Im November 1918 machten die Arbeiter und Soldaten in Deutschland Schluss mit dem ersten Weltkrieg. Sie verweigerten sich den Befehlen des Kaisers, der Militaristen und der Konzernbosse. Sie stürzten die Monarchie und riefen die Freie Sozialistische Republik Deutschlands aus. Angeführt wurden die Revolutionäre von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, die am 15. Januar 1919 von rechtsradikalen Freikorps-Soldaten erschossen wurden. Am 15. Januar 2012 demonstrieren wir in Berlin gegen Krieg, Faschismus und Imperialismus und erinnern an die beiden Gründer der Kommunistischen Partei Deutschlands und den russischen Revolutionär Wladimir I. Lenin. Schon früh warnten Luxemburg und Liebknecht vor den Kriegsvorbereitungen des deutschen Reiches. Sie kämpften im Parlament gegen die Finanzierung des Krieges und trennten sich angesichts des Rechtskurses der SPD von ihrer Partei. Sie setzten sich für die Bildung von Arbeiterräten und die Rechte der Arbeiter ein. Es gelang, den 8-Stunden-Arbeitstag durchzusetzen, genauso wie das Wahlrecht für Frauen. Nach mehreren Monaten von Massenstreiks, Barrikadenkämpfen scheiterte die sozialistische Revolution jedoch. Ihre Anführer wurden von der Gegenrevolution gejagt und ermordet.

SDAJ Ruhr-Westfalen fordert: Leiharbeit verbieten – Übernahme in unbefristete Arbeitsverhältnisse!

Nach aktuellen Berichten ist der Anteil der Leiharbeit an offenen Stellen auf 36 Prozent gestiegen. Von den ca. 500.000 im Oktober gemeldeten Arbeitsstellen waren rund 180.000 der sogenannten Arbeitnehmerüberlassung zuzuordnen. Die seit September eingegangenen Stellen schaffen es sogar auf 40%. Nordrhein-Westfalen liegt mit 39,4 prozentigem Anteil der Leiharbeit an den offenen Stellen auf Rang vier bundesweit.

„Was Goethe die Kanonade von Valmy, möge uns die Salve vom Panzerkreuzer Aurora bedeuten.“ – Hans Heinz Holz

Mit Schock und Trauer haben wir vom Tod unseres Genossen Hans Heinz Holz erfahren. Der am 26. Februar 1927 in Frankfurt a.M. Geborene und am 11. Dezember 2011 Verstorbene, war einer der wichtigsten philosophischen Denker unserer Zeit und ein herausragender kommunistischer Theoretiker.

Schon in seiner Jugend engagierte er sich im antifaschistischen Widerstand und wurde kurzzeitig von der Gestapo inhaftiert. Freigelassen werden musste er, da bei einem Bombenangriff alle verfügbaren Beweise gegen ihn vernichtet wurden. Nach dem Krieg begann er da Studium der Philosophie und führte in den 60ern einen langen Kampf um seine Berufung zum Professor in Marburg. Unter seiner Hilfe gelang es marxistischen Wissenschaftlern wie dem Politikwissenschaftler Reinhard Opitz, die marxistische Methode auf die aktuelle Forschung anzuwenden und dem Anspruch gerecht zu werden, dass der Marxismus nichts ein für allemal fertiges ist, sondern stets neu weiterentwickelt werden muss. Sein besonderer Verdienst, gerade für uns als sozialistischen Jugendverband ist es, dass er nach 1989/90 viel dazu beitrug, den Marxismus-Leninismus weiterhin als wichtigsten Kompass beizubehalten. Bei aller Kritik an der DDR und der UdSSR war für ihn klar, dass man sein Erbe entweder ganz oder gar nicht annehmen muss. Noch im hohen Alter arbeitete er am aktuellen DKP-Parteiprogramm mit und war international als dialektischer Philosoph bekannt und geschätzt.

Seinen Hinterbliebenen wünschen wir Trost und fühlen mit ihnen in Zeiten der Trauer. Denken wir daran, dass der Mensch erst dann tot ist, wenn niemand mehr an ihn denkt. Dies wird bei Hans Heinz nicht passieren, denn er hat uns ein reiches Erbe hinterlassen: Seine Gedanken zur Dialektik, der kommunistischen Bewegung und ihrer Partei, sowie der Erkenntnistheorie müssen und werden Einzug in unsere weiteren Diskussionen und damit auch in unsere Praxis finden, denn „Das 21. Jahrhundert steht vor der Aufgabe, den Reflexionsmodus zu bestimmen, in dem die Dialektik des Aufbaus einer neuen Gesellschaft ihrer selbst bewußt wird.“ (Holz)

Die Tageszeitung Junge Welt hat hier zu folgendes verfasst und zum Download bereit gestellt.

Denker des Ganzen

Zum Tod von Hans Heinz Holz: Er entwickelte die philosophischen und politisch-­theoretischen Grundlagen für eine erneute Umwälzung der Verhältnisse

Von Andreas Hüllinghorst

Aufruf von: Bielefeld stellt sich quer!

Gegen den Aufmarsch von Nazis in Bielefeld!

Am 24. Dezember 2011 soll in unserer Stadt ein Nazi-Aufmarsch stattfinden. Nachdem der letzte Versuch im August aufgrund des entschiedenen Widerstands hunderter BielefelderInnen grandios gescheitert ist, hat der einschlägig bekannte Nazi-Aktivist Sven Skoda nun diese Demonstration angemeldet.

Skoda ist kein unbeschriebenes Blatt: nach Erkenntnissen des WDR-Magazins „Westpol“ nahm er am 6. November 2009 an einer Feier der „Kameradschaft Köln“ teil, bei der die drei Nazi-Terroristen aus Zwickau anwesend waren. Dem Nachrichtendienst „blick nach rechts“ vom 11. April 2011 war anlässlich eines Berichtes über eine Nazi-Veranstaltung in Stolberg folgender Satz zu entnehmen: „Sven Skoda aus Düsseldorf erklärte in einer aufpeitschenden Rede, der „Nationale Widerstand“ führe längst einen ‚Krieg‘.“ Erst recht nach den erschütternden Erkenntnissen über die mordenden Nazi-Terroristen und deren Helfershelfer darf es nicht sein, dass Nazis wie Skoda in unserer Stadt marschieren!

Gerade an Heiligabend, dem Vorabend des Festes der Liebe und des Friedens, werden wir deutlich machen, dass in Bielefeld kein Platz für Nazis und deren Sympathisanten ist. Wir setzen ein Zeichen der Gemeinsamkeit und des Miteinanders. Steht auf und macht mit!

Bielefeld ist und bleibt eine tolerante und weltoffene Stadt, in der Menschen aus 150 Ländern friedlich zusammenleben. Für rassistische Parolen und menschenverachtendes Nazi-Gedankengut ist ebenso wenig Platz wie für die Verherrlichung des Nationalsozialismus und populistische Propaganda.

*Deshalb zeigen wie Zivilcourage und stehen auf gegen Neonazismus, Rassismus und Antisemitismus.

*Gegen den Aufmarsch von Nazis in Bielefeld!

*Wir rufen alle Menschen auf, gemeinsam, friedlich und kreativ gegen den Naziaufmarsch zu demonstrieren.

Am Samstag, 24. Dezember 2011, den Nazis entgegentreten!