Wie ich jetzt erst in meiner Podcastsammlung entdeckt habe, gab es die Tage im WDR5 ein Funkhausgespräch zum Thema Karl Marx und seine Bedeutung in Zeiten der Globalisierung. Mal ganz interessant zu hören, wie schlaue Leute heute über ihn und seine Werke reden.

Entweder den „WDR5 Funkhausgespräche“-Postcast einsammeln oder direkt als mp3 beim WDR downloaden.

Wer es noch nicht mitbekommen hat, hier die Reaktion einens Dresdner Hotels auf eine Reservierung der NPD-Fraktion:

Sehr geehrter Herr Apfel,
sehr geehrter Herr Delle,

wir erhielten heute Ihre über www.hotel.de getätigte Reservierung für den 7. November 2007 und sind einigermassen erstaunt, dass Sie ausgerechnet ein amerikanisches Hotelunternehmen mit ausländisch klingendem Namen bevorzugen.
Da Sie in unserem Hause nicht willkommen sind und ich es auch meinen Mitarbeitern nicht zumuten kann, Sie zu begrüssen und zu bedienen, haben wir hotel.de gebeten, die Buchung zu stornieren.
Sollte dies aus vertraglichen Gründen nicht möglich sein, darf ich Sie darauf hinweisen, dass ich sämtliche in unserem Hause durch Sie getätigten Umsätze unmittelbar als Spende an die Dresdner Synagoge weiterleiten werde. Betrachten Sie dies als kleinen Beitrag zur Wiedergutmachung für die Schäden, die Ihre damaligen Gesinnungsgenossen der Synagoge und vor allem ihren früheren Besuchern zugefügt haben.
Eine Kopie dieses Schreibens leiten wir an die Dresdner Presse weiter.

In der Hoffung, daß Sie eine zu Ihnen passende Unterkunft finden und uns Ihr Besuch erspart bleibt verbleiben wir

mit freundlichen Grüssen
MACRANDER HOTELS GmbH & Co. KG

Johannes H. Lohmeyer
Geschäftsführer

Wie geil ist das denn?

Am 9. November, dem internationalen Tag gegen Faschismus und Antisemitismus, wird die Gruppe „Sozialistische Kultur Arbeit“ (SKA), in Zusammenarbeit mit dem Bambi-Kino den Spielfilm „Die Grauzone“ zeigen.

In der Reichspogromnacht vom 9. zum 10. November 1938 kam es im ganzen nationalsozialistischen Deutschland zu systematischen Zerstörungsaktionen von jüdischen Geschäften und Synagogen sowie zahlreichen Verhaftungen jüdischer Menschen. Unter den Augen der Polizei vergewaltigten, quälten und ermordeten Schlägertrupps etliche Menschen. Mit der Vorführung des Films „Die Grauzone“ wollen wir die Erinnerung an die Opfer des nationalsozialistischen Rassenwahns aufrechterhalten. „Die Grauzone“ erzählt die Geschichte eines jüdischen Sonderkommandos im Vernichtungslager Auschwitz und den verzweifelten Revolte der Sonderkommando-Häftlinge, als sie am 7. Oktober versuchten die Vernichtungsanlagen zu zerstören. Im Anschluss an den Film ist die Teilnahme an einer Diskussion möglich.

Ort und Zeit der Veranstaltung bitte per Kontaktformular nachfragen oder aus anderer Quelle erfahren.

Der Rosa Luxemburg Club Bielefeld lädt wieder zu Vortrag und Gespräch ein:

90 Jahre Oktoberrevolution
und was daraus zu lernen ist.

mit Christoph Lieber (Redakteur der Zeitschrift „Sozialismus“)
Am Montag, den 12. November 2007 um 20.00 Uhr in der Bürgerwache Siegfriedplatz

Die Bedeutung der sozialistischen Oktoberrevolution 1917 bewegt noch heute die Gemüter. 90 Jahre nach der russischen Revolution und fast 20 Jahre nach dem Untergang der Sowjetunion sollte das Jubiläum Anlass zu kritischer Selbst-Reflexion bieten:

Die Lebensgefährtin des Soziologen Andrej Holm, ein Opfer staatlicher Überwachung, schildert ihren Alltag.

Über den unter Terrorismusverdacht stehenden Berliner Stadtsoziologen Andrej Holm ist in den letzten Wochen viel geschrieben wurden (Andrej H., § 129a und die verdächtigen Begriffe). Es gab Solidaritätsbekundungen auch aus dem Ausland und von angesehenen Kollegen. Und einige der gegen ihn erhobenen Vorwürfe sind mehr als absurd. Dennoch wird Andrej Holm auch nach seiner vorzeitigen Haftentlassung vom BKA und der Bundesanwaltschaft weiterhin wie ein Staatsfeind Nr. 1 behandelt und davon betroffen ist auch seine Familie, seine Lebensgefährtin und ihre zwei Kinder.

Wie ein Leben unter ständiger Beobachtung durch das BKA ausschaut, schildert Holms Lebensgefährtin seit Anfang Oktober in dem Weblog Annalist.

Wer Annalist sorgfältig liest, erfährt also von Menschen, denen man das Recht auf Privatsphäre völlig genommen hat, die eingeschüchtert und in die Enge gerieben werden. Und er lernt dabei eine Bundesrepublik kennen, in der Bundesbehörden und Polizei ganz offen und scheinbar ganz legal staatliche Willkür ausüben. Ein Dokument, das erschrocken und betroffen macht. Und Schlimmes für die Zukunft befürchten lässt.

Quelle: Telepolis – http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26459/1.html

Ein Artikel von Politblog.net.

Europa in schlechter Verfassung – das große Betrugsmanöver

Der “Gipfel des Glücks” – alle liegen sich in den Armen. So in etwa stellen die Mainstreammedien das Ergebnis des EU-Gipfels von Lissabon dar, dessen Hauptanliegen der einheitliche Beschluss über den sogenannten “Reformvertrag” war.
Kein Wort über kritische Stimmen aus ganz Europa, kein Wort über die größte Demonstration, die Lissabon in den letzen Jahrzehnten erlebt hat. 200.000 Menschen wandten sich entschlossen gegen die “EU-Verfassung durch die Hintertür”, demonstrierten “Für ein soziales Europa, für Arbeitsstellen und für die Reche der Angestellten” anstelle einer zügellosen freien Marktwirtschaft. Sie waren dem Aufruf der CGTP Intersindical, der portugiesischen Gewerkschaftszentrale gefolgt. “Flexicurity” ist eines der neuen Zauberworte des Neoliberalismus. Es meint die Lockerung des Kündigungsschutz, um die Wirtschaft zur Schaffung von mehr Arbeitsplätzen zu motivieren. Alles das gehört zu den Bestandteilen der “neuen EU”.

Weiterlesen auf Politblog.net

Hier die aktuelle Pressemeldung des CCC.

Ab 1. November startet die Erfassung der Fingerabdrücke aller reisewilligen Bürger der Bundesrepublik auf den Meldeämtern. Nach Beginn der Speicherung des digitalen Gesichtsbildes auf einem Funkchip vor zwei Jahren wird damit das Projekt biometrische Vollerfassung der Gesamtbevölkerung fortgesetzt. Der Chaos Computer Club (CCC) weist nochmals auf die Risiken und Nebenwirkungen des ePasses hin, die insbesondere Senioren betreffen werden. Viele ältere Mitbürger werden bei der Abnahme von Fingerabdrücken Probleme bekommen. Erfahrungen sowie internationale und deutsche Studien zeigen, dass weit über 10% der Senioren damit rechnen müssen, keine erfassbaren Fingerabdrücke zu haben. Daher erwartet sie unweigerlich eine Diskriminierung durch verschärfte Kontrollen und lange Wartezeiten. Neben den Senioren werden auch intensiv mit den Händen arbeitende Menschen mit derartigen Benachteiligungen zu kämpfen haben.

Ab heute findet ihr die neue SDAJ Bildungszeitung zum aktuellen Oktober-Bildungsmonat „Interessenvertretungspolitik“ im Downloadbereich. Viel Spass und Erfolg bei euren zahlreichen Diskussionen.

Laut Dagens Nyheter erhielt die schwedische Regierung ein Schreiben der EU-Kommission, in dem sie dazu aufgefordert wird, sich an EU-Recht anzupassen. Das aber ist nur möglich, wenn Schweden das in der Verfassung verankerte Öffentlichkeitsprinzip aufgibt.

Das Öffentlichkeitsprinzip machte es möglich, dass Greenpeace Einsicht in Informationen über gentechnisch veränderten Mais des Saatgutkonzerns Monsanto bekam. Die EU-Kommission sieht darin einen Verstoß gegen die EU-Richtlinie zu genveränderten Organismen.