Clownsarmee putzt Panzer!
Gütersloh, 22.05.08
Clownsarmee putzt Panzer!
1 : 0 für die Friedensbewegung in Gütersloh am gestrigen Donnerstag.
Vom 21. bis 24. Mai gastiert das Landesturnfest in Gütersloh.
Der Rheinisch-Westfälischen Sportbund lädt zum 1. Landesturnfest überhaupt ein.
Dieser historischen Einladung sind viele Sportvereine und eine Schar begeisterter Sportler von Jung und Alt gefolgt. Güterslohs Plätze sind alle bunt, ein Großereignis dieser Art bringt auch viele Würdenträger mit sich. Von Sportfunktionären bis Politikern, die sich bei passendem Publikum ganz leger in sportlicher Fairness präsentieren.
An fast allen Gütersloher Sportstätten und in der Innenstadt gibt es Veranstaltungen und Darbietungen. Teils auch sehr spontane lustige Sachen jugendlicher Sportbegeisterter. Nachmittags gibt es Folklore auf dem Dreiecksplatz, abends Rock auf der Bühne des Berliner Platzes.
Natürlich gibt es auch viele Sponsoren, denn wie sonst will sich so ein Fest finanzieren. Nun ja, in Zeiten leerer Kommunalkassen und Sportvereinen, die um ihre Existenz kämpfen ist das natürlich sehr verständlich. Wäre da nicht diese skurrile Veranstaltung auf dem Pausenhof des Reihnhard-Mohn* Berufskollegs.
Hier nämlich gastiert auch ein Werbezug der Bundeswehr auf Kanonenfuttersuche. Sie haben sich dafür eigens den Platz beim Veranstalter angemietet.
Clownsarmee putzt Panzer!
1 : 0 für die Friedensbewegung in Gütersloh am gestrigen Donnerstag.
Vom 21. bis 24. Mai gastiert das Landesturnfest in Gütersloh.
Der Rheinisch-Westfälischen Sportbund lädt zum 1. Landesturnfest überhaupt ein.
Dieser historischen Einladung sind viele Sportvereine und eine Schar begeisterter Sportler von Jung und Alt gefolgt. Güterslohs Plätze sind alle bunt, ein Großereignis dieser Art bringt auch viele Würdenträger mit sich. Von Sportfunktionären bis Politikern, die sich bei passendem Publikum ganz leger in sportlicher Fairness präsentieren.
An fast allen Gütersloher Sportstätten und in der Innenstadt gibt es Veranstaltungen und Darbietungen. Teils auch sehr spontane lustige Sachen jugendlicher Sportbegeisterter. Nachmittags gibt es Folklore auf dem Dreiecksplatz, abends Rock auf der Bühne des Berliner Platzes.
Natürlich gibt es auch viele Sponsoren, denn wie sonst will sich so ein Fest finanzieren. Nun ja, in Zeiten leerer Kommunalkassen und Sportvereinen, die um ihre Existenz kämpfen ist das natürlich sehr verständlich. Wäre da nicht diese skurrile Veranstaltung auf dem Pausenhof des Reihnhard-Mohn* Berufskollegs.
Hier nämlich gastiert auch ein Werbezug der Bundeswehr auf Kanonenfuttersuche. Sie haben sich dafür eigens den Platz beim Veranstalter angemietet.
Das Publikum sind Familien und Kinder, die außer Sportveranstaltungen und Bratwurst, eher weniger damit rechnen einem Fuchs Spürpanzer zu begegnen. Das es sich bei der Bundeswehr nicht um einen "normalen" Betrieb handelt, mit sicheren Karrierechancen liegt auf der Hand. Wenn die Bundeswehr dafür wirbt sich "gut entschieden" zu haben, dann meint sie auch Auslandseinsätze wie Afghanistan unter "Operation Endurig Freedom".
"Hier findet eine Vermischung zwischen militärischem Interesse und zivilem Angagement statt,
die sich viele Besucher so wohl nicht gedacht haben.", berichtet ein junger Mann aus einer Gruppe junger Aktivisten, die sich spontan am Platz traf, um Transparente gegen Krieg und Militär zu präsentieren. "Hilfsaktion statt Militärintervention", "No War - but Classwar" hießen die Transparent-Botschaften der jungen Aktivisten, der SDAJ Gütersloh und der Linksjugend [Solid] des Kreises GT.
Hilfe gab es von der Clownsarmee, die mit viel Witz und Humor die gesamte Aufmerksamkeit
der Besucher und vor allem der Kinder an sich zog. Da wurde lustig marschiert und dabei immer skandiert: "Links.links.rechts ist doof!" oder es kam plötzlich das Kommando "Ameisentot" und alle Clowns lagen wie tot auf dem Rücken, die Glieder der Sonne entgegen gestreckt. Sie verübten Luftangriffe mit Luftschlangen und tätliche Angriffe mit Wasserpistolen. Natürlich nicht gegen das Bundeswehrpersonal! Sie waren zwar von der generellen Aktion der Transparente und der Clownsarmee überrascht, ließen aber trotz dessen ihren Humor
in der Tiefkühltruhe. Besorgte Leute waren auf einmal überall: Ein, zwei Leute in Zivil, Soldaten und auch Herr Sommer, der offensichtlich der Verantwortliche Offizier des Platzes ist.
Genau eine viertel Stunde nach dem Aufmarsch der Clownsarmee war auch die Polizei da.
Eher verdutzt und hilflos als entschlossen und autoritär wurden die jungen Leute hingewiesen, dieses
Familienfest nicht zu stören. (?!) Diese Aussage an Fronleichnam kam sehr Makaber.
Ein Aktivist mit Fahne der Partei "Die Linke" wurde von der Polizei prompt zum Klassensprecher verdonnert, um ihn gleich mit der Frage, ob es sich hierbei um eine unangemeldete Versammlung handele, aufs Glatteis zu führen, denn in den Augen der Ordnungshüter mache dies den Eindruck einer geplanten Aktion.
Michael Pusch hieß der Mann mit Fahne, versicherte die Spontaneität, denn immerhin wüsste man erst seit gestern über den "Frevel" auf dem Sportfest. Hier ließen die Beamten jedoch nicht locker, versicherten sich seiner Personalien und gaben mehrere ernste Hinweise auf drängen von dem O. Herrn Sommer.
Die Clownsarmee erfreute sich während dessen weiterhin aller Beliebtheit und putze freundlich wie sie sind
den Fuchs Spürpanzer mit ihren selbst mitgebrachten Staubwedeln.
Der Kreissprecher der "Die Linke" Michael Pusch hat seit dem gestrigen Nachmittag mehrere Anrufe durch besorgte Polizisten erhalten, die sich vergewissern wollten, ob es denn noch einmal zu einer solchen Aktion kommen könnte. Damit wäre das ganze nicht mehr spontan und somit für die Teilnehmer strafbar.
Was ihn betrifft, so prüft jetzt die Bielefelder Polizei (!), ob es sich bei seinem Protest um eine Verstoß gegen das Versammlungsgesetz handelt.
Schön, dass sich noch mit Humor, Gelassenheit, diszipliniertes
auftreten und marschieren, ein paar Transpies und Flugblätter, die Verantwortlichen
aus der Reserve locken lassen.
Wieder ein Punkt mehr an die Clownsarmee, der SDAJ & der Linksjugend [solid].
Mit antimilitaristischen Grüßen
Antikriegsbündnis Gütersloh
"Hier findet eine Vermischung zwischen militärischem Interesse und zivilem Angagement statt,
die sich viele Besucher so wohl nicht gedacht haben.", berichtet ein junger Mann aus einer Gruppe junger Aktivisten, die sich spontan am Platz traf, um Transparente gegen Krieg und Militär zu präsentieren. "Hilfsaktion statt Militärintervention", "No War - but Classwar" hießen die Transparent-Botschaften der jungen Aktivisten, der SDAJ Gütersloh und der Linksjugend [Solid] des Kreises GT.
Hilfe gab es von der Clownsarmee, die mit viel Witz und Humor die gesamte Aufmerksamkeit
der Besucher und vor allem der Kinder an sich zog. Da wurde lustig marschiert und dabei immer skandiert: "Links.links.rechts ist doof!" oder es kam plötzlich das Kommando "Ameisentot" und alle Clowns lagen wie tot auf dem Rücken, die Glieder der Sonne entgegen gestreckt. Sie verübten Luftangriffe mit Luftschlangen und tätliche Angriffe mit Wasserpistolen. Natürlich nicht gegen das Bundeswehrpersonal! Sie waren zwar von der generellen Aktion der Transparente und der Clownsarmee überrascht, ließen aber trotz dessen ihren Humor
in der Tiefkühltruhe. Besorgte Leute waren auf einmal überall: Ein, zwei Leute in Zivil, Soldaten und auch Herr Sommer, der offensichtlich der Verantwortliche Offizier des Platzes ist.
Genau eine viertel Stunde nach dem Aufmarsch der Clownsarmee war auch die Polizei da.
Eher verdutzt und hilflos als entschlossen und autoritär wurden die jungen Leute hingewiesen, dieses
Familienfest nicht zu stören. (?!) Diese Aussage an Fronleichnam kam sehr Makaber.
Ein Aktivist mit Fahne der Partei "Die Linke" wurde von der Polizei prompt zum Klassensprecher verdonnert, um ihn gleich mit der Frage, ob es sich hierbei um eine unangemeldete Versammlung handele, aufs Glatteis zu führen, denn in den Augen der Ordnungshüter mache dies den Eindruck einer geplanten Aktion.
Michael Pusch hieß der Mann mit Fahne, versicherte die Spontaneität, denn immerhin wüsste man erst seit gestern über den "Frevel" auf dem Sportfest. Hier ließen die Beamten jedoch nicht locker, versicherten sich seiner Personalien und gaben mehrere ernste Hinweise auf drängen von dem O. Herrn Sommer.
Die Clownsarmee erfreute sich während dessen weiterhin aller Beliebtheit und putze freundlich wie sie sind
den Fuchs Spürpanzer mit ihren selbst mitgebrachten Staubwedeln.
Der Kreissprecher der "Die Linke" Michael Pusch hat seit dem gestrigen Nachmittag mehrere Anrufe durch besorgte Polizisten erhalten, die sich vergewissern wollten, ob es denn noch einmal zu einer solchen Aktion kommen könnte. Damit wäre das ganze nicht mehr spontan und somit für die Teilnehmer strafbar.
Was ihn betrifft, so prüft jetzt die Bielefelder Polizei (!), ob es sich bei seinem Protest um eine Verstoß gegen das Versammlungsgesetz handelt.
Schön, dass sich noch mit Humor, Gelassenheit, diszipliniertes
auftreten und marschieren, ein paar Transpies und Flugblätter, die Verantwortlichen
aus der Reserve locken lassen.
Wieder ein Punkt mehr an die Clownsarmee, der SDAJ & der Linksjugend [solid].
Mit antimilitaristischen Grüßen
Antikriegsbündnis Gütersloh
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