehrsoldaten an die türkisch-syrische Grenze im Zuge der Stationierung von Nato-Luftabwehrraketen ist dann auch die Bundesrepublik offiziell Kriegspartei in Syrien, was sie inoffiziell aufgrund ihrer materiellen und organisatorischen Unterstützung der syrischen Opposition ohnehin bereits war.
Die Imperialisten wollen den Nahen Osten endgültig unter Kontrolle bringen. Diesem Ziel dienen der Bürgerkrieg und eine mögliche Intervention in Syrien, die Angriffe auf Gaza und das immer lauter werdene Säbelrasseln gegen den Iran, der als regionale Großmacht ausgeschaltet werden soll.

Wir fordern ein Ende des Blutvergießens: Sofortiger Stopp der Angriffe auf Gaza!
Die Blockade des Gaza-Streifens muss beendet werden!
Hände weg von Syrien und Iran!
Wir fordern die Bundesregierung auf, jede Einmischung in den syrischen Bürgerkrieg zu beenden!
Keine Bundeswehrsoldaten an die syrische Grenze!