Tobias Kriele berichtet welche Lehren aus dem Leben und dem Kampf des Che Guevara zu ziehen sind und wie wichtig es ist, aufmerksam für Ausbeutung und Unterdrückung zu sein, die der Imperialismus produziert. Er lehrte uns aber auch, dass es unabdingbar ist, die gesellschaftlichen Verhältnisse theoretisch zu erfassen, die dieses Elend immer wieder aufs Neue hervorbringen. Es sind die kapitalistischen Verhältnisse, die überwunden werden müssen, um das Elend zu beenden. Um dies zu erreichen, braucht es neben Mut und Leidenschaft eine theoretische Basis und eine organisierte Kraft.
Che Guevara hat erkannt, dass die Befreiung aus der Barbarei nur in der internationalistischen Einheit der Unterdrückten möglich ist und dass dieser Internationalismus in der Praxis konkret werden muss.
Das Vermächtnis des Che Guevara verlangt nach einer bedingungslosen Solidarität mit dem sozialistischen Kuba und nach einer Verstärkung des internationalen Kampfes für die Befreiung der Welt von Kapitalismus und Imperialismus.

Wann: 25. September 2007 von 19 – ca 20:30 Uhr
Wo: Gaststätte Nordpol Marienfelder Str. 5

Der Vortrag wird gehalten von Tobias Kriele
der seit einigen Jahren in Havana lebt und studiert.
Veranstalter ist die SDAJ Gütersloh
Der Eintritt ist natürlich kostenlos.

Am vergangenen Wochenende fand wieder das jährliche antifa_workcamp in Stukenbrock-Senne, zwischen Bielefeld und Paderborn, statt. Insgesamt mehr als 120 Menschen nahmen trotz schlechten Wetters am dreitägigen Camp und den Veranstaltungen teil. Wie jedes Jahr trafen sich Antifas aus der Region so wie Interessierte aus ganz NRW am Antikriegstag neben dem Sowjetischen Soldatenfriedhof des ehemaligen Kriegsgefangenenlager StaLag 326. Neben dem aktiven Gedenken an die ca. 65.000 Toten von Stukenbrock kamen auch aktuelle Themen nicht zu kurz.

Den kompletten Bericht gibt es bei indymedia.org.

Der Rosa Luxemburg Club Bielefeld lädt wieder zu Vortrag und Gespräch ein:

Neue Sicherheitsarchitektur für den Ausnahmezustand
Zur Ideologie und Praxis des „Antiterrorkampfes“

mit Dr. Rolf Gössner aus Essen
Am Dienstag, den 18. September 2007 um 20.00 Uhr in der Bürgerwache Siegfriedplatz

Nach den Terroranschlägen in den USA vom 11.9.2001 übertrafen sich Parteien und Sicherheitspolitiker gegenseitig mit Gesetzesvorschlägen, die der Sicherheit der BürgerInnen dienen sollen, aber mit Sicherheit ihre Freiheitsrechte einschränken. 2002 sind die „Antiterror“-Pakete in Kraft getreten. Mit diesen Gesetzesverschärfungen wurden u.a. Polizei- und Geheimdienst-Befugnisse ausgeweitet, Sicherheitsüberprüfungen von Arbeitnehmern auf „lebens- und verteidigungswichtige Betriebe“ ausgedehnt, „biometrische Daten“ in Ausweispapieren erfasst und Migranten unter Generalverdacht gestellt und einer noch intensiveren Überwachung unterzogen. Dennoch scheint es nicht genug: Prompt entbrennt nach jedem Anschlag oder Anschlagsversuch eine neue Sicherheitsdebatte, in der es im Kern um einen Umbau der Sicherheitsarchitektur des Rechtsstaats geht: Etwa um die Militarisierung der „Inneren Sicherheit“ und eine Zentralisierung und Vernetzung aller Sicherheitsbehörden. Aktuelle Stichworte: gemeinsame „Antiterrordatei“ von Geheimdiensten und Polizei sowie Bundeswehreinsatz im Inland, wie er schon mal während der Fußball-WM 2006 und anlässlich der Proteste gegen den G-8-Gipfel in Heiligendamm geprobt worden ist. Und Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble verübt fast täglich neue Denkanschläge: So fordert er die Online-Durchsuchung von Computern, erwägt die Internierung von „Gefährdern“ und die gezielte Tötung von Top-Terroristen.
Rolf Gössner wird nach sechs Jahren „Antiterrorkampf“ Bilanz darüber ziehen, was sich seit dem 11.9.2001 im Namen der Sicherheit verändert hat und wo die Reise künftig hingehen wird. Welche Risiken und Nebenwirkungen sind mit den neuen „Sicherheitsgesetzen“ verbunden – für alle Bürgerinnen und Bürger, für Beschäftigte in Betrieben sowie für MigrantInnen? In der Veranstaltung soll die Frage erörtert werden, inwieweit diese und andere Maßnahmen die Substanz der Bürgerrechte unterhöhlen, den liberal-demokratischen Rechtsstaat, eine liberale, offene Gesellschaft verändern und den Weg in einen präventiven und autoritären Sicherheitsstaat ebnen.